Von Umweltfilmen zu Liebesbriefen aus Nizza
Naturfilmfest im Filmmuseum
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Das dritte Naturfilmfest unter dem Titel „Films for Future“ im Naturpark Lüneburger Heide hat in diesem Jahr zahlreiche Filmbegeisterte und Neugierige erreicht und für zufriedene Gesichter im Filmmuseum Bendestorf gesorgt. Neben diesem Spielort waren auch Kinos in Schneverdingen, Lüneburg, Buchholz und erstmals Walsrode beteiligt. Thematisch standen erneut Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.
Aufgrund personeller Veränderungen war in diesem Jahr mehr Eigeninitiative der Kinos bei der Programmgestaltung und Organisation gefragt. Neben der Auswahl passender Filme lud jedes Kino Experten zu Filmgesprächen ein. Die feierliche Eröffnung fand in Bendestorf vor geladenen Gästen und Sponsoren statt. Schirmfrau des Festivals, die ehemalige niedersächsische Umweltministerin Dr. Monika Griefahn, führte Gespräche mit Prof. Michael Braungart von der gemeinnützigen Organisation „Cradle to Cradle“ sowie mit dem Journalisten Florian Schwinn, bekannt durch seinen Podcast „Führerschein für Einkaufswagen“. Die Diskussion wurde per Livestream in die anderen teilnehmenden Kinos übertragen. Anschließend wurde in allen beietigten Kinos der Dokumentarfilm „Plastic Fantastic“ gezeigt, der sich mit den Auswirkungen von Mikroplastik auf Umwelt und Mensch befasst und sowohl Wissenschaftler als auch Vertreter der Kunststoffindustrie zu Wort kommen lässt.
„Wir wollten nicht nur Dokumentarfilme präsentieren, sondern auch Spielfilme zeigen, die auf unterhaltsame Weise Umweltthemen behandeln“, sagt Programm-Koordinator Sven Simonsen vom Freundeskreis Filmmuseum Bendestorf. So sorgte die britische Komödie „Lachsfischen im Jemen“ für viele Lacher. Passend dazu konnten die Besucher Fischspezialitäten aus der nachhaltigen Forellenzucht von Wolfgang Kröger aus Wörme probieren, während dieser über seine Arbeit informierte. In den anschließenden Gesprächsrunden nutzten Zuschauer die Gelegenheit, Fragen an Experten, Landwirte oder Wissenschaftler zu stellen.
Auch Kinder und Jugendliche kamen auf ihre Kosten. Am Wochenende lockten „Die Eiche – mein Zuhause“ und das aktuelle Abenteuer von „Checker Tobi“ Familien ins Produzentenkino Bendestorf. Dank der dort installierten 35mm-Filmtechnik wurden zudem zwei Filme in analoger Projektion vorgeführt.
Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Programm in Bendestorf um zwei Tage für Schulklassen erweitert. Insgesamt erreichte das Festival in allen fünf beteiligten Kinos rund 1.000 Schülerinnen und Schüler – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur letzten Ausgabe vor zwei Jahren. „Wir hatten in Bendestorf bei den neun Filmen trotz des guten Wetters am Wochenende deutlich mehr Zuschauer“, resümiert Simonsen zufrieden.
Auch Festivalkoordinator Hartmut Fach vom Kulturverein Schneverdingen zeigte sich erfreut und dankte allen Mitwirkenden, die monatelang an der Planung beteiligt waren und das Festival vor und hinter den Kulissen unterstützt haben.
Als nächster Film im Produzentenkino Bendestorf wird am 26. März um 19:00 Uhr die französische Komödie „Liebesbriefe aus Nizza“ gezeigt – eine turbulente Sommerkomödie von Regisseur Ivan Calbérac. Karten können über die Website www.film-bendestorf.de reserviert werden, die über weitere Details zum Programm informiert.
Leserreporter:Filmmuseum Bendestorf aus Jesteburg |
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