Die Blütenkönigin aus Jork
Es war ein tolles Jahr
- Auf dem Obsthof
- Foto: Magnus Rieper
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Noch ist sie die amtierende Blütenkönigin — auch wenn ihre Amtszeit bereits offiziell zu Ende gegangen ist. Die Krone hat Ella Weilert (19) bereits weitergereicht, die festliche Tracht darf sie nun nicht mehr tragen. Stattdessen wartet schon der nächste Abschnitt: Am Samstag, 25. April, wird sie bei einem Dankeschön Frühstück verabschiedet und künftig die sogenannte Ehemaligentracht tragen.
Ein Jahr lang hat sie ihre Region bei zahlreichen Terminen vertreten – vor allem in den Sommermonaten war ihr Kalender gut gefüllt. Dabei überwiegt rückblickend die Dankbarkeit, auch wenn die Zeit nicht immer leicht war. „Ich gehe mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge", sagt Ella Weilert. "Es war super schön und ich habe viele Leute kennengelernt. Ich habe so viel erlebt. Aber es war auch eine sehr intensive Zeit mit vielen Terminen.“
Auf ihre Aufgabe wurde sie gut vorbereitet. Ein umfangreiches Vorwissen sei nicht nötig gewesen, erzählt sie. Vieles werde von den Vorgängerinnen weitergegeben, auch kleine Hinweise aus der Praxis. Begleitet wurde sie bei vielen Terminen von ihren Eltern oder ihrem Freund. „ Es war so toll, denn ich bekam die Möglichkeit, viele neue Orte kennenzulernen.“
Was anfangs noch von Aufregung geprägt war, wurde mit der Zeit zur Routine. Unterwegs knüpfte sie viele Kontakte, etwa zur Kirschblütenkönigin aus Hagen oder zur Krokuskönigin aus Husum – einige dieser Begegnungen sind inzwischen zu Freundschaften geworden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Termin in Berlin: „Der Besuch im Kanzleramt war sehr schön und sehr aufregend. Etwas, was man so nicht noch einmal wieder erlebt.“ Dort traf sie unter anderem auf Apfelhoheiten vom Bodensee sowie Blütenköniginnen aus Sachsen und Sachsen Anhalt, gemeinsam überreichten sie Apfelkörbe.
Neben den vielen schönen Momenten gab es auch Herausforderungen. Vor allem lange Termine verlangten ihr einiges ab. „Wenn mal fünf Minuten Zeit war konnte ich eine Pause machen und zwischendurch meine Mundwinkel vom Lächeln entspannen.“ Und auch ein kleines Detail aus dem Alltag einer Blütenkönigin verrät sie: „Die Krone ist sehr eng und ich bekam nach einiger Zeit Kopfschmerzen. Geholfen hat mir, immer viel zu trinken.“
Den Wunsch, selbst einmal Blütenkönigin zu sein, hatte sie schon als Kind: "Ich habe schon damals die signierten Karten der Blütenköniginnen gesammelt.“
Auch abseits ihrer repräsentativen Rolle ist sie engagiert: Derzeit absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule an der Este. An der Oberschule in Jork leitet sie unter anderem eine Koch AG, eine Badminton AG sowie eine Theater AG.
Für die Zukunft hat sie klare Pläne: Sie möchte Grundschullehramt studieren, am liebsten in Lüneburg, mit den Fächern Sachunterricht und Deutsch.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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