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Manege frei für die dritte Viebrock-Generation

Drei Generationen in der Familie Viebrock (v. li.): Lars (24), Jan (34), Dirk (32), Gustav (89) und Andreas (61)
 
Andreas und Annegret Viebrock (li.) bei der symbolischen Schlüsselübergabe an die nächste Generation
jd. Harsefeld. Manege frei für die dritte Generation bei Viebrockhaus in Harsefeld. Dirk und Lars Viebrock sind die neuen Alleininhaber des Bauunternehmens. Sie standen am vergangenen Samstag im wahrsten Sinne des Wortes im Rampenlicht: Die offizielle Geschäftsübergabe erfolgte im Zirkuszelt. Die Familie Viebrock hatte den bekannten Circus Roncalli nach Harsefeld geholt, um einen bedeutenden Anlass in einem außergewöhnlichen und faszinierenden Ambiente zu begehen. Auf dem Firmengelände herrschte den ganzen Tag über nostalgische Rummelplatzatmosphäre. Die Familie Viebrock bereitete ihren Gästen - darunter die Mitarbeiter mit ihren Familien, Geschäftspartner, Freunde, Nachbarn und Vertreter der Politik - einen unvergesslichen Tag.

Zu den Höhepunkten zählte neben der Zirkusshow die symbolische Schlüsselübergabe vom bisherigen Firmeninhaber Andreas Viebrock an seine beiden Söhne. Symbolwert hatte auch das Datum 1. September: Auf den Tag genau vor 64 Jahren hatte Firmen-Patriarch Gustav Viebrock sein Baugeschäft gegründet und damit den Grundstein für das florierende Unternehmen gelegt.

Der Senior der Familie Viebrock erntete auch den größten Beifall im Zirkusrund. Zwar erhielten die Artisten immer wieder reichlich Applaus für ihre atemberaubenden Darbietungen, doch für Gustav Viebrock gab es sogar Standing Ovations: Die rund 1.700 Gäste erhoben sich ihm zu Ehren von ihren Plätzen und klatschten minutenlang, als ihm die Ehrenbürgerwürde des Flecken Harsefeld verliehen wurde - als Dank für jahrzehntelanges unternehmerisches, kirchliches und soziales Engagement.

Gustav Viebrock ist der erste Harsefelder in der mehr als tausendjährigen Geschichte des Ortes, dem diese Würde zuteil wird. Auch er nahm den "Firmen-Geburtstag" zum Anlass für eine Geschäftsübergabe: Das Bauunternehmen Gustav Viebrock, zuständig für die Sparte Mehrfamilienhäuser, wird von einem weiteren Enkel übernommen: Jan Viebrock, der Älteste der drei Viebrock-Brüder aus der dritten Generation, wird dort "Opas Nachfolger".

Aus den geschäftlichen Aktivitäten der Viebrockhaus-Gruppe zieht sich Andreas Viebrock, der das Unternehmen vor 34 Jahren übernommen hatte, jetzt vollständig zurück. Er habe bereits vor vier Jahren das Tagesgeschäft an seinen Sohn Dirk übergeben, so der langjährige Firmenchef bei seiner Ansprache: Nun erfolge mit dem Einstieg des jüngsten Sohnes Lars in die Firmenleitung der komplette Wechsel. Lars habe vor kurzem den Master in Wirtschaftswissenschaften mit Summa cum laude gemacht und stehe nun für neue Aufgaben bereit.

Überlegungen, Viebrockhaus in die Firmengruppen Nord und Süd aufzuteilen, sind laut Andreas Viebrock vom Tisch: "Ich freue mich, dass Dirk und Lars das Unternehmen als ganzes erhalten und gemeinsam führen wollen." Das sei am Morgen notariell besiegelt worden, so der bisherige Firmenchef. Mit der Übergabe hätten sich seine Söhne vertraglich verpflichtet, sich von christlichen Werten leiten zu lassen. Zu den weiteren Punkten dieser Selbstverpflichtung zählen u.a. soziales Engagement, Verbundenheit mit der Region und solidarisches Handeln.

"Das beste Bauunternehmen mit den besten Mitarbeitern, den besten Zulieferern und den besten Kunden erhalte jetzt die besten Chefs, so Andreas Viebrock. "Freut Euch auf die Zukunft", rief er dem Publikum im Zirkuszelt zu. Ein paar Dinge würden künftig sicher etwas anders laufen, aber das sei auch gut so.

Um welche Veränderungen es geht, machten die beiden jungen Firmenchefs deutlich: Sie wollen der Marke Viebrockhaus ein neues Image geben (siehe unten) und kündigten einen "Kulturwandel" im Unternehmen an.   

Dezentes Grau löst kräftiges Rot ab

Egal, ob Prospekte, Werbeschilder oder Anzeigen: Bisher war rot die dominierende Farbe bei allen Kampagnen des Bauunternehmens Viebrock. Das wird sich in Zukunft ändern. Bis auf das Logo weicht die Signalfarbe dezenten Grautönen. "Viebrockhaus erhält ein neues Markenbild", verkündeten die neuen Inhaber Dirk und Lars Viebrock. Der Umgang mit der Farbe Rot sei in den vergangenen Jahren ein wenig zu intensiv gewesen: "Wir haben uns sagen lassen, das erinnere zu sehr an einen Baumarkt", so die beiden jungen Chefs. Rot werde oft mit Rabatten oder Billigangeboten assoziiert. Das passe nicht zu einem Unternehmen wie Viebrockhaus: "Wir stehen für höchste Qualität und Perfektion."

Aufgenommen in das neue Viebrockhaus-Logo wird der sogenannte Eckstein: Dieser Stein, der seit 2014 in jedem neu errichteten Haus vermauert wird, ist mit den genauen Koordinaten des Gebäudes versehen. "Unser Eckstein zeigt auf den Punkt genau an, wo ein Viebrockhaus steht", erläutert Dirk Viebrock: Er sei damit Ausdruck perfekter, passgenauer Arbeit und solle jetzt ein Symbol für die Unternehmenskultur werden. "Der Eckstein ist unser neues Aushängeschild."

"Alle Viebrock-Mitarbeiter können stolz auf das sein, was wir hier alle täglich leisten", so Dirk Viebrock. Angesichts dieser Leistung wolle man selbstbewusster auftreten: Es werde künftig "Das Viebrockhaus" heißen. Es gehe dabei nicht nur um einen neuen Werbeauftritt, sondern um ein komplett neues Erscheinungsbild, so Dirk Viebrock. Die Umstellung werde zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. "Dann wird im Unternehmen alles wie aus einem Guss sein."

Viebrockhaus werde sich in der nächsten Zeit sehr intensiv mit diesem Thema befassen. Die neuen Inhaber appellierten an die Mitarbeiter, sich bei diesem Wandel einzubringen: "Sprecht uns darauf an."