Wer "beerbt" jetzt Michael Ospalski?

Koetzing ist als neuer Harsefelder Bürgermeister im Gespräch / de Bruijn kündigt Gegen-Kandidatur an

jd. Harsefeld. Wer "beerbt" den zurückgetretenen Harsefelder Flecken-Bürgermeister Michael Ospalski (SPD)? Über diese Frage wird derzeit in der örtlichen Politik diskutiert. Es kursiert auch bereits ein Name, doch SPD und CDU, die sich im Harsefelder Rat zu einem "informellen Bündnis" zusammengeschlossen haben, wollen sich nicht weiter äußern.
Vorgesehen ist offenbar, den gemeinsamen Kandidaten erst auf der Ratssitzung zu benennen, auf der die Wahl erfolgen soll. Eine Gegenkandidatin steht aber bereits fest: Susanne de Bruijn von den Freien Wählern (FWG) hat bereits angekündigt, sich für das Amt zu bewerben.

Nach WOCHENBLATT-Information ist die Neuwahl am Donnerstag, 31. Januar, vorgesehen. Allerdings steht dieser Termin noch nicht endgültig. Dann sind Zeugnisferien, sodass sich der eine oder andere Politiker im Kurzurlaub mit der Familie befinden könnte. Es ist davon auszugehen, dass die SPD als stärkste Fraktion erneut den Posten des Bürgermeisters für sich reklamiert. Als heißer Favorit gilt Ratsherr Harald Koetzing. Er wollte gegenüber dem WOCHENBLATT keinen Kommentar abgeben.

Der derzeitige 2. stellvertretende Bürgermeister des Flecken und Sprecher der CDU/SPD-Gruppe im Samtgemeinderat gehört zu den erfahrensten Kommunalpolitikern im Ort. Koetzing, der auch Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Harsefeld ist, steckt in so gut wie jedem Politikfeld tief im Thema. Er nimmt auch an Sitzungen von Ausschüssen teil, denen er nicht angehört, und sitzt dann wie jeder Bürger in den Zuschauerreihen.

Sein Manko ist die geringe Popularität: Bei der letzten Kommunalwahl im Herbst 2016 erhielt er lediglich 74 Stimmen und schaffte es nur über seinen guten Listenplatz in den Rat. Ein wesentlich besseres persönliches Wahlergebnis konnte hingegen Susanne de Bruijn für sich verbuchen. Sie holte 2016 immerhin 1.784 Stimmen und ist damit auf Platz 2 hinter Ospalski. "Ich bin bei der Kommunalwahl als Bürgermeister-Kandidatin angetreten und bin es jetzt meinen Wählern schuldig, erneut zu kandidieren", erklärt die FWG-Politikerin, die bis 2016 den stellvertretenden Bürgermeister-Posten bekleidete.

Allerdings komme für sie nur das Amt der Bürgermeisterin in Frage, so de Bruijn: "Als Stellvertreterin werde ich mich nicht bewerben."

Die FWG habe gegenüber der SPD und der CDU Gesprächsbereitschaft signalisiert. Von der SPD habe sie per Mail lediglich die Rückmeldung erhalten, dass kein Gesprächsbedarf bestehe. "Und die CDU hat mir gar nicht geantwortet."

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