800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd

Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen

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"Muss man denn unbedingt Stadt sein?"

Gerhard Froelian liebt den Ausblick aus seinem Rathaus-Büro
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Blaulicht

Winsen und Nenndorf
Taschendiebe in Geschäften unterwegs - Senioren bestohlen

Achtung: Taschendiebe unterwegs! Am Dienstag, 27. Oktober, haben in der Zeit zwischen 10.30 Uhr und 10.50 Uhr, Diebe im Aldi-Markt am Altstadtring eine 73-jährige Frau bestohlen. Die Täter entwendeten während des Einkaufens die in der Jackentasche getragene Geldbörse und verließen damit unbemerkt das Geschäft. Mit der Geldbörse gelangten die Täter an mehrere hundert Euro Bargeld sowie Ausweise und eine EC-Karte. Mit dieser versuchen sie anschließend noch Geld vom Konto abzuheben. Gegen 11 Uhr...

Panorama
Ein Metronom-Zug fährt über eines der Nadelöhre für den Hamburger Bahnverkehr: Die Bahnbrücken über die Norderelbe sind marode und müssen in den kommenden Jahren erneuert werden | Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
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Hamburgs Bahn-Nadelöhre werden Dauerbaustellen
Für Hamburg-Pendler kommt es noch dicker: Jahrelange Bauarbeiten an den Elbbrücken

Die vierwöchige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Harburg und Hamburg-Hauptbahnhof für sämtliche Regionalzüge ist womöglich nur ein Vorgeschmack darauf, was Pendlern und Bahnreisenden in den kommenden Jahren bevorsteht. Wer jetzt Mitte 50 ist und täglich mit dem Zug zur Arbeit nach Hamburg fährt, muss bis zu seiner Rente mit Streckensperrungen, Zugausfällen und erheblichen Verzögerungen bei der Fahrt in die City rechnen. Der rund elf Kilometer lange Schienenstrang vom Harburger Bahnhof bis zum...

Blaulicht
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Rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Drei Schwerverletzte bei Explosion in Lauenbrück

Eine gewaltige Explosion, meterweit verstreute Trümmer und ein Mobilheim in Flammen: Im Mobilheimpark „Aukamp“ in Lauenbrück (Samtgemeinde Fintel) ist es am Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr zu einem folgenschweren Unglück gekommen. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen den Brand und verhinderten, dass die Flammen auf weitere Mobilheime übergriffen. Bewohnerin bemerkt Gasgeruch Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte die 77-jährige Bewohnerin des...

Panorama
Sie eröffneten offiziell den Wohnmobil-Stellplatz: Matthias Krohn (v. li., Verkehrsbehörde Stadt Buchholz), Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und Sylvia Müller (Sweco GmbH vom Leader-Regionalmanagement) | Foto: sh
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Viel Komfort für Camper
Wohnmobilstellplatz für Buchholz

Drei Jahre nach der ersten Idee war es nun soweit: Als eine seiner letzten Amtshandlungen hat der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse den Wohnmobilstellplatz am Holzweg eingeweiht. Direkt an der Nordheidehalle können zukünftig ein halbes Dutzend Wohnmobile stehen. "Wir haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht, und haben ihn nun hier mit einer guten Infrastruktur gefunden", so Röhse. Das Schwimmbad ist nur wenige Meter entfernt, auch die Innenstadt ist schnell zu erreichen. Im...

Blaulicht
Drei neue Einsatzfahrzeuge erhielten die Feuerwehren in Bargstedt und Wangersen  | Foto: Feuerwehr
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Fahrzeugübergabe in Bargstedt und Wangersen
Neue Technik für die Feuerwehr, neuer Standort in Bargstedt

Drei neue Feuerwehrfahrzeuge treten für die Freiwillige Feuerwehr Bargstedt und Wangersen in den Dienst und unterstützen die Helferinnen und Helfer bei ihren Einsätzen. Die Übergabe erfolgte durch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück, Kreisbrandmeister Henning Klensang und Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin. Im Zuge der Fahrzeugübergabe wurde auch der Umbau der ehemaligen DRK-Rettungswache in Bargstedt zum zusätzlichen Feuerwehrstandort gewürdigt. Die Feuerwehr Bargstedt erhielt - den von...

Blaulicht
Es gab eine starke Rauchentwicklung | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Buchholz
Starke Rauchentwicklung: Brennender Pkw auf Parkplatz

Am frühen Mittwoch-Nachmittag, 28. Oktober,  wurde die Ortsfeuerwehr Buchholz zu einem brennenden PKW in die Buchholzer Innenstadt gerufen. Auf dem Hinterhof eines Bürogebäudes in der Karlstraße hatte der Motorraum eines Autos Feuer gefangen. Der Fahrer wollte sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Gebäude einparken, als ihm Rauch aus dem Motorraum auffiel. Geistesgegenwärtig stellte der Fahrer das Fahrzeug mit Abstand zum Gebäude und weiteren geparkten Fahrzeugen ab und wählte den Notruf. Bei...

