"A26 Light" in Stein gemeißelt?

Die Arbeiten schreiten voran. Bis zur Anschlussstelle in Jork liegt bereits für eine Fahrbahnseite die Schotterschicht
  • Die Arbeiten schreiten voran. Bis zur Anschlussstelle in Jork liegt bereits für eine Fahrbahnseite die Schotterschicht
  • hochgeladen von Björn Carstens

bc. Jork. Die Asphaltierungsarbeiten auf dem Sanddamm der künftigen A26-Trasse von Horneburg nach Jork schreiten voran. Die erste Schotterschicht der Fahrbahn in Richtung Stade ist fast fertig. Ende 2014 soll der Verkehr hier rollen - zumindest Autos und Motorräder sollen die Straße dann benutzen dürfen. Im Gegensatz zur anderen Richtung (das WOCHENBLATT berichtete).

Dort wird bis zur Fertigstellung der A26 bis nach Neu Wulmstorf (geplant 2019) kein Auto geschweige denn Lkw fahren können. Die "Autobahn light"-Lösung scheint in Stein gemeißelt zu sein, trotz der zunehmenden Anwohnerproteste im Alten Land, besonders in Mittelnkirchen.

Laut Auskunft von Hans-Jürgen Haase, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau, wäre eine vollständige Öffnung nicht zumutbar für den nachgeordneten Verkehr auf der Kreisstraße 26. Vor allem die Situation in Neukloster würde eskalieren, wo die K26 auf die B73 trifft und kurz zuvor die Bahnschienen die Straße kreuzen. Haase: "Eine vollständige Freigabe würde zu langen Staus vor der Bahnschranke führen."

Wie berichtet, plant die Landesbehörde nach Absprache mit mehreren Behördenvertretern den fünf Kilometer langen Abschnitt in Richtung Anschlussstelle Jork sechs Jahre lang ungenutzt ruhen zu lassen. Das Argument, dass der weitaus größere Teil der Bevölkerung von einer Komplett-Freigabe der Anschlussstelle profitieren würde, lässt Haase nicht zu: "Die Aufrechnung positiver Effekte einer Planung mit negativen ist einfach nicht möglich."

Beim Bund der Steuerzahler (BdSt) Niedersachsen und Bremen bewertet man die Lage anders. Eine vollständige Inbetriebnahme des neuen A26-Abschnitts wäre nicht nur für alle potenziellen Nutzer, sondern auch für Hunderte Anwohner im nachgelagerten Verkehrsnetz in Mittelnkirchen sowie in großen Teilen von Neukloster/Hedendorf und Jork ein Segen - vor allem durch die Ende 2014 geplante Fertigstellung der Ortsumfahrung in Jork.

Vergleichsweise wenige Bürger würden von einer zusätzlichen Lärmbelästigung betroffen sein, sagt Gerhard Lippert vom BdSt. Es sei nicht plausibel und volkswirtschaftlich kaum vertretbar, die Benutzung einer intakten und rund 61 Mio. Euro teuren Verkehrsverbindung derart einzuschränken.

Andererseits müssten die Argumente der Verkehrsbehörde ernst genommen werden. In der Tat stünde für Dammhausen eine problematische Zunahme des Verkehrs zu befürchten. Hier müssten entsprechende Regelungen wie ein Lkw-Durchfahrverbot getroffen werden. Auch einzelne Haushalte in Neukloster entlang der B73 müssten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in Kauf nehmen. Lippert: "Für den Fall müsste über Maßnahmen nachgedacht werden, die Verkehrsströme geschickt zu lenken."
Es bleibe jedoch nach wie vor unklar, ob sich tatsächlich eine unzulässige Belastung Einzelner einstellen würde. Lippert: "Wir hoffen, dass die Verantwortlichen ihre Entscheidung noch einmal überdenken."

Unterdessen will Grünen-Landtagsabgeordnete und Landratskandidatin Elke Twesten aufgrund der Anwohnerproteste prüfen lassen, ob der Verkehr nicht doch in beide Richtungen rollen könnte.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

Wirtschaft
Die Experten füllen das Gefahrgut in dichte Behältnisse um
Video 3 Bilder

Winsener bringen gefährliche Ladung im Hafen von Beirut sicher unter Kontrolle

Winsener Unternehmen überwacht Aufräumarbeiten im Hafen von Beirut thl. Winsen. Es war der 4. August vergangenen Jahres, als im Hafen von Beirut sich eine schreckliche Katastrophe ereignete: 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat explodierten und legten ganze Stadtteile in Schutt und Asche. Etwa 200 Menschen kamen ums Leben, es gab unzählige Verletzte und die langfristigen traumatischen Folgen für die Bevölkerung der Stadt sind noch schwer abzusehen. Mittlerweile wurden im Hafen von Beirut 52 gelagerte...

Service

Erst 2.200 Impfungen und bereits 820 Verstöße gegen die Corona-Regeln
Corona im Landkreis Stade: Aktuelle Infos, Zahlen und Fakten

(jd). Das WOCHENBLATT hat die wichtigsten aktuellen Infos verschiedene Aspekte zu den Themenbereichen Corona und Impfen zusammengestellt: Bisherige ImpfungenNach 2.200 Impfungen waren die Lieferungen an den Landkreis Mitte der Woche aufgebraucht. Von den kreisweit 28 Alten- und Pflegeheimen, in denen bevorzugt geimpft wurde, ist in 14 die erste Runde der Impfkampagne abgeschlossen. Auch ein Teil des Rettungsdienstes und Beschäftigte auf den Intensivstationen und in der Notaufnahme der Elbe...

Panorama

Corona-Zahlen für den Landkreis Harburg
Ein weiterer Corona-Toter in Tostedt

as. Landkreis Harburg. In Tostedt ist ein weiterer Mensch mit oder an dem COVID-19-Virus gestorben. Der Verstorbene war zwischen 90 und 94 Jahre alt. Insgesamt ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle gesunken: von 233 Infizierten (Samstag) auf 218 (Sonntag). Auch der Sieben-Tage-Inzidenzwert verringert sich auf akutell 60,53. Bislang sind im Landkreis Harburg 62 Menschen mit oder an dem COVID-19-Virus gestorben. Insgesamt sind im Landkreis Harburg seit Ausbruch der Corona-Pandemie 3.656 Menschen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen