Ganztagsmodell in Jork
Weichenstellung für die Grundschulen steht bevor

Der Abend zeigte den Wunsch nach einer tragfähigen Entscheidung für alle | Foto: sts
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  • Der Abend zeigte den Wunsch nach einer tragfähigen Entscheidung für alle
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Die Zukunft der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen sorgt in der Gemeinde Jork für intensive Diskussionen. Im Fokus steht die Entscheidung zwischen der offenen Ganztagsgrundschule und der teilgebundenen Ganztagsschule. Entsprechend groß war das Interesse kürzlich an der Informationsveranstaltung, viele Eltern beteiligten sich aktiv an den Gesprächen.

An mehreren Themenstationen konnten sich die Besucher gezielt informieren und austauschen: unter anderem zum Tagesablauf im Ganztag, zur Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte, zu individuellen Fördermöglichkeiten sowie zu Fragen rund um Mittagessen, Bauprojekten und Bildungsgerechtigkeit.

Dabei zeichnete sich eine Tendenz ab: Ein Großteil der anwesenden Eltern schien dem teilgebundenen Ganztag offen gegenüberzustehen oder ihn zu befürworten – vor allem mit Blick auf mehr Verlässlichkeit im Alltag. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es auch andere Meinungen gibt. Einige Eltern äußerten Kritik – nicht nur am Modell, sondern auch am Ablauf des Abends. So erwähnten insbesondere Eltern, die den offenen Ganztag vorziehen, gegenüber dem WOCHENBLATT, dass sie sich nicht ausreichend gehört fühlten. Zudem entstand bei einigen der Eindruck, dass die Veranstalter das teilgebundene Modell erkennbar in den Vordergrund stellten.

Für die meisten Familien ist jedoch vor allem die Vereinbarkeit von Schule und Alltag wichtig. „Eine feste schulische Struktur über den Vormittag hinaus gibt Familien Verlässlichkeit – und den Kindern gleichzeitig mehr Zeit zum Lernen", sagte eine Mutter. Auch pädagogisch sehen Unterstützer Vorteile: „Wenn Üben und Hausaufgaben bereits in der Schule stattfinden, wird der Nachmittag für Familien deutlich entspannter.“ Zudem biete der Ganztag mehr Raum für Projekte und gemeinsames Lernen.

Jetzt werden die Rückmeldungen ausgewertet und fließen in die Beratungen ein. Erste Ergebnisse werden im Schulausschuss am 22. April vorgestellt. Am Ende entscheidet der Gemeinderat.

Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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