Jesteburg
Vortrag "Unser archäologisches Erbe in Gefahr?"
- Kreisarchäologe Jochen Brandt informiert in Jesteburg über die geplante Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes
- Foto: sra
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Der Kreisarchäologe Jochen Brandt, Leiter der Bodendenkmalpflege des Landkreises Harburg, geht auf Einladung des Jesteburger Arbeitskreises für Heimatpflege in einem Vortrag der Frage nach: "Unser archäologisches Erbe in Gefahr?" Im Heimathaus, Niedersachsenplatz 1, informiert er am Montag, 3. August 2026, ab 19.30 Uhr über die geplante Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG) und stellt die von ihm dagegen initiierte Petition vor.
Hintergrund: Die Landesregierung möchte das Denkmalschutzgesetz ändern, um Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Kritiker warnen vor gravierenden Folgen für die Archäologie in Niedersachsen. Ihre Argumente:
- Nur noch rund 15 Prozent der bekannten archäologischen Fundstellen wären künftig wirksam geschützt.
- Erdarbeiten könnten vielerorts ohne Genehmigung und ohne vorherige Untersuchung erfolgen – unwiederbringliche Funde drohten verloren zu gehen.
- Hunderte Arbeitsplätze bei archäologischen Fachfirmen, Restaurierungsbetrieben und Museen stünden auf dem Spiel.
- Die notwendige archäologische Fachkompetenz bei den künftig zuständigen Behörden wäre nicht mehr sichergestellt.
- Kommunen könnten sich leichter aus ihrer Pflicht zur Pflege denkmalgeschützter Objekte herausnehmen.
Die Petition gegen den Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes wurde am 14. Juli 2026 gestartet. Sie finden sie hier
So funktioniert's:
- Klickt auf den Link zur Petition.
- Tragt euren Namen und eure Anschrift ein. Das ist nötig, damit eure Unterschrift zählt – genau wie bei einer Unterschriftenliste auf Papier.
- Gebt eure E-Mail-Adresse an. Ihr bekommt dann eine Bestätigungs-Mail. Erst wenn ihr auf den Link in dieser Mail klickt ist eure Unterschrift gültig.
Die Daten sind nach Angaben der Petitions-Initiatoren gut geschützt. Die E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht und auch nicht an andere weitergegeben. Von der Adresse sei im Internet nur der Wohnort zu sehen, nicht die Straße. Wer ganz sichergehen möchte, könne auch "nicht öffentlich" unterschreiben.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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