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Dem Zeitplan voraus: Bauarbeiten in der Harsefelder Herrenstraße schreiten zügig voran

Baustellen-Besprechung vor dem Bagger Foto: jd
jd. Harsefeld. Eine Großbaustelle mitten im Ort, die den Verkehr über Monate beeinträchtigt: Hier droht normalerweise massiver Ärger mit Autofahrern und Anliegern. Nicht so in Harsefeld. Die Sanierung der Herrenstraße, der wichtigsten Durchgangsstraße im Ort, geht offenbar ohne größere Reibereien über die Bühne. Das Verkehrschaos in der Ortsmitte ist ausgeblieben, die innerörtliche Umleitung lässt sich einigermaßen flott befahren. Auf der Baustelle selbst schreiten die Arbeiten zügig voran. "Wir sind dem Zeitplan voraus", sagt Bauleiter Jörg Dammann von der Firma Wilhelm Henn. Der Straßenbau-Betrieb aus Helmste fungiert quasi als Generalunternehmer für die umfangreiche Baumaßnahme, die sich bis Herbst 2019 erstreckt.

Das "Dienstags-Ritual"

Morgens um zehn in Harsefeld: An der Herrenstraße versammelt sich im Halbkreis eine Handvoll Herren, einige tragen Helm oder Warnweste, andere haben sich eine Mappe unter den Arm geklemmt oder sind mit Block und Bleistift ausgestattet. Diese Zusammenkunft ist ein "Ritual", das sich so jeden Dienstagmorgen vollzieht: Baustellenbesprechung. Dabei sind neben Bauleiter Dammann der Planer, Vertreter der Gemeinde und der Landesstraßenbehörde - das sind sozusagen die Bauherren - sowie Mitarbeiter der Versorger, deren Leitungen tief im Boden unter der Fahrbahn liegen.

"Es geht ja nicht nur um die marode Straße", erläutert Dammann: "Wir erneuern auch die Trinkwasserleitungen und die Kanalisation." Gerade das mache die Arbeiten sehr aufwändig: "Für die Regenwasserkanäle müssen wir zwei Meter tief buddeln, für die Schmutzwasserschächte sogar drei Meter." Dennoch sei man mit der Baustelle schon weiter vorangekommen als geplant. "Das trockene Wetter hat uns natürlich in die Hände gespielt, aber wir klotzen auch tüchtig ran." Wenn es erforderlich sei, werde auch schon mal morgens um 5 Uhr angefangen oder oder an Samstagen gearbeitet.


Die Einwohner ziehen mit

Baulärm in aller Frühe, viel Staub und jedes Mal einen Umweg fahren, um nach Hause zu kommen: Alles Dinge, die Baustellenanlieger oft auf die Palme bringen. Auch da läuft es in Harsefeld anders: "Die Anwohner sind in die Planungen einbezogen worden und stehen voll hinter den Bauarbeiten", sagt Holger Bohling, Tiefbau-Fachmann im Harsefelder Rathaus. Die Sanierung von Fahrbahn und Fußwegen mitsamt der Versorgungsleitungen sei von den Bewohnern der Herrenstraße ausdrücklich erwünscht.

Diese Einschätzung wird von Bauleiter Jörg Dammann bestätigt: "Die Anlieger zeigen nicht nur viel Verständnis, wenn es mal zu Behinderungen kommt. Sie versorgen uns sogar mit Kaffee und Brötchen." Oft seien die Anwohner auch bei den Baustellenbesprechungen dabei: "Wir klären dann die Übergänge zu den privaten Flächen." Dammann zeigt auf eine frisch gepflasterte Hofeinfahrt: "Hier haben wir die Wunsch des Eigentümers erfüllt, die gleichen Steine wie auf den öffentlichen Flächen zu verwenden."

Trotz aller vorausschauenden Planung würden auch mal das eine oder andere unerwartete Probleme auftauchen, so Dammann: "Solch ein Straße ist eine Wundertüte. Wir haben hier im Untergrund schon Leitungen gefunden, die auf keinem Plan markiert sind."

"Sollte mal etwas nicht so klappen wie vorgesehen, dann können sich die Anwohner jederzeit an mich wenden", sagt Dammann: "Da muss niemand gleich zum Rathaus laufen, vieles bekommen wir auf der Baustelle auf dem 'kleinen Dienstweg' gelöst."