Neue Hoffnung für den Kunstpfad?

Heidi Seekamp (li). und Dr. Gudula Mayr hoffen auf die Unterstützung 
der Jesteburger bei der Vollendung des Kunstpfads
  • Heidi Seekamp (li). und Dr. Gudula Mayr hoffen auf die Unterstützung
    der Jesteburger bei der Vollendung des Kunstpfads
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Dr. Gudula Mayr und Heidi Seekamp wollen Projekt unter Einbeziehung der Bürger zum Abschluss bringen.

mum. Jesteburg. Wohl über kaum ein Projekt wurde zuletzt in Jesteburg so leidenschaftlich gestritten wie über den Kunstpfad. Die einen glauben, er sei wichtig für den Ort, für die anderen steht er für die Verschwendung von Steuermitteln. Eigentlich soll der 4,2 Kilometer lange Weg das Kunsthaus in der Dorfmitte mit der Kunststätte Bossard in Lüllau verbinden. Dabei führt die landschaftlich interessante Strecke entlang der Seeve, vorbei an Feldern bis zum Ziel. Doch welche Kunst findet sich entlang der Strecke? Die Objekte und vor allem die Umsetzung stießen in Jesteburg auf wenig Gegenliebe. Und gipfelte darin, dass mit Isa Maschewski die Kuratorin die Brocken hinwarf.
Nun wagen sich mit Dr. Gudula Mayr (Leiterin der Kunststätte Bossard) und Heidi Seekamp zwei engagierte und im Dorf wertgeschätzte Bürgerinnen an die Vollendung des Projektes. "Wir haben Respekt vor dem, was Isa Maschewski bislang gemacht hat", so Seekamp. "Es geht uns aber nicht darum, den Kunstpfad in ihrem Sinne zu beenden." Vielmehr sind die beiden Frauen davon überzeugt, dass der Kunstpfad eine Bereicherung für Jesteburg ist - sowohl für die Jesteburger selbst, als auch für auswärtige Gäste.
Maschewski stand vor allem in der Kritik, weil sie nicht mit den Bürgern kommunizierte. Zudem unterliefen ihr handwerkliche Pannen in Planung und Umsetzung. "Vor allem die Fehler in der Kommunikation wollen wir nicht wiederholen", sagt Heidi Seekamp. "Unser Ziel ist es, die Jesteburger abzuholen." Seekamp sprach bereits mit zahlreichen Geschäftsleuten und potenziellen Partnern. "Das Ergebnis ist sehr positiv. Uns wurde viel Unterstützung in Aussicht gestellt." Darüber hinaus erarbeitete Seekamp sogar zwei Alternativ-Routen - eine für Familien und eine "der kurzen Wege" etwa für Menschen, die nicht mehr ganz so mobil sind.
Um ihre Arbeit auf breite Füße zu stellen, schlagen Seekamp und Mayr nun die Gründung einer Kunst-Kommission vor. "In Buchholz gibt es so eine Kommission bereits seit vielen Jahren." Seekamp ist davon überzeugt, dass die Kommission die Möglichkeit bietet, Konfliktsituationen bereits im Vorfeld aufzulösen. Dieser Gruppe sollen außer Seekamp und Mayr unter anderem Vertreter des Kunstvereines, der in Jesteburg tätigen Künstler, der Verwaltung und des VfL Jesteburg angehören. Gemeinsam sollen die Mitglieder Vorschläge sammeln und Maßnahmen festlegen. Seekamp und Mayr trauen sich zu, externe Geldmittel einzuwerben. Allerdings regen die Frauen auch an, bei größeren Vorhaben einen externen Kurator mit ins Boot zu holen. Diesen wiederum wird es nicht zum Nulltarif geben.
Zuletzt sprachen Mayr und Seekamp bei allen Fraktionen vor. "Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Es gab Unterstützung, gute Hinweise und leider auch Ablehnung", so Mayr. Einig seien sich die Parteien darin gewesen, nicht in der Kommission eingebunden werden zu wollen.
• Erstmals öffentlich vorgestellt wird das Konzept von Dr. Gudula Mayr und Heidi Seekamp am heutigen Mittwoch, 27. Februar, im Zuge der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Das Treffen beginnt um 19 Uhr im Sitzungsraum der Seniorenbegegnungsstätte (Sandbarg 32).

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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