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Baustelle Seppenser Mühlenweg in Buchholz
Hausarrest für Anwohner?

Der Seppenser Mühlenweg wird seit Montag, 26. Oktober, und noch bis Montag, 9. November, in mehreren Abschnitten voll gesperrt, Grund sind Asphaltierungsarbeiten. Die Anwohner sowohl des Seppenser Mühlenweges als auch der angrenzenden Straßen wurden darüber in einem Schreiben informiert, dieses warf bei den Anwohnern aber Fragen auf und führten zu Unmut. "Wir können laut Schreiben 42 Stunden lang nicht mit dem Auto aus dem Habichtweg hinaus und wieder hineinfahren", erklärt Michael Oehlrich,...

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Zeugenaufruf der Polizei
Bewohnerin überrascht Eindringling im eigenen Haus

Ungebetener Besuch in einem Wohnhaus an der Schulstraße in Todtglüsingen: Am Montag, gegen 15.45 Uhr, überraschte eine Bewohnerin einen unbekannten Mann, der sich offenbar durch eine offen stehende Hintertür Zutritt zum Haus verschafft hatte. Als die Frau vom Erdgeschoss ins Obergeschoss ging, stand ihr der Fremde plötzlich gegenüber. Dieser erklärte, er wolle angeblich ein Grundstück und hätte deshalb den Eigentümer gesucht. Anschließend flüchtete er. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts...

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Wohin mit dem deutschen Atommüll? Jetzt wurden die für ein Endlager infrage kommenden Flächen weiter eingegrenzt - auf nicht einmal fünf Prozent des Bundesgebietes (blau-türkise Flächen) | Foto: BGE/KI-generiert
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95 Prozent der Flächen aus dem Rennen
Atommüll-Endlager: Zwei Gebiete in den Landkreisen Stade und Harburg stehen noch auf der Liste

Die Suche nach einem Endlager für Deutschlands hochradioaktiven Atommüll geht in die entscheidende nächste Runde. Und für die Menschen in den Landkreisen Stade und Harburg gibt es eine wichtige Nachricht: Große Teile beider Landkreise sind bei der Suche nach einem möglichen Endlagerstandort jetzt aus dem Rennen. Nur noch zwei kleinere Flächen sollen weiter untersucht werden. Das geht aus den neuesten Karten hervor, die die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag (27. Oktober)...

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Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen
Mit geklautem Linienbus von Baden-Württemburg nach Buxtehude

Ein gestohlener Bus, fast 800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd über die Autobahn: Ein junger Mann aus Baden-Württemberg wollte mit einem geklauten Linienbus eine Internetbekanntschaft in Buxtehude besuchen. Jetzt steht der 22-Jährige vor Gericht. Seine Verteidigerin präsentiert als Grund für die irrsinnige Tour eine abenteuerliche Geschichte, die sich um eine geheimnisvolle Sophie aus Buxtehude dreht.   Kennengelernt auf TikTokEs gibt Liebeserklärungen mit Blumen, Pralinen...

bc. Horneburg. Horneburgs Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian (61) wird nicht noch einmal kandidieren. Seine Amtszeit läuft am 31. Oktober 2014 aus (das WOCHENBLATT berichtete). 40 Arbeitsjahre hat der Mann aus Salzgitter dann hinter sich. Das WOCHENBLATT sprach mit ihm.

WOCHENBLATT: Wie kam es zu Ihrem Entschluss?

Gerhard Froelian: Die finale Entscheidung ist im Urlaub gereift. Ich mag keine halben Sachen. Bei einer neuerlichen Amtsperiode wäre ich am Ende fast 70 Jahre alt. Dann vielleicht nach drei Jahren mit 65 zu sagen, jetzt ist Schluss, wäre kein verantwortungsvoller Umgang mit dem Amt des Bürgermeisters. Ich werde ja direkt von den Bürgern gewählt.

WOCHENBLATT: Rathauschef ist ein stressiger Job. Warum haben Sie ihn trotzdem gerne gemacht?

Froelian: Klar, ist es anstrengend, wenn der Tag um 8 Uhr beginnt und oftmals um 22 Uhr endet. Hinzu kommen die Wochenendtermine. Das Amt nimmt viel, es fließt aber auch sehr viel Positives zurück, wenn man denn Bürgernähe zeigt.

