Cord Lefers stößt Gemeinschaftsprojekt zum Erhalt der Artenvielfalt an
Eine Bienenweide auf 10 Hektar in Jork

Cord Lefers sucht Unterstützer: Auf einer Fläche von zehn Hektar soll eine Bienenweide mit Bienehotels entstehen
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Jork. Es ist eine riesige Fläche, die Cord Lefers aus Jork zur Verfügung stellt: Auf 10.000 Quadratmetern möchte er mithilfe von anderen Mitwirkenden eine Bienenweide entstehen lassen und damit zum Erhalt der Artenvieltfalt beitragen. 
"Wildbienen finden hier tatsächlich zu wenige Blumen und Blüten", erklärt der Obstbauer. Mit dem Bepflanzen der 10 Hektar, die jahrzehntelang für den Anbau von Weihnachtsbäumen genutzt wurde, möchte Lefers das jetzt ändern, und zwar gemeinschaftlich und in Bio-Qualität.

"Mit jeder Wildbienenart, die verschwindet, verschwindet auch ein Teil der Pflanzenwelt - und umgekehrt." Bis zum Sommer sei das Nahrungsangebot durch die Obstbäume ganz gut abgedeckt. "Danach gibt es hier nur noch sehr wenig, was blüht." 

Einsteigen können Wildbienenpaten mit 5 Euro, dafür werden auf zehn Quadratmetern unterschiedliche Samen ausgebracht. Ölrettich, Phacelia (Büschelschön), Klee, Sonnenblume und Lupine sollen auf der derzeit brachen Fläche im Sommer blühen. "Damit Bienen auch nach der Apfelblüte reichlich Nahrung finden." 

Das Ziel sei, neben dem gemeinsamen Einsatz für die Artenvielfalt auch für Obstbauern und andere Landwirte Wildbienen anzusiedeln. Dazu müssten sich, so hofft Lefers, die Wildbienenhotels, die er auf der Fläche aufstellen möchte, gut füllen. Acht Stück hat er im Bestand. "Wenn es gut läuft, wird aufgestockt."

Und das Projekt kommt gut an: Erst vor wenigen Tagen hat Cord Lefers es auf die Obsthofeigene Facebook-Seite gestellt und neben gut 10.000 Klicks schon einige Wildbienenpaten sowie viele positive Kommentare bekommen. Rund 700 Quadratmeter sind bereits "vermietet". "Einige haben zehn Quadratmeter gebucht, andere mehr. Eine Person ist sogar mit 200 Quadratmetern dabei. Und sogar jemand aus Koblenz hat gebucht", freut sich der Obstbauer. "Aber wir brauchen noch mehr Unterstützung."

Jeder Wildbienenpate erhält eine Urkunde, für eine Patenschaft ab 100 Quadratmeter gibt es außerdem noch ein Glas Honig, der von umliegenden Imkereien stammt. "Außerdem kann die Blühfläche jederzeit von den Paten besucht werden, um sich an der Blütenpracht und den fliegenden Wildbienen zu erfreuen. Die Entwicklung der Arten lässt sich aber auch auf unserer Internetseite oder via Facebook mitverfolgen."  

Bis zum Herbst, bis das "große Blühen" vorbei ist und es für die Bienen zu ungemütlich wird, möchte Cord Lefers die Fläche als Bienenweide einsetzen. "Wenn es gut läuft", sagt er, "wird daraus vielleicht ein dauerhaftes Projekt."
• Weitere Infos zu dem Projekt gibt es in einer kommenden Ausgabe mit Sonderthema. Wer Wildbienenpate bei Cord Lefers werden möchte, kann die gewünschte Fläche über den Onlineshop unter www.lefers.de buchen.

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