++ A K T U E L L ++

Keine Corona-Notbremse im Landkreis Stade

Wenn Helfer Hilfe benötigen - Dörthe Heien betreut für den Kirchenkreis Hittfeld Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Dörthe Heien soll den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern zur Seite stehen
  • Dörthe Heien soll den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern zur Seite stehen
  • Foto: Kirchenkreis Hittfeld
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

(mum). Sie geben Deutsch-Kurse, spielen Memory mit den Flüchtlingen, backen Kuchen für das Internationale Café, begleiten Männer aus Syrien, Pakistan oder dem Iran zu Ämtern, organisieren Sportangebote oder reparieren Fahrräder: Viele Ehrenamtliche engagieren sich für die Flüchtlinge in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Hittfeld. Dabei haben sie selbst auch Fragen, möchten sich mit anderen Ehrenamtlichen austauschen oder suchen Beratung. Seit April dieses Jahres ist Dörthe Heien zuständig für die Betreuung ehrenamtlich Mitarbeitender in der Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Hittfeld. Sie kümmert sich um Ehrenamtliche, gibt Kirchengemeinden Hilfestellung in der Flüchtlingsarbeit, wird ein Netzwerk unter den Gemeinden aufbauen und Seminare anbieten.
„Zunächst unterstütze ich die kleineren Gemeinden in ihrer Flüchtlingsarbeit. Ich werde dabei helfen, Ehrenamtliche zu finden und zu begleiten, Strukturen für ein Internationales Café, für Mail-Verteiler und ein funktionierendes Netzwerk vor Ort aufzubauen“, so Dörthe Heien. Nach einer Anfangszeit soll die Flüchtlingsarbeit dann von der Gemeinde selbst übernommen werden. Die größeren Gemeinden wie etwa Tostedt, Buchholz, Neu Wulmstorf oder Hittfeld sind in der Betreuung der Flüchtlinge mit großen Helferkreisen schon gut aufgestellt, auch kleinere Gemeinden etwa wie Klecken oder Hollenstedt haben gute Projekte ins Leben gerufen und können ihre Erfahrungen weitergeben.
„Ich berate in erster Linie die Ehrenamtlichen, für die Flüchtlinge sind die Flüchtlingssozialarbeiter vor Ort die richtigen Ansprechpartner“, sagt Dörthe Heien. Sie weiß um die zwei Seiten eines Engagements: „Ehrenamtliche wollen helfen, verstehen dann aber nicht, wenn die Hilfe nicht so angenommen wird, wie sie es sich vorstellen. Sie müssen auch mit Frustration umgehen und erkennen, dass es nicht hilfreich ist, wenn sie zu fordernd auf die Flüchtlinge zugehen.“
Dörthe Heien wird ein Netzwerk über Kirchengemeindegrenzen aufbauen und Austausch-Abende, Seminare und Fortbildungen für Ehrenamtliche anbieten. Themen wie „Nähe und Distanz“, rechtliche Grundlagen zum Aufenhaltsrecht oder interkulturelle Kompetenz werden in Seminaren mit externen und internen Experten angeboten. So soll es ab Herbst im neuen Beratungszentrum des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen in Buchholz in der Neuen Straße auch eine Sprechstunde für Ehrenamtliche geben. Die halbe Stelle der Betreuung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit wird von der Klosterkammer Hannover und dem Kirchenkreis Hittfeld finanziert. Dörthe Heien ist mit einer weiteren halben Stelle Leiterin der BISS, der Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt.
• Dörthe Heien ist erreichbar per E-Mail (heien@diakonie-hittfeld-winsen.de) und per Telefon: 0151 - 20527517.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Service

13. April: Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg
72,71: Inzidenzwert deutlich höher

(sv). Der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Dienstag, 13. April, wieder deutlich angestiegen: von 60,6 am Vortag auf aktuell 72,71. Über Ostern war die Inzidenz zurückgegangen, was laut RKI-Präsident Lothar Wieler unter anderem an weniger durchgeführten Tests lag (das WOCHENBLATT berichtete). Wieler betonte, dass sich erst im Laufe dieser Woche zeigen werde, wie sich die Corona-Zahlen nach den Osterferien tatsächlich entwickeln. Die Zahl der aktiven Fälle steigt...

Panorama
Dr. Hans-Dieter Trosse und seine Frau Heidi fühlen sich wohl in ihrer Wohnung im DRK-Zentrum in Hanstedt. Bei ihnen gilt, möglichst viel zu lachen.
2 Bilder

DRK-Zentrum Hanstedt
Heidi und Hans-Dieter Trosse sind froh, schon früh ins Betreute Wohnen gezogen zu sein

sv. Hanstedt. Sie lachen und scherzen gerne, reden genauso viel über das Heute und Morgen wie über das Gestern und sind vor allem eines: optimistisch im Angesicht ihres Alters. Heidi (80) und Hans-Dieter Trosse (86) leben bereits seit drei Jahren mit ihren zwei Zwergschnauzern in einer Wohnung im DRK-Zentrum "Haus am Steinberg" in Hanstedt. Obwohl sie das Glück haben, noch weitgehend fit für ihr Alter zu sein. Ihre Entscheidung für das Betreute Wohnen, bevor es notwendig wird, sehen sie nicht...

Service

Akute Corona-Fälle im Landkreis Stade durchbrechen 400er-Marke
Aktuelle Corona-Fallzahlen pro 10.000 Einwohner: Horneburg und Harsefeld an der Spitze

jd. Stade. Harsefeld ist wieder Corona-Spitzenreiter: Die Samtgemeinde weist bei den aktuellen Corona-Fällen erneut den höchsten Wert im Landkreis Stade auf. In der Geest-Kommune gibt es derzeit 78 Personen, die sich aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation befinden. Erst danach kommen die beiden Städte: In Buxtehude gibt es 73 aktuelle Fälle und in Stade 60.  Die absoluten Zahlen sind allerdings nicht aussagekräftig, wenn man einen Vergleich zwischen den einzelnen Kommunen ziehen...

Panorama
Manfred Pankop zeigt die ärztliche Bescheinigung, dass er aus 
gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen muss

Neu Wulmstorfer fühlt sich aufgrund seiner Erkrankung diskriminiert
"Wo darf ich noch ohne Maske einkaufen?"

sla. Neu Wulmstorf. Manfred Pankop ist verzweifelt. Im vergangenen Jahr wurde der 65-Jährige wegen Verdachts auf Lungenkrebs an der Lunge operiert. Zum Glück bestätigte sich der Verdacht nicht, da es sich um einen gutartigen Tumor handelte, der ihm entfernt wurde. Dennoch ist der Neu Wulmstorf seitdem gesundheitlich stark beeinträchtigt und ausgesprochen kurzatmig. Insbesondere das Tragen der Corona-Schutzmaske verursache bei ihm regelrechte Atemnot, verbunden mit extremen Hustenanfällen. "Ich...

Panorama

Corona-Ausbrüche in vier Betrieben: Fälle hängen miteinander zusammen
Inzidenzwert im Landkreis Stade liegt drei Tage hintereinander über 100

jd. Stade. Drei Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 100er-Marke: Der Landkreis Stade gilt jetzt als Hochinzidenzgebiet. Welche Konsequenzen das haben kann, ist allerdings noch offen. Am Sonntag lag der Inzidenzwert erstmals in diesem Jahr über 100. Gemeldet wurden 113,0 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Montag war der Wert mit 112,0 Fällen pro 100.000 Einwohner nur unwesentlich niedriger. Für den heutigen Dienstag wird eine Inzidenz von 113,9...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen