Unterschriften-Aktion gegen Fußweg-Verbot für Radler

Radfahrer sollten selbst entscheiden, wo sie fahren möchten. Dieses zusätzliche Hinweisschild würde dies erlauben
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mum. Hanstedt. „Nicht nur Klaus Schwanecke ist auf Zinne“, sagt Heide Burmester. „Das ganze Dorf findet die neue Verkehrsregelung unsinnig.“ Wie berichtet, werden in ganz Hanstedt Radler ab zehn Jahren gezwungen, auf der Straße zu fahren. Zuletzt hatte der Hanstedter Klaus Schwanecke einen Test mit anderen Radfahrern gestartet und kam zu dem Ergebnis, dass es für Radler auf der Straße lebensgefährlich sei.
Mit einer Unterschriften-Aktion will Heide Burmester das Verbot jetzt kippen. Ihr Ziel ist es, dass jeder selbst entscheiden soll, wo er fahren möchten. Dazu müsste das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ angebracht werden. „Ich verstehe nicht, dass eine einzelne Person etwas auf den Weg bringen kann, das Konsequenzen für die ganze Dorfgemeinschaft hat.“
Heide Burmester meint mit ihrer Kritik Karin Sager vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Weil sie nicht mehr auf dem Radweg fahren wollte, stellte sie beim Landkreis Harburg einen entsprechenden Antrag. Daraufhin wurden die bisher vorhandenen Schilder, die anzeigen, dass Radfahrer und Fußgänger den Bürgersteig gemeinsam nutzen müssen, abgenommen und durch Fußwegschilder ersetzt. Karin Sager sei davon überzeugt, dass Radfahrer auf der Straße sicherer sind, als auf dem Gehweg.
Heide Burmester nimmt auch den Landkreis Harburg als zuständige Behörde aufs Korn: „Immer wieder heißt es, die Bürger sollen beteiligt werden. Und hier wird einfach über unseren Kopf hinweg entschieden.“ Dabei handele es sich aus ihrer Sicht ausschließlich um den Wunsch einer einzelnen Dame. „Hanstedt ist ein kleines Heidedorf. Fußgänger und Radfahrer lebten in friedlicher Co-Existenz bis da jemand meinte, es sei zu gefährlich“, so Burmester. „Ich weiß von Hanstedtern, die ihre Einkäufe jetzt zu Fuß nach Hause schleppen, weil sie sich nicht trauen, auf der Straße zu fahren.“ Jetzt hofft Heide Burmester, dass die Unterschriften-Sammlung erfolgreich verläuft. „Dieser Schildbürgerstreich muss rückgängig gemacht werden“, lautet ihr Appell.
• Die Unterschriften-Listen liegen unter anderem aus in der Auetal-Apotheke, den Bäckereien Pries und Willert sowie bei Partner Automobilhandel (im Gewerbegebiet).
• Offensichtlich ist der ADFC von der Kritik an dem Fußweg-Verbot für Radfahrer überrascht. Um die Wogen zu glätten, plant die Ortsgruppe Hanstedt/Salzhausen für Mittwoch, 24. Juli, ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im „Alten Geidenhof“ (Buchholzer Straße 1). Laut Vorsitzendem Dieter Bisping sollen unter anderem Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus sowie Vertreter der Polizei und des ADFC an dem Treffen teilnehmen. Kritiker meinen, diese Veranstaltung hätte vor der Umsetzung kommen müssen.

Weitere Lese-Tipps:
Fußweg-Verbot für Radfahrer in Hanstedt

„Radweg-Verbot ist lebensgefährlich“

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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