Neue Tourismus-Tafel an der A26
Autofahrer sollen zum Schloss Agathenburg gelockt werden

Die Stader Außenstellenleiterin Maren Quast (li.) von der Autobahn GmbH freut sich mit Landrat Kai Seefried und Kreisbaurätin Madeleine Pönitz über das neue Schild | Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
  • Die Stader Außenstellenleiterin Maren Quast (li.) von der Autobahn GmbH freut sich mit Landrat Kai Seefried und Kreisbaurätin Madeleine Pönitz über das neue Schild
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Diese braunen Schilder kennt jeder, der schon mal länger auf der Autobahn unterwegs war: Die sogenannten "touristischen Unterrichtungstafeln" weisen auf besondere Ausflugsziele, schöne Landschaften oder eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit hin. Jetzt wurden an der Autobahn A 26 zwei Schilder aufgestellt. Sie weisen auf eines der bedeutendsten historischen Bauwerke im Landkreis Stade hin: das Schloss Agathenburg.

Damit reiht sich das Schloss Agathenburg in den edlen Kreis der bundesweit rund 3.400 Sehenswürdigkeiten ein, für deren Besuch auf den touristischen Hinweistafeln geworben wird. Denn Zweck dieser Tourismusschilder ist es letztlich, die Autofahrer dazu bewegen, einen Abstecher dorthin zu unternehmen. Tatsächlich soll laut einer Untersuchung jeder sechste Autofahrer schon einmal spontan von der Autobahn abgefahren sein, nachdem er ein solches Schild gesehen hat. 

Hinweis auf das schöne Harsefeld

Schloss Agathenburg ist ein "kultureller Leuchtturm"

An der A26 hat die Straßenmeisterei der Autobahn GmbH die Schilder in dieser Woche auf Initiative des Landkreises Stade montiert. "Damit wird ein kultureller Leuchtturm in unserem Landkreis Stade noch sichtbarer", sagt Landrat Kai Seefried, der qua Amt auch Stiftungsratsvorsitzender der Kulturstiftung Schloss Agathenburg. Die Stiftung hatte das Aufstellen der beiden Hinweistafeln vor der Anschlussstelle Dollern beantragt. "Dem Antrag haben wir nach ausführlicher Prüfung sehr gerne stattgegeben", erklärt Maren Quast, Leiterin der Stader Außenstelle der Autobahn GmbH. 

Das Schloss Agathenburg gehört dem Landkreis Stade. Der barocke Backsteinbau wurde 1655 vom Feldherrn Hans Christoph Graf von Königsmarck erbaut. Die Anlage ist durch seine feudale Architektur des 17. Jahrhunderts, den verwunschenen Park und die eindrucksvolle Lage mit Blick auf das Alte Land und die Elbe einzigartig in der Region. Der Graf von Königsmarck orientierte sich bei der Architektur an den Vorbildern des schwedischen Adels. Der dreigeschossige Backsteinbau mit achteckigem Treppenturm ist in seiner Gestaltung deutlich der Renaissance verhaftet. Nur drei Generationen derer von Königsmarck lebten auf Schloss Agathenburg. Bewohnt wurde das Schloss in erster Linie vom weiblichen Teil der Grafenfamilie.

Hinweisschilder auf das Schloss

Heute ist das historische Gebäude Sitz der Kulturstiftung Schloss Agathenburg. Das Schlossmuseum erzählt die spannende Geschichte des Schlosses und seiner Erbauer. 2022 kamen 23.000 Besucher ins Schloss. In diesem Jahr sind dort 68 Kulturveranstaltungen geplant, u.a. Jazz- und Klassikkonzerte, Kunstausstellungen  sowie Lesungen. Das Schloss und der benachbarte Pferdestall sind zudem eine beliebte Kulisse für Hochzeiten. Für die historische Dauerausstellung zur Geschichte der Königsmarcks gibt es inzwischen auch einen Audioguide, den die Besucher neuerdings per QR-Code über ihr Smartphone starten können.

Der historische Schlosspark mit dem kleinen Barockgarten laden zum Spazierengehen und Verweilen ein. Das Schlosscafé lockt nicht nur mit leckerem Kuchen, von der Aussichtsterrasse lässt sich über die Elbe bis nach Schleswig-Holstein blicken. Das Schloss ist auch fußläufig vom Bahnhof Agathenburg (S-Bahn) und mit dem Fahrrad zu erreichen.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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