Kosten: voraussichtlich 690.000 Euro
Der Bossard-Tempel wird 2021 saniert

"Die Fensterrahmen sind marode und müssen dringend erneuert werden", erklärt die kaufmännische Geschäftsführerin der Kunststätte Bossard, Heike Duisberg-Schleier
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as. Jesteburg. Das Mauerwerk ist feucht und die dreieckigen Fenster sind locker: Der Kunsttempel der Kunststätte Bossard in Jesteburg muss im kommenden Jahr dringend saniert werden. Etwa 690.000 Euro wird die Sanierung kosten. Die notwendigen Fördermittel sind bereits beantragt.

Die Baumaßnahme wird sich über sechs bis acht Monate erstrecken. "Es ist die erste Sanierung des Bauwerks überhaupt", betont die kaufmännische Geschäftsführerin der Kunststätte Bossard, Heike Duisberg-Schleier. "Es handelt sich hier nicht um eine Luxus-Sanierung. Wir machen wirklich nur das Notwendigste, um den Kunsttempel zu erhalten", so Duisberg-Schleier. Sie hofft, dass das Großprojekt in der ersten Jahreshälfte 2021 begonnen werden kann.

Der zwischen 1926 und 1928 entstandene Hauptraum und der 1936 errichtete Vorbau müssen nach rund 100 Jahren instand gesetzt werden. Probleme bereiten vor allem das feuchte Mauerwerk und die maroden Fensterrahmen, auch die Plastiken an der Außenwand müssen überarbeitet werden. Besonders betroffen ist der Vorbau, der, anders als der Kunsttempel selbst, nicht von einem Bauunternehmer, sondern von Johann und Jutta Bossard selbst errichtet wurde. "Leider wurden nicht immer die hochwertigsten Materialien verbaut. Jutta und Johann Bossard haben mit dem gearbeitet, was sie kriegen konnten", berichtet Duisberg-Schleier. Jetzt könne man die Sanierung nicht weiter aufschieben. Und das Wohnhaus muss anschließend ebenfalls instand gesetzt werden. "Für uns stellt sich aber nicht die Frage, ob wir die Gebäude erhalten, sondern wann", betont Heike Duisberg-Schleier. Denn die Kunststätte Bossard sei als registriertes Museum zum Erhalt der Anlage verpflichtet.

Wie andere Freizeiteinrichtungen auch, ist die Kunststätte Bossard aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht für Besucher geöffnet. "Die Schließung ist für uns keine schöne Situation, da wir unserem Kerngeschäft, der Museums- und Vermittlungsarbeit, nicht nachgehen können", sagt Heike Duisberg-Schleier. Doch auch ohne Museumsbetrieb gibt es genug zu tun für das Bossard-Team. Das drei Hektar große Gelände muss auch in Corona-Zeiten gepflegt werden. Der Museumsshop wurde neu gestrichen, Exponate archiviert und die hauseigene Bibliothek auf den neuesten Stand gebracht. "Wir planen gerade intensiv das neue Jahr", sagt die Geschäftsführerin. Anfang des Jahres soll der Veranstaltungskalender für 2021 erscheinen, im Programm sind ganz neue Veranstaltungsformate wie z.B. die Diskussionsreihe "Reden wir über Bossard".

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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