WOCHENBLATT: Hand aufs Herz: Hat Sie der Job auf Deutsch gesagt nicht auch mal "angekotzt"?

Froelian: Nein! Sicherlich gibt es Tage, an denen man ins Bett fällt und nichts mehr hören will. Aber der Job ist eine Mischung aus Be- und Entlastung. Ich plädiere sogar dafür, dass die Amtszeit eines Bürgermeisters von acht auf zehn Jahre verlängert wird. Ein Bürgermeister sollte unabhängig von politischen Stimmungslagen arbeiten können.

WOCHENBLATT: Was werden Sie ab November 2014 vermissen?

Froelian: Dass ich zwingend mit den Bürgern in Kontakt stehe. Die vielen Kommunikationswege machen das Amt spannend.

WOCHENBLATT: Wenn die Gemeinde Gerhard Froelian ein Denkmal setzen würde, wofür?

Froelian (lacht): Ein Denkmal ist zu viel des Guten. Die größte Herausforderung, die vor sieben Jahren auf mich wartete, war die schiefe Finanzlage. Angesichts eines Überziehungskredits in Höhe von vier Mio. Euro in Relation zu einem Gesamthaushalt von sieben Mio. Euro waren wir praktisch pleite. Durch diverse Maßnahmen haben wir den Haushalt konsolidiert. Außerdem hat sich die Zusammenarbeit mit dem Alten Land gut entwickelt.

WOCHENBLATT: Inwiefern?

Froelian: Vor sieben Jahren hatte ich das Gefühl, dass das Konkurrenzdenken zwischen Horneburg und dem Alten Land sehr ausgeprägt war. Mit Hilfe des Leader-Programms haben wir es geschafft, Barrieren abzubauen. Tolle Dinge sind entstanden. Bei uns z.B. der Aussichtsturm in Nottensdorf oder das Bäuerliche Hauswesen in Bliedersdorf. Ziel ist es, dass wir uns als eine Region nochmals für die nächste Periode des Förderprogramms bewerben.

WOCHENBLATT: Was empfinden Sie als Ihre größte Niederlage?

Froelian: Ich muss akzeptieren, dass die Einheitsgemeinde politisch nicht gewollt ist. Unsere Finanzlage ist wieder gut. Es gibt keinen Veränderungsdruck. Dabei hätte die Kommune durch schlankere Verwaltungsstrukturen einen jährlichen Betrag in Höhe von 300.000 Euro einsparen können. Wir hätten z.B. nicht sechs doppische Haushalte aufstellen müssen, sondern nur einen. Ich bin überzeugt, dass eine Einheitsgemeinde der richtige Weg ist.

WOCHENBLATT: Was entgegnen Sie Menschen, die Horneburg als verschlafenes Nest bezeichnen?

Froelian: Muss man denn unbedingt Stadt sein? Wir sind ein ländlich geprägter Ort und das ist gut so. Horneburg kann sich alleine schon aufgrund der geringeren Einwohnerzahl nicht mit Orten wie Harsefeld vergleichen.

WOCHENBLATT: Hat Horneburg genug für die innerörtliche Entwicklung getan?

Froelian: Klar kann man kosmetisch im Ortszentrum immer etwas machen. Da wird auch vieles im Rahmen der Umsetzung des Städtebauförderungsprogrammes passieren. Aber nicht für alle Geschäftsbereiche lohnt es sich, in Horneburg zu investieren. Das muss man realistisch sehen. Wir können uns nicht mit Buxtehude und Stade messen.

WOCHENBLATT: Hat Horneburg touristisches Potenzial?

Froelian: Als Naherholungsgebiet und für Kurzurlauber allemal. Aber um mehr Touristen anzulocken, fehlen auf Samtgemeindegebiet mehr Übernachtungsmöglichkeiten.

WOCHENBLATT: Was fangen Sie im nächsten Jahr mit Ihrer Freizeit an?

Froelian: Ich überlege, mich ehrenamtlich im Entwicklungsdienst zu engagieren. Zuvor muss ich jedoch meine Fremdsprachen-Kenntnisse auffrischen. Vielleicht mit einer Sprachreise nach Malta. Ich werde mich sicherlich nicht geistig zur Ruhe setzen.

WOCHENBLATT: Bleiben Sie denn als gebürtiger Salzgitteraner in Horneburg wohnen?

Froelian: Ja. Horneburg ist ein lebenswerter Ort, weil hier besonders viele engagierte Menschen wohnen. Außerdem bin ich auch ein Stadtkind und liebe die Nähe zu Hamburg.

Gerhard Froelian liebt den Ausblick aus seinem Rathaus-Büro
Redakteur:

Björn Carstens aus Buxtehude

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