Herzenssache in Ruschwedel
Weihnachtsmarkt-Spendenaktion für kleinen Magnus bringt 1.050 Euro

Magnus mit seinen Eltern und Unterstützern Margret und Günter Poppe | Foto: Susanne Lemke
  • Magnus mit seinen Eltern und Unterstützern Margret und Günter Poppe
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Ein Weihnachtsmarkt mit Herz: Günter und Margret Poppe aus Ruschwedel haben am 1. Advent im Rahmen ihres stimmungsvoll geschmückten Weihnachtsmarktes zu Spenden für den zehnjährigen Magnus aufgerufen. Die Spendenbereitschaft der Besucher war groß – insgesamt kamen 1.050 Euro zusammen. Am 3. Advent übergaben die Poppes den Betrag an Magnus und seine Eltern Imke und Mirko Schröder – ein Moment voller Dankbarkeit und Herzenswärme.

Magnus – ein fröhlicher Junge mit besonderen Bedürfnissen

Magnus ist ein lebensfroher, aufgeweckter Junge, der trotz schwerer Startbedingungen seinen Weg geht. Er kam drei Monate zu früh auf die Welt und erlitt kurz nach der Geburt infolge einer Darminfektion eine Hirnblutung. Diese hat bei ihm eine schwere Behinderung hinterlassen. Magnus kann weder stehen noch laufen und spricht nur sehr eingeschränkt – doch dank eines sogenannten Talkers, einem speziellen Kommunikationsgerät, kann er sich mitteilen und aktiv am Familienleben teilnehmen.

Eine Familie, die mit Liebe und Stärke den Alltag meistert

Die Familie Schröder lebt in Ruschwedel – und trotz aller Herausforderungen ist der Alltag von Wärme, Zusammenhalt und Engagement geprägt. Magnus besucht die Förderschule Elfenwiese in Hamburg-Marmstorf und ist bei allen Aktivitäten der Familie mit dabei: ob beim Gärtnern, beim Backen oder bei Ausflügen. Besonders liebt er Tiere – Pferde und der Streichelzoo von Günter Poppe zaubern ihm regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht.

Dankbarkeit für gelebte Solidarität

Die Freude über die Spendenaktion ist groß. „Wir sind überwältigt von der Unterstützung und danken von Herzen allen Spenderinnen und Spendern“, so Imke Schröder. Für die Familie bedeutet diese Hilfe mehr als nur finanzielle Entlastung – sie ist auch ein starkes Zeichen der Solidarität in der Dorfgemeinschaft.

Einsatz pflegender Angehöriger verdient mehr Sichtbarkeit

Mit ihrer Offenheit möchten Imke und Mirko Schröder auch ein gesellschaftliches Thema ins Licht rücken: die Situation pflegender Angehöriger. „Wir sind kein Einzelfall. In Deutschland werden rund 86 Prozent der Menschen mit Unterstützungsbedarf zu Hause versorgt – meist von Angehörigen, ohne professionelle Hilfe“, betont Imke Schröder. Ihr Appell: Mehr Anerkennung und Unterstützung für diese oft unsichtbare Leistung.

Die Geschichte von Magnus zeigt, wie wichtig Menschlichkeit, Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt  sind. Günter und Margret Poppe haben mit ihrer Spendenaktion nicht nur finanziell geholfen, sondern auch ein starkes Zeichen gesetzt: Für Mitgefühl, für Inklusion und für ein Miteinander, das von Herzen kommt.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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