„Polizisten-Mord“ in Brackel: ZDF-Krimi „Nachtschicht“ wird in Brackel und Harburg gedreht

Robert Palfrader zieht seine Pistole, öffnet die Beifahrertür eines Streifenwagens und erschießt einen Polizisten, ohne mit der Wimper zu zucken - geschehen am Mittwoch bei Brackel
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  • Robert Palfrader zieht seine Pistole, öffnet die Beifahrertür eines Streifenwagens und erschießt einen Polizisten, ohne mit der Wimper zu zucken - geschehen am Mittwoch bei Brackel
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(mum). Blaulicht, Absperrband und ein Streifenwagen - die Kreisstraße 59 zwischen Brackel und Asendorf (Samtgemeinde Hanstedt) glich am Mittwoch dem Schauplatz eines Verbrechens. Und tatsächlich - ein Polizist wurde erschossen. Die Szene bildet den Auftakt für den 13. Film der ZDF-Krimireihe „Nachtschicht“ mit dem Arbeitstitel „Der letzte Job“. Regisseur Lars Becker greift diesmal ein sehr aktuelles Thema auf. Es geht um Flüchtlinge und Menschenhandel. Der Film ist prominent besetzt. Unter anderem sind Barbara Auer, Armin Rohde, Florian Lucas, Minh-Khai Phan-Thi und Christoph Letkowski dabei. Der Österreicher Robert Palfrader schlüpft in die Rolle des Mörders.
„Eigentlich sollte die Handlung im Rotlicht-Milieu spielen“, so Becker. „Aber mir war es sehr wichtig, etwas zum Thema Flüchtlinge zu machen.“ Das Team des Kriminaldauerdienstes (KDD) untersucht den Mord an einem Polizeihauptmeister. An der polnischen Grenze werden Unbekannte wegen überhöhter Geschwindigkeit von einem Streifenwagen angehalten. Als der Polizist den Wagen durchsuchen will, wird er erschossen. Diese Szene entstand am Mittwoch auf der Kreisstraße nach Brackel, die dafür zwischen 8 und 18.30 Uhr komplett gesperrt werden musste.
Die weitere Handlung: Zeugen wollen Ausländer im Bus gesehen haben - möglicherweise Flüchtlinge aus Afrika. Als das Fahrzeug leer in einem Hamburger Parkhaus gefunden wird, machen sich Lisa Brenner (Auer) und Yannick Kruse (Letkowski) auf den Weg zu einer ehemaligen Schule, die nun eine Flüchtlingsunterkunft ist. Dort spricht Brenner mit der traumatisierten Syrerin Odile Bakri (Pegah Ferydoni), die am Vortag mit ihrem kleinen Sohn in der Unterkunft aufgenommen wurde. Als die Frau später noch einmal befragt werden soll, ist sie verschwunden. Die Ereignisse überschlagen sich und dem Team der „Nachtschicht“ bleibt nicht viel Zeit.
Wie bei allen bisherigen „Nachtschicht“-Krimis stammt das Buch von Lars Becker, der auch Regie führt. „Diese Folge ist etwas Besonderes“, sagt Becker. Unter anderem wurde in Flüchtlingsunterkünften in Wilhelmsburg und Harburg gedreht. „Die Atmosphäre dort geht sehr unter die Haut“, so der Regisseur. Das Gespräch zwischen Lisa Brenner und der Syrerin verdeutlicht die Schwierigkeit, echtes Vertrauen bei Flüchtlingen zu gewinnen.
Das Set in Brackel umfasste fast 60 Personen - darunter Schauspieler, Komparsen und Film-Team. Anders als bei konventionellen Krimiserien steht bei den „Nachtschicht“-Filmen nicht die Lösung eines Falls im Vordergrund, sondern vielmehr die Dynamik der jeweiligen Handlung sowie die Personen, die daran beteiligt sind. Die Haupthandlung der einzelnen Folgen ist zeitlich jeweils auf den Turnus einer Nachtschicht - also von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens - komprimiert. Aus dem Rahmen üblicher Polizeiserien fällt auch der stark an den Neo-Noir-Thriller angelehnte Inszenierungsstil. Gastauftritte hatten schon Götz George, Jürgen Prochnow und Uwe Ochsenknecht.
• Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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