Neues aus der Jesteburger Verwaltung
Jesteburgs "Allzweckwaffe" Thomas Burmester geht in den Ruhestand

Einer kommt, eine geht: Hans-Heinrich Aldag (re.) verabschiedete Thomas Burmester in den Ruhestand und begrüßte dessen Nachfolgerin Petra Buzina
  • Einer kommt, eine geht: Hans-Heinrich Aldag (re.) verabschiedete Thomas Burmester in den Ruhestand und begrüßte dessen Nachfolgerin Petra Buzina
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

mum. Jesteburg. Abschied und Neuanfang liegen nah beieinander: Im Zuge der jüngsten Sitzung des Jesteburger Samtgemeinderates verabschiedete Ratsvorsitzender Hans-Heinrich Aldag (CDU) Bauamtsleiter Thomas Burmester in den Ruhestand. Offiziell ist Burmester zwar noch bis Ende des Monats im Dienst, doch es war seine letzte offizielle Sitzung. Passend dazu begrüßte Aldag mit Petra Buzina quasi die Nachfolgerin. Buzina wurde im Zuge de Sitzung einstimmig zur Ersten Samtgemeinderätin und damit zur allgemeinen Vertreterin von Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper gewählt (siehe Bericht unten).

Mit 15 Jahren beim Landkreis angefangen

Thomas Burmester begann vor 47 Jahren - er war gerade einmal 15 Jahre alt - eine Lehre beim Landkreis Harburg. Nach Mittlerem Dienst, Verkehrsamt, Schulverwaltungsamt und Schülertransport ging es 18 Jahre später - am 1. Oktober 1991 - in die Samtgemeinde Jesteburg. "Wir haben nie bereut, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben", betonte Aldag. Zudem bezeichnete Aldag Burmester als "Allzweckwaffe" im positiven Sinn. "Wo auch immer Sie eingesetzt wurden, Sie haben stets einen guten Job gemacht."

Tatsächlich gibt es in der Samtgemeinde-Verwaltung kaum einen Bereich, in den Burmester nicht gewirkt hat. Ab 1992 war er für die Betreuung von Asylbewerbern und Obdachlosen zuständig. Zwei Jahre später übernahm er die Leitung des Ordnungsamtes. Zu seinem Aufgabengebiet gehörte unter anderem das Einwohnermeldeamt (mit Standesamt). Er war für Gewerbe, Wahlen und Statistiken sowie das Friedhofswesen zuständig. Nebenbei übernahm er die Vertretung im Bauamt. Ab August 2000 bis Juni 2001 absolvierte Burmester einen Aufstiegslehrgang für den gehobener Dienst.

Infolge der Umstrukturierung der Amtsbereiche 2002 von vier auf drei, übernahm Burmester zusätzlich zum Ordnungsbereich noch die Themen Feuerwehr, Personal, Jugend, Kultur, Schule und Sport. Anfang 2008 wurde Burmester schließlich Leiter des Bauamts und im selben Jahr Vertreter des Samtgemeinde-Bürgermeisters. Im Juli 2012 ernannte ihn der Samtgemeinderat zum "1. Samtgemeinderat" (Wahlbeamter). Voriges Jahr folgte der letzte Karrieresprung: Die Zusammenlegung der Fachbereiche Bauen und Ordnung, dessen Leiter er wurde.

"So" kündigte emotionalen Ausbruch an

In Jesteburg hat Burmester mit Peter Rieckmann, Annette Manger-Scheller und Hans-Heinrich Höper in 29 Jahren drei Vorgesetzte erlebt. "Mit allen sind Sie brillant klar gekommen", so Aldag. Für ihn sei das allerdings auch kein Wunder, denn Thomas Burmester zeichne "eine große Freundlichkeit und Höflichkeit, profunde Sachkunde und ein ausgleichendes Temperament aus". Es heißt, ein emotionaler Ausbruch kündige sich mit dem Wort "So" an - und jeder weiß, was gemeint sei.

Aldag sei davon überzeugt, dass Burmester gemeinsam mit Kerstin Kirchner ein kongeniales "Arbeits-Dream Team" im Bauamt gebildet hat.
"Lieber Thomas Burmester, im Namen des Rates danke ich Ihnen herzlich für Ihr großes Engagement zu Gunsten einer effektiv funktionierenden Gemeinde-Verwaltung", so Aldag.

Mehr Zeit für die Familie

Seine Freizeit möchte Thomas Burmester mit Fahrradfahren und Lesen - er mag Thriller von Sebastian Fitzek - nutzen. Und natürlich will er sich mehr Zeit für seine Familie nehmen. "Ich wohne zwar in Stelle, aber Jesteburg ist mein zweites Zuhause geworden", sagt Burmester zum Abschied. Eigentlich hatte er vor, am 26. Juni zu einem kleinen Empfang in das "Heimathaus" einzuladen. Doch Corona-bedingt wird das ausfallen. "Aber ich werde mir noch etwas einfallen lassen", verspricht er. "Ich möchte es aber nicht versäumen, mich bei allen zu bedanken - bei den Mitarbeitern im Rathaus, der Politik und natürlich den Bürgern. Ich habe vieles dazugelernt."


"Ich möchte ein Teil dieser Familie werden"
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"Ich freue mich auf das Team der Verwaltung und möchte ein Teil dieser Familie sein", sagte Petra Buzina. Im Zuge eines Auswahlverfahren konnte sich die 53-Jährige gegen mehrere Konkurrenten durchsetzen.
Zuletzt war Buzina als Verwaltungsleiterin für die "Großleitstelle Oldenburger Land" verantwortlich. Das ist die für die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst und Oldenburg zuständige Feuerwehr- und Rettungsleitstelle. Dort werden die Notrufe und Hilfeersuche aus den Bereichen Brandschutz, Hilfeleistung, Rettungsdienst und Krankentransport für über 735.000 Einwohnern bearbeitet.

Petra Buzina ist geschieden und hat eine 19 Jahre alte Tochter. Die gebürtige Oldenburgerin zählt zu ihren Hobby unter anderem Reisen, Kino, Essen gehen, Garten, Natur, Haustiere, handwerkliche und technische Arbeiten sowie Fahrrad- und Skifahren. In Jesteburg reizt sie die Arbeit zwischen den Schnittstellen Verwaltung, Politik und Bürger. "Ich freue mich auf die Vielseitigkeit meiner verantwortungsvollen Aufgabe", so Buzina. Entsprechend der Stellenausschreibung möchte sie eine aktive Rolle im Veränderungsmanagement einnehmen und die Entwicklung der Samtgemeinde vorantreiben.
Petra Buzina hat bereits eine Wohnung in Jesteburg gefunden. "Ich werde allerdings - wenn es die Termine zulassen - am Wochenende vorerst in Oldenburg wohnen."

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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