Defizite ausgleichen
Drochtersen gründet eine GmbH
- Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle soll unter das Dach der GmbH geholt werden
- Foto: ig
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Aus der Mitte des Drochterser Gemeinderates hat sich seit mehreren Jahren unter Führung des Bürgermeisters Mike Eckhoff ein interfraktioneller Arbeitskreis (AK Finanzen) etabliert, der sich mit der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde Drochtersen auseinandersetzt und auch schon mögliche Lösungsansätze angestoßen oder umgesetzt hat. Intensiv hat sich dabei der „AK“ mit dem Niedersächsischen Gesetz über die Beteiligung von Kommunen und Bevölkerung am wirtschaftlichen Überschuss von Windenergie- und Photovoltaikanlagen beschäftigt, auch Beratungsinstitute, Steuerberater und die Kommunalaufsicht hinzugezogen.
Das Ergebnis: Mit Blick auf die bereits bestehenden Projekte der Gemeinde Drochtersen zur Energiegewinnung – insbesondere Photovoltaikanlagen auf kommunalen Einrichtungen der Gemeinde – sei es sinnvoll, eine kommunale Gesellschaft gründen, „um so mögliche Risiken aus dem Kernhaushalt der Gemeinde herauszuhalten“, steht in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 26. November, um 19 Uhr im Krautsander Restaurant „Krutsander“.
Die kommunale Gesellschaft – die Gründung wurde von der SPD-Fraktion vorgeschlagen – soll im Bereich der erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Windkraft) mitmischen und Gewinne erwirtschaften. Langfristiges Ziel: Mit Überschüssen aus der „Energie Drochtersen GmbH“ – so lautet der vorläufige Arbeitstitel – Defizite auszugleichen. Kurzfristig soll die Bewirtschaftung der Photovoltaikanlagen auf kommunalen Einrichtungen unter das Dach der GmbH geholt werden. Darunter fallen PV-Anlagen auf dem neuen Feuerwehrgerätehaus, auf der Elbmarschenschule, auf der Mehrzweckhalle Drochtersen und auf der Elbschiff-Kita Assel.
Aktuell wird beim Kindergarten Hüll gerade eine PV-Anlage installiert. Der Entwurf eines Gesellschaftervertrages steht auf der Ratssitzung zur Abstimmung steht, dürfte auch eine große Mehrheit finden. Die erforderlichen Mittel für das Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro sollen im Rahmen des Haushaltsplanes 2026 zur Verfügung gestellt werden.
Redakteur:Dirk Ludewig aus Stade |
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