Arbeitskreises "Funkturm Osterberg"
Ungebrochenes Interesse

Etwa 80 Personen sahen den Film im Jesteburger "Heimathaus"
  • Etwa 80 Personen sahen den Film im Jesteburger "Heimathaus"
  • Foto: Arbeitskreis Funkturm Osterberg
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Arbeitskreis "Funkturm Osterberg" zeigte Film über gesundheitliche Wirkung von Mobilfunkstrahlung.

mum. Jesteburg.
Auf Initiative des Arbeitskreises "Funkturm Osterberg" fand am Montag im Jesteburger "Heimathaus" ein Filmvortrag über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Mobilfunkstrahlung statt (das WOCHENBLATT berichtete). Gezeigt wurde "Faktencheck - Die gesundheitliche Wirkung der Mobilfunkstrahlung" von Lothar Moll und Klaus Scheidsteger. Anlass der Veranstaltung sind die Planungen, auf Jesteburger Gemeindegebiet drei neue Funkmasten zu errichten.
Waren es Anfang Mai anlässlich der ersten Vorführung des Films nur knapp 20 interessierte Zuschauer, füllte sich diesmal das "Heimathaus" nahezu komplett - etwa 80 besorgte Bürger wollten sich den Dokumentarfilm nicht entgehen lassen. Auch von Seiten der Gemeinde war außer Vertretern der Grünen mit Gudrun Behrens (parteilos) die stellvertretende Gemeindedirektorin anwesend.
Der Film klärt über die Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Gesundheit auf. Unter anderem wird auf eindrucksvolle Weise belegt, wie besonders Kinder durch die Mobilfunknutzung geschädigt werden können, was im Hinblick auf die anstehende Digitalisierung der Schulen eine besondere Brisanz darstellt. "Wünschenswert erschien es daher den Zuschauern, diese Problematik den Lehrern der Schulen nahezubringen", sagt Johannes Wienand, Mitglied des Arbeitskreises "Funkturm Osterberg".
Aufgrund des großen öffentlichen Interesses und der Nachfragen der Besucher beabsichtigt der Arbeitskreis außer weiteren Aktionen, den Film noch ein drittes Mal zu zeigen. "Sinn dieser Aufklärungsarbeit ist die wünschenswerte Beteiligung der Bürger an den bevorstehenden Entscheidungen bezüglich der Aufstellung der Funkmasten", so Wienand. "Ihre Gesundheit ist unmittelbar betroffen."
• Der Arbeitskreis ist zu erreichen via E-Mail an info@arbeitskreisosterberg.de.
• In Jesteburg wird es mindestens in den kommenden zwölf Monaten keinen neuen Sendemast geben. Der zuständige Ausschuss sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde durch ein Fachbüro ein Telekommunikations-Konzept erstellen lässt. Darin soll unter anderem festgehalten werden, wo künftig Sendemasten aufgestellt werden sollen und wo nicht. Auch sollen in diesem Papier das Thema Mobilfunk und sämtliche Alternativen - etwa Glasfaser - berücksichtigt werden. Weiterhin setzt Jesteburg auf ein Dialogverfahren mit der Telekom.

"Erschütternde Erkenntnisse"
In dem Film besucht eine deutsch-österreichische Delegation aus Ärzten, Wissenschaftlern und Mobilfunk-Experten den Briten Barrie Trower. Seine Kenntnisse im Bereich der Mikrowellen-Strahlung hatte er als Berufssoldat bei der Royal Navy und beim britischen Geheimdienst erworben. Seit vielen Jahren gilt Trower als Warner vor den Konsequenzen der Belastungen durch die Mobilfunkstrahlung. Denn die heutige digitale Kommunikation basiert auf der ursprünglich militärisch genutzten Mikrowellen-Übertragung. Der Film bleibt den teilweise erschütternden Erkenntnissen des Briten auf der Spur und versucht, diese mit den Ergebnissen der aktuellen Forschung faktisch zu überprüfen. Außerdem werden nützliche Tipps für den täglichen Umgang mit Smartphones, Tablets und WLAN angeboten, die sich vor allen Dingen an Schwangere und junge Menschen richten.

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