Wenn das Moor weiter arbeitet: Ahrensmoorer Schuldamm ist Dauer-Sanierungsfall

Sollte besser nicht mit dem Auto befahren werden: der Schuldamm in Ahrensmoor
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jd. Ahrensmoor. Der Zustand des Schuldamms in Ahrensmoor ist den Bürgern im Ort schon lange ein Dorn im Auge. Die schmale, asphaltierte Straße verbindet seit Jahrzehnten den West- und Ostteil des Dorfes. Seit Jahrzehnten bereitet der Schuldamm den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung aber auch Kopfzerbrechen: Der Weg führt mitten durch das Moor und die Teile der Fahrbahn sacken wegen des weichen Untergrundes immer wieder ab. Da auch die Landwirtschaft den Weg nutzt, wird der Fahrbahnbelag zusätzlich beansprucht. Inzwischen ist nur noch Tempo 30 auf dieser "Huckelpiste" erlaubt. Doch wer nicht seine Stoßdämpfer aufs Spiel setzen will, sollte lieber Schrittgeschwindigkeit fahren. Eine Lösung scheint nicht in Sicht.

Mit dem Ahrensmoorer Schuldamm ist es wie mit dem "schwarzen Peter": Niemand will ihn haben. So war die Gemeinde Ahlerstedt sicherlich froh, als sie vor rund sieben Jahren den maroden Weg aufgrund eines höchstrichterlichen Urteils als sogenannten Gemeinde-Verbindungsweg an die Samtgemeinde abgeben konnte. Zuvor war fast jährlich ein Bautrupp des Wegezweckverbandes auf der rund einen Kilometer Straße unterwegs, um die Deckschicht wieder in Ordnung zu bringen. Doch das Moor arbeitet - und so bildeten sich binnen kürzester Zeit wieder die ersten Risse. Das ging so weit, dass die schmale Straße an vielen Stellen absackte. Ein Jahr später ging das Spiel von vorn los.

Diese Sisyphus-Arbeit kommt nun der Samtgemeinde zu. Doch die hat bisher nicht viel in die Instandhaltung des Schuldamms investiert. So monierte kürzlich die Ahrensmoorer Ortsbeauftragte Dörte Meyer den miserablen Zustand des Weges. Sie sieht dringenden Handlungsbedarf, da der Schuldamm wegen der vielen Unebenheiten auch für Radfahrer ein Sicherheitsrisiko darstelle. Laut Meyer herrscht bei den Ahrensmoorern großer Unmut, dass am Schuldamm schon so lange nichts getan worden sei.

Der Grund dafür ist einfach: Die Samtgemeinde muss 27 Verbindungswege mit einer Gesamtlänge von knapp 50 Kilometern instandhalten. Doch aus Kostengründen können nur ein bis zwei Wege pro Jahr saniert werden. Dabei rangiert der Schuldamm auf einer nach Dringlichkeit sortierten Liste ganz unten. Eine WOCHENBLATT-Nachfrage beim Bauamt ergab, dass in diesem Frühjahr eine Reparatur-Kolonne anrückt, um die schlimmsten Schäden zu beseitigen.

Mehr als eine eher "kosmetische" Oberflächenbehandlung wird es aber nicht geben: Es ist vorgesehen, die Löcher mit Asphalt-Recyclingmaterial zu füllen und auf der Fahrbahn Splitt aufzubringen. Jede größere Baumaßnahme sei "herausgeworfenes Geld", heißt es aus dem Bauamt. Um den Schuldamm dauerhaft herzurichten, müsste die ´Trasse rund vier Meter tief ausgekoffert und das Moor durch Sand ersetzt werden. Das würde Kosten verursachen, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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