Sturmfluten machen dem Elbinsel-Paradies zu schaffen
Immer weniger Sand am Strand von Krautsand

Immer weniger Sandstrand
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ig. Krautsand. Die ungewöhnliche Serie von Sturmfluten als Folge des Sturmtiefs "Sabine" im Februar dieses Jahres blieb nicht ohne Folgen: In Bassenfleth wurde ein Teil des Strandes von der Fluten fortgerissen. Die Folge: Die Forderung des dortigen Deichverbandes an den Bund, langfristig den Strandabschnitt wieder aufzuspülen. Die Deichsicherheit sei aber durch die Abbrüche aktuell nicht gefährdet, so ein Sprecher. Trotzdem müsse der Bund mittelfristig diesen Abschnitt wieder mit Sand aufspülen.

Auch auf der Elbinsel Krautsand wütete der Sturm und trug dazu bei, dass der Strand wieder ein Stück abgetragen wurde. Die legendären Pferderennen, die vor Jahren ein Publikumsmagnet auf der Elbinsel waren, könnten so nicht mehr stattfinden. So schmal ist der Abschnitt in diesem Bereich geworden. Timo Engelbrecht, Geschäftsführer der Krautsander Hotel- und Apartmentanlage Elbstrand-Resort, blickt denn auch sorgenvoll in die Zukunft: "Immer weniger Sandstrand, das würde den Tourismus negativ beeinflussen. Krautsand ohne Sandstrand, kaum vorstellbar." Das sieht auch Hotelbetreiber Rigo Gooßen so. "Es muss endlich etwas getan werden." Das fordere er schon seit langem. Auch sei ein Teil des Strandes schon arg verschlickt.

Albert Boehlke sieht den Deich allerdings nicht gefährdet. "Kein Problem der Deichsicherheit, eher ein Problem des Tourismus", so der Oberdeichgraf Kehdingen/Oste. Es sollte wegen dieser misslichen Situation auch schon eine Strandbegehung mit Vertretern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg, dem Drochterser Bürgermeister Mike Eckhoff und Deichverband-Vertreten geben – mit Vermessungen des Strandbereichs, die Auskunft über das Strandniveau geben sollen. Der anvisierte Termin wurde aber wegen der Corona-Krise abgesagt, soll in Kürze erfolgen. Diskutiert wird dann sicherlich auch die Möglichkeit, im Zuge der Elbvertiefung den Strand aufspülen zu lassen. Die maschinelle Aufspülung kostet Geld. So stellt sich denn auch die Frage, wer die Kosten übernimmt.

Immer weniger Sandstrand
Früher fanden am Krautsander Elbstrand sogar Trabrennen statt
Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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