Bürger- und Kulturforum Bendestorf:
Barbara Borgstädt nicht wieder Vorsitzende
- Schon lange in Bendestorf angekommen: Barbara Borgstädt
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"Nach 35 Jahren Ehrenamt möchte ich mal etwas kürzertreten", bekennt Barbara Borstädt freimütig. "Ich war ja nur zwei Jahre offiziell Vorsitzende, aber auch zuvor habe ich schon lange im Beirat und im Vorstand mitgearbeitet." Tatsächlich ist die Bendestorferin in sieben Vereinen tätig - vom Freibad-Förderverein bis zum Bürger- und Kulturforum (BKB), für das sie sich mit Herzblut einsetzt. "Für mich gehört ehrenamtliche Arbeit einfach dazu", sagt sie. "Das war schon bei meinen Eltern so, die sich auch engagierten." Und ihr Herz schlägt sehr für Kunst und Kultur.
Von Hamburg über Australien nach Bendestorf
Eigentlich ist sie immer leidenschaftliche Hamburgerin gewesen, berichtet Borgstädt, die aus Hamburg-Eilbek stammt und Grafik und Design in Kiel studierte. In Hamburg war sie nach sieben Jahren in Agenturen auch lange mit eigener Agentur erfolgreich. Damals in den Achtzigern lief es "gerade so richtig gut", sagt sie. "Man hatte viel Arbeit, aber auch viele Freiheiten. Aber ich wollte noch einmal im Ausland leben. Ich springe halt gern mal ins kalte Wasser." Die Wahl fiel auf Australien, das sie 1990 zusammen mit ihrem Mann Uwe Ochsler ein halbes Jahr mit Auto und Zelt bereiste, wo sie viele Kontakte knüpfte und auch für eine Zeit einen Job fand. "Da wohnten wir dann möbliert, aber immerhin in einer Wohnung", lacht Barbara Borgstädt.
1991 zurück in Hamburg die nächste Umstellung: Wiedervereinigung, keine Chance auf dem Wohnungsmarkt. "So verschlug es uns nach Bendestorf, in das Haus der Großmutter meines Mannes." Ein Glücksfall, wie sich herausstellte: Hier schlug Barabara Borgstädt so richtig Wurzeln, arbeitete wieder selbstständig als Grafikerin, wurde gleich vom Nachbarn zum BKB "mitgeschnackt“ – und ist dabeigeblieben.
Früher auch Ausstellungen
"Damals klebten wir noch Kopien auf Plakate", erinnert sich Borgstädt. Alles verlief sehr viel ruhiger: Man habe auch weniger Veranstaltungen geplant, darunter auch noch Ausstellungen in der Bendestorfer Thiemann-Scheune. Heute organisiert das BKB meist mehr als zehn Veranstaltungen im Jahr, von den über den Landkreis hinaus bekannten Klaviertagen bis zum Weihnachtsmärchen für Kinder - alles ehrenamtlich organisiert in der kleinen Nordheide-Gemeinde.
Im kommenden Jahr 2027 feiert der Verein seinen 100. Geburtstag. Dazu hat Barbara Borgstädt noch einen Wunsch: "Wir brauchen weiter Unterstützer, die uns bei der Hintergrundarbeit helfen, mal bei Veranstaltungen Bier zapfen mögen oder gute Ideen für Events haben. Bei uns findet jeder seine Lieblingsaufgabe." Dafür müsse man nicht Mitglied werden - einfach eine E-Mail an info@bk-bendestorf.de schreiben oder über die Homepage beim Verein melden.
Programm für 2026
Auf dem Programm fürs nächste Halbjahr stehen aktuell sieben Veranstaltungen, vom A-cappella-Konzert „A tribute to Sting" mit Ninive (Samstag, 7. März, Tickets 23 Euro) übers Osterbasteln für die ganze Familie (Sonntag, 15. März, Tickets 10 Euro) bis zu den Klaviertagen (ab 28. August), nachzulesen und zu buchen über die BKB-Homepage.
Am Freitag, 20. März, steht erst einmal die Jahreshauptversammlung des BKB an. Dann wird auch der Vorstand neu gewählt – diesmal ohne Barbara Borgstädt auf der Kandidatenliste. "Ich mache mal den Weg frei", lacht sie. "Und ich möchte mich bei all den Aktiven bedanken, die es möglich machen, unser facettenreiches Programm zu realisieren."
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