Unsicherheit beim Schulbau heizt Debatte an
Hort-Aus trotz Baustellen-Chaos?
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Die Diskussion um die Zukunft der Grundschule und des Hortes Tintenklecks in Jork spitzt sich zu. Die Gemeinde plant einen Neubau der Grundschule, der künftig ein Ganztageskonzept ermöglichen soll. Doch noch immer sind viele Fragen offen — und die Eltern sorgen sich um die Betreuung ihrer Kinder.
Geplant war ursprünglich, dass das Ganztagesangebot erst mit Fertigstellung des Neubaus umgesetzt wird. Bis dahin sollten die Kinder im Hort "Tintenklecks" betreut werden. Nun steht jedoch fest: Der Hort soll zum Ende Juli 2027 geschlossen werden, eine kurzfristige Verlängerung scheint nicht vorgesehen. Sollte der Neubau nicht rechtzeitig bezugsfertig sein, stünden Eltern nachmittags ohne Betreuung da. "Ich glaube, der Protest muss bei den Eltern ansetzen. Ordentliche Pädagogik kostet Geld. Wir haben keine Option zur Verlängerung", so Andrea Sundermann, die den Tintenklecks aufgebaut hat und seit 2004 leitet.
Die Besorgnis wächst, denn Stand Februar 2026 liegt noch nicht mal eine Baugenehmigung für den Neubau vor. Zudem gibt es Berichte über Streitigkeiten um eine mögliche Baustraße bei Elbe Obst. Trotz dieser Unsicherheiten versichert Arne Krüger vom Schulträger und der Gemeinde, dass der Neubau pünktlich einsatzbereit sein wird. "Vertraglich ist geregelt, dass der Neubau mit dem Schuljahr 2027/2028 steht. Ansonsten müssen die Pädagogen mit den Räumen klar kommen, die sie zur Verfügung haben," so Krüger. Kritiker verweisen jedoch auf Erfahrungen aus der Region: Der Anbau der Halepaghen-Schule hatte eine geplante Bauzeit von zwei Jahren, dauerte aber fünf Jahre.
Eltern fragen sich: "Warum muss unser Schulkonzept innerhalb weniger Monate entwickelt werden, während andere Schulen jahrelang planen?" Viele kritisieren die Eile bei der Entscheidung über die Schließung des Hortes, der über Jahre hinweg eine verlässliche Betreuung aufgebaut hat. Sie weisen zudem darauf hin, dass der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung auch durch die Kombination von Halbtagsschule und Hort abgedeckt werden kann.
Ein konkreter Wunsch der Eltern: Der Hort Tintenklecks soll planbar und verlässlich für weitere fünf Jahre bis zum Juli 2032 betrieben werden. Damit wäre der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder der Klasse Eins bis Vier abgesichert. Rein rechtlich könnte der Hort für diese Zeit auch personell aufgestockt werden, um den Betreuungsbedarf zu decken. Die Gemeinde würde für die zusätzlichen Personalkosten aufkommen, die bisher schon teilweise übernommen wurden. "So hätten alle Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder weiterhin verlässlich betreut werden", betonen die Initiatoren. In der Zwischenzeit könne der Neubau fertiggestellt und bezogen werden. Lehrkräfte hätten dann die Möglichkeit, sich auf ihr Kerngeschäft, die Unterrichtsqualität, zu konzentrieren, während ausreichend Zeit bleibt ein gut durchdachtes Ganztageskonzept zu entwickeln und von den Erfahrungen anderer Schulen zu lernen. "Es werden andere Rechnungsmodelle sein, da Zuschüsse wegfallen", so Sundermann. "Ursprünglich war die Idee, dass alle Hortmitarbeiter übernommen werden, das ist jedoch im Angesicht der finanziellen Lage der Ganztagsschule nicht möglich."
Die zentrale Frage für viele Eltern lautet nun: „Gibt es noch eine Möglichkeit, den Tintenklecks zu erhalten?“ Sie setzen darauf, dass ihre Argumente Gehör finden und eine verlässliche Übergangslösung geschaffen wird. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass angesichts der klaren Haltung zur Schließung neue Wege gefunden werden müssen, um die Betreuung der Kinder auch künftig sicherzustellen.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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