Die Hoffnung bleibt
Niedersachsens Ministerpräsident sieht Besserung der Corona-Situation im Sommer

Ministerpräsident Stephan Weil beim Pressegespräch in Drochtersen
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jab. Drochtersen. Beim Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil äußerte sich der Politiker auch zur aktuellen Corona-Lage.

Der Modellversuch, Geschäfte und Restaurants für Menschen mit negativem Corona-Test zu öffnen, wie er auch in Buxtehude durchgeführt werden soll, war laut Weil am Freitag noch nicht gefährdet. Das sah am Sonntag dann anders aus. Niedersachsen wartet ab, bis das Bundesinfektionsschutzgesetz geändert wird.

Ebenfalls vom Inzidenzwert abhängig seien auch die Kita- und Schulschließungen. Die Einrichtungen sollen nach Möglichkeit weiterhin geöffnet bleiben. Auf seiner Tour durch den Bundestagswahlkreis Cuxhaven-Stade II machte er auch Halt in der Kindertagesstätte Himmelpforten. "Wenn man dort von den Auswirkungen hört, das geht einem doch nah und unter die Haut", so Weil. Dennoch könne die Infektionslage nicht ignoriert werden. Tritt die Notbremse in Kraft, gehe es zurück zur Notbetreuung. Weil hofft allerdings, dass es bis zum Sommer gelingt, den eingeschränkten Regelbetrieb aufrecht zu erhalten.

Effekt der Impfungen bereits sichtbar

Im Übrigen stellt der Sommer für Weil einen weiteren Wendepunkt in der Corona-Lage dar. "Das Licht am Ende des Tunnels ist dort deutlich heller." Der Effekt der Impfungen sei schon jetzt zu sehen. Ende März war ein Fünftel erstmalig geimpft. Die Zahl der gelieferten Impfstoffe werde im Mai noch einmal deutlich höher. Dass jeder Bürger bis zum Sommer ein Impfangebot erhalten solle, sei eine realistische Perspektive. Allerdings müsse man jetzt gut durch dieses Quartal kommen. Im dritten solle es dann besser werden.

"Wo darf ich noch ohne Maske einkaufen?"

Zu neuen möglichen Regelungen von Bund und Länder sagte Weil, dass diese gut vorbereitet werden müssen. Nichts dürfe wieder mit heißer Nadel gestrickt werden. "Wir müssen aus der vergangenen Konferenz lernen."

Inzidenzwert als Richtwert beibehalten

Angesprochen auf den Inzidenzwert als einziger Wert zur Bewertung der Corona-Lage erklärte Weil, dass davon nicht abgerückt werden sollte. Damit könnten die Menschen inzwischen etwas anfangen, eine Änderung würde nur Verwirrung stiften. Eine Änderung des Grenzwertes von ehemals 50 auf jetzt 100 sei der Einschätzung der Corona-Lage geschuldet.

Den Nachbarn denunzieren: Sollen wir alle jetzt "Corona-Petzen" werden?
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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