Freibad Hollenstedt
Corona-Schwimmsaison und Stromverteilung

Hollenstedts Badleiter Marco Wendt und sein Team erhielten ein großes Lob, weil sie das Freibad trotz aller Auflagen öffneten
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Panorama

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

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Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
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Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
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bim. Hollenstedt. Großes Lob für das Schwimmmeister-Team um Badleiter Marco Wendt gab es seitens der Politik in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Bau- und Ordnungsausschusses der Samtgemeinde Hollenstedt: Wendt und sein Team hatten schnell alle Corona-Auflagen umgesetzt und den Badegästen so ermöglicht, das Hollenstedter Freibad im Sommer im Zwei-Schicht-System zu nutzen.
"Eingeschränkte Öffnungszeiten und Besucherzahl, keine Liegewiese, kein Babybecken, kein Sprungturm, keine warmen Duschen, eingeschränkte Umkleide, kein Kiosk, kein Spielplatz - alles, was ein Freibad sonst bietet, um einen erholsamen Tag im Freibad zu genießen, gab es dieses Jahr leider nicht", berichtete Wendt. Aber: "Die Gäste hatten sich schnell an die neue Situation gewöhnt und haben die Möglichkeit, überhaupt schwimmen zu können, dankend angenommen." Natürlich habe es auch Unverständnis über die Einschränkungen, die nötig waren, um das Bad überhaupt öffnen zu können, gegeben. Der große Unmut sei aber ausgeblieben.
Das Freibad war vom 13. Juni bis zum 27. September geöffnet und wurde von 15.947 Badegästen (149 Personen/Tag) besucht. "Angesichts der Umstände eine gute Auslastung", resümierte Marco Wendt in seinem Bericht. In den Vorjahren waren es 46.514 (2019) und 63.641 (2018) Badegäste.
Schaltschränke behindern
den Fluchtweg

• Wie es um die Niederspannungshauptverteilung im Freibad bestellt ist, darüber informierte Dipl.-Ing. Thomas Steffens von dem mit der Planung der Erneuerung beauftragten Ingenieurbüro Ebel & Co. Engineering GmbH aus Stade den Ausschuss.
Für die Bestandsaufnahme habe er nur auf wenige Unterlagen zurückgreifen können. Die Schaltschränke befänden sich im Flucht- und Rettungswegbereich. Es gebe eine eigene Trafostation, die die Niederspannungshauptverteilung mit Strom versorge. Dabei sei erkennbar, dass zunächst nur das Freibad und später die Photovoltaikanlage und die Wärmepumpen angeschlossen worden seien. Die unterschiedlichen Zähleranlagen befänden sich offen in den Schaltschränken. "Man kommt relativ einfach mit unter Strom stehenden Teilen in Berührung", nannte Steffens ein Manko. Außerdem fehle u.a. ein Überspannungsschutz. Die Anlage befände sich auf einem Gang, auf dem fürs Bedienen zu wenig Platz sei. Auch die Steuerung der Beleuchtung müsse angepasst werden. "Für mich stellt sich das als Investitionsstau dar", meinte Thomas Steffens. Die Kosten für eine Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung nach dem derzeitigen Entwurf bezifferte der Dipl.-Ing. mit ca. 80.000 Euro.
Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers berichtete, dass es bereits vor vier Jahren wegen eines Kurzschlusses zu einem Beinah-Unfall eines Schwimmmeisters gekommen sei. Die Anlage sei Anfang der 1970er Jahre Standard gewesen.
Ruth Alpers (Grüne) sah dementsprechend Handlungsbedarf. "Das ist eine in die Jahre gekommene Technik, wo immer angestückelt wurde. Es ist klar, das etwas passieren muss." Ingo Schwarz (SPD) wollte wissen, ob die Technik ausgelagert werden könne. Diese Frage, so Steffens, müsse mit EWE geklärt werden. "Wir brauchen ein mit der EWE abgestimmzes Sanierungskonzept", forderte Jürgen Ravens (CDU). Manfred Cohrs (CDU) und Andreas Blankenhorn-Reinking (SPD) plädierten dafür, insgesamt eine Bestandandsaufnahme - inklusive aller Rohre und Installationen - vorzunehmen, um das Freibad funktionsfähig zu erhalten.
Bauamtsleiter Daniel Heins erklärte, dass für Planung und Sanierung über 100.000 Euro eingestellt seien.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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