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Feuerwehrhaus Appel: Neu, schön und zweckmäßig

Bei der Einweihung des Feuerwehrhauses in Appel-Grauen (v. li.): Hollenstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers, Gemeindebrandmeister Carsten Beneke, Ortsbrandmeister Arne Gewert und Kreisbrandmeister Volker Bellmann Fotos: bim
 
So sieht das neue Feuerwehrhaus aus Foto: bim
bim. Appel. Groß ist die Freude bei der Feuerwehr Appel: Die ehrenamtlichen Retter haben jetzt ihr neues Feuerwehrhaus in Grauen bezogen, das allen Anforderungen an die feuerwehrtechnische Arbeit und Fortbildungen erfüllt und genügend Platz für alle Fahrzeuge bietet. Nach einigen Verzögerungen und Kostensteigerungen sagte denn auch Hollenstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers erleichtert: "Es ist vollbracht", als er das Haus nun übergab.
Er wollte weder zurückblicken noch über Geld sprechen. In jedem Fall und besonders mit Blick auf die Nachwuchsretter sei jeder Cent gut angelegt. An die Politiker appellierte er, sich das Gebäude anzuschauen, wie hier DIN-Normen umgesetzt wurden, was sie bedeuten und dass diese Anforderungen eben Geld kosten.
Die Gemeinde Appel hatte das Grundstück neben dem Kindergarten zur Verfügung gestellt und ein zinsgünstiges 700.000 Euro-Darlehen für den Neubau gewährt, der wegen Baukostensteigerungen und Entwässerungsproblemen nun rund eine Million-Euro gekostet hat.
Gemeindebrandmeister Carsten Beneke wagte einen Rückblick: Im Dezember 1982 war das vorherige Feuerwehrhaus neben der Gemeindeverwaltung eingeweiht worden. Gab es zunächst nur einen VW-Bulli sei es richtig eng geworden, als 1999 der Schlauchwagen der Kreisfeuerwehr und 2007 der Gerätewagen Logistik mit untergebracht werden mussten. "Effektive Arbeit mit Blick auf Unfallverhütungsvorschriften war nicht einfach", so Beneke. Dann wurde die Jugendfeuerwehr gegründet, sodass es 2011 erste Gedanken für ein neues Feuerwehrhaus gab. Carsten Beneke wies auch auf aktuelle und künftige Herausfordrungen hin und nannte als Stichworte Einsatzhygiene, Schwarz/Weiß-Trennung, bei der Einsatz- und Privatkleidung nicht in Berührung kommen dürfen, und Kontaminationsverschleppung.
Ortsbrandmeister Arne Gewerts berichtete von zwei Spatenstichen - einem symbolischen, den die Feuerwehrleute aus Vorfreude auf "ihr" neues Haus schon im Juni 2016 vollzogen, und den offiziellen im Mai vergangenen Jahres. "Wir hatten in den vergangenen Jahren stark steigende Mitgliederzahlen. Im alten Haus waren die Spinde doppelt belegt", berichtete er. Vor einem Einsatz hätten am alten Standort erst die Fahrzeuge rausgefahren werden müssen, damit sich die Retter umziehen konnten.
Die Übergabe des neuen Mittleres Löschfahrzeugs (MLF) sei im vergangenen September dann mit der Grundsteinlegung des neuen Hauses verbunden worden. "In diesem September begann für uns die arbeitsintensive Zeit", so Gewert. Es galt u.a., die Einrichtung zum neuen Feuerwehrhaus zu bringen. Am 4. November wurde der Umzug komplett vollzogen. Nun freut sich die Appeler Wehr über ihr "neues, schönes und zweckmäßiges Feuerwehrhaus". Carsten Beneke und Arne Gewert dankten den Bürgermeistern, der Politik und allen am Bau Beteiligten für die Realisierung.
"Wir können uns glücklich schätzen, dass Kommunen und die politisch Verantwortlichen wissen, wie wichtig gute Ausstattung und Ausrüstung sind, um ein Ehrenamt ausüben zu können", erklärte Kreisbrandmeister Volker Bellmann. "Das Geld ist gut angelegt." Es sei wichtig, jede Feuerwehr zu erhalten, sei sie auch noch so klein.
"Ihr seid eine tatkräftige Truppe", lobte Appels Bürgermeister Reinhard Kolkmann die Feuerwehr Appel. Deshalb werde alles getan, was ihre Arbeit effektiv und sicher macht und ein Umfeld geschaffen, damit sie ihre oftmals schwierigen Einsätze durchführen können. Schließlich bringen die Feuerwehrleute einen Großteil ihrer Freizeit für die Gemeinheit ein. Die Feuerwehr-Philosophie "Retten, Löschen, Bergen, Schützen" würden die Feuerwehrleute für Jedermann und Jederfrau erbringen. Kolkmann appellierte an die Retter, sich auch weiter für Freiheit- und Gleichheitsgrundsätze einzusetzen.

Die Glocke ist wieder zuhause

(bim). Ortsbrandmeister Arne Gewert freute sich bei der Einweihungsfeier über Präsente. Das Erstaunlichste brachten Moisburgs Ortsbrandmeister Peter Meyer und sein Stellvertreter Christian Johannsen mit: die alte Feuerwehr-Glocke der Appeler Wehr aus dem Jahr 1929, die bei einem Brand im August des gleichen Jahres in Moisburg zurückgelassen wurde und die seither dort ihre Aufgabe erfüllte, wie Peter Meyer in einer launigen Geschichte aus Sicht der Glocke beschrieb. Sie sei "eine echte Appelerin, die einzig Wahre und wohlgeformt. Ich war so schön, alle wollten mich einmal anfassen. Auch der Bürgermeister, aber der hatte auch dafür bezahlt", verlas Meyer u.a.. Im neuen Feuerwehrhaus ist die Glocke nun "endlich wieder zuhause".