Neues von der Freiwilligen Feuerwehr
"Helfer-vor-Ort"-Gruppe in Marxen gegründet

Die Mitglieder der "Helfer-vor-Ort"-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Marxen wollen dabei helfen, die Bürger besser medizinisch zu versorgen | Foto: Florian Baden
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  • Die Mitglieder der "Helfer-vor-Ort"-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Marxen wollen dabei helfen, die Bürger besser medizinisch zu versorgen
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Im Ernstfall wollen die Kameraden schneller wichtige Erstmaßnahmen einleiten.

mum. Marxen. Die Freiwillige Feuerwehr Marxen gründet eine sogenannte "Helfer-vor-Ort"-Gruppe. Diese speziell für medizinische Notfälle geschulte und ausgerüstete Gruppe soll zukünftig bei jedem Notarzteinsatz in Marxen mitalarmiert werden. Das Ziel ist es, die Zeit bis zur ersten medizinischen Versorgung deutlich zu verkürzen. "Die gesetzliche Rettungsfrist durch den Rettungsdienst von 15 Minuten wird in Marxen zwar in den allermeisten Fällen eingehalten, die Eintreffzeit der örtlichen Einsatzkräfte liegt jedoch, durch die geringere Fahrzeit, oft deutlich darunter", sagt Sprecher Florian Baden. "Dadurch können wichtige, oft auch lebensrettende, Maßnahmen schneller eingeleitet und die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten erhöht werden."
Das Konzept "HvO-Gruppe in der Freiwilligen Feuerwehr" wird in einigen anderen Ortschaften des Landkreises Harburg bereits erfolgreich praktiziert. Die Gruppen organisieren und unterstützen sich dabei auch untereinander. So finden etwa regelmäßig sogenannte "Fallbeispieltage" statt, an denen realistische Einsatzszenarien geübt und besprochen werden. Unterstützt wird die Marxener Gruppe von einigen hauptamtlichen Rettungs- und Notfallsanitätern aus den eigenen Reihen. Unter ihnen Lars Mickel-Garbers, der sich unter anderem um die Ausrüstung und die Ausbildung der Gruppe kümmert.
Nach einer Corona-bedingten Verzögerung konnte die Ausbildung, unter Einhaltung aller Hygienevorschriften und mit begrenzter Teilnehmerzahl, Ende Juni gestartet werden. Die Teilnehmer werden dabei, neben den allgemeinen Notfallmaßnahmen, auch in Anatomie geschult, um gut für den Einsatz gewappnet zu sein. "Wenn die Ausbildung weiter so gut läuft, können wir im Herbst an den Start gehen", sagt Mickel-Garbers.
Die ersten Ideen zur Gründung entstanden bereits Ende 2019. Nach dem einstimmigen Votum der Jahreshauptversammlung im Januar erfolgte der offizielle Antrag bei der Samtgemeinde Hanstedt. Der Samtgemeinderat beschloss daraufhin im Sommer einstimmig die Gründung der Gruppe. Die Marxener sind damit nach Undeloh die zweite Wehr in der Samtgemeinde Hanstedt, die eine "HvO"-Gruppe an den Start bringt.
Die Gründung einer "HvO"-Gruppe ist eine freiwillige Zusatzleistung und gehört nicht zu den gesetzlichen Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr. Die Kosten müssen daher auch von Spendern und dem Förderverein der Feuerwehr Marxen übernommen werden. Geplant sind unter anderem die Anschaffung eines Rettungsdienstrucksacks und eines Defibrillators sowie die Organisation einer Betriebssanitäterausbildung für die Mitglieder. Weiterhin werden alle Marxener mit einem Infoflyer über die neue Gruppe informiert. Erste Gespräche mit den Bürgern und Firmen brachten durchweg positive Rückmeldungen.

Die Mitglieder der "Helfer-vor-Ort"-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Marxen wollen dabei helfen, die Bürger besser medizinisch zu versorgen | Foto: Florian Baden
Lars Mickel-Garbers ist für die Ausbildung der neuen Ersthelfer zuständig
Redakteur:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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