Udo Feindt (45) bringt sich unter anderem durch Spendenläufe ehrenamtlich ein
Jork: Sich laufend engagieren

Vielleicht hätte es auch eine Fußball-Karriere werden können. Udo Feindt ist überzeugt: "Dafür hat mein Talent nicht ganz gereicht" und hat sich dem Laufen verschrieben
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ab. Jork. Er bringt sich gerne aktiv ein: Wenn es um ehrenamtliche Tätigkeiten im Landkreis geht, taucht der Name Udo Feindt immer wieder auf. Besonders häufig schnürt der passionierte Läufer seine Joggingschuhe, wenn es um Spendenläufe geht, wie demnächst am 29. Juni bei der 125-Jahr-Feier des TuS Jork. Dabei sah es in seiner Jugend so aus, als könnte Udo Feindt eine Karriere als Fußballer einschlagen.

"Das ist für mich die größte Freude: Menschen zu Spenden zu verhelfen", sagt der 45-jährige Jorker lächelnd. "Und wenn es sich dann noch um Projekte wie ein 24-Stunden-Spendenlauf handelt, über den in den Medien berichtet wird, macht mich das doppelt glücklich. Das erhöht auch die Aufmerksamkeit für diejenigen, denen die Spendenerlöse zukommen."

Dass Udo Feindt mit seiner großen Leidenschaft Laufen - für zehn Kilometer benötigt der Jorker ca. 39 Minuten - Gutes tun kann, ist eine glückliche Fügung. Denn in seiner Jugend lag sein Schwerpunkt im Ballsport: Der leidenschaftliche Sportler zeigte beachtliches Talent als Fußballer. Darauf angesprochen, sagt Udo Feindt: "Das stimmt schon, ich war früher relativ gut, habe drei Mal pro Woche trainiert und jedes Wochenende ein Spiel gehabt."

Bis er 18 Jahre alt wurde, spielte er in Heeslingen unter Trainer Hans-Jürgen Bargfrede, dem heutigen Cheftrainer der 1. Herren. Dann wurde es Udo Feindt mit dem Training zu viel, er hörte auf. Heute ist er überzeugt: "Für eine richtige Fußballkarriere hat mein Können nicht gereicht." Aber er sei sportlich geblieben, habe zum Beispiel Badminton und Tennis gespielt.

Dann entdeckte Feindt, der nach seinem Realschulabschluss erst eine Ausbildung zum Chemikant und anschließend eine zum Sparkassenkaufmann absolviert hatte, sein Faible fürs Laufen. "Ich wollte einen Sport machen, der überall zu jeder Zeit geht. Einfach Schuhe an und los."

Er lief drei Marathons in Hamburg, jährlich den Altstadtlauf in Buxtehude und Stade und andere Läufe in der Region. "Irgendwann kam mir der Gedanke: Kann ich etwas Gutes durch Laufen erreichen?" Die Idee, sich an Spendenläufen zu beteiligen oder selbst welche ins Leben zu rufen, war geboren. Besonders für das Laufteam "Fischer Mohr" ist Udo Feindt aktiv. Staffelläufe oder im Team zu laufen mag er gerne, wie zum Beispiel den 24-Stunden-Spendenlauf in Apensen im August. Auch auf Sponsorensuche zu gehen, gehört dazu. Für seinen Spendenlauf in Jork Ende Juni will Udo Feindt zwei Stunden unterwegs sein. Der Erlös kommt dem Förderverein des TuS Jork zugute.
Doch sogar außerhalb des Laufsports ist der 45-Jährige rührig: Mit der Freiwilligen Evangelischen Kirche in Buxtehude organisiert er alle ein bis zwei Jahre an Heiligabend unter dem Motto "Keiner muss alleine sein" einen Abend für alleinstehende Senioren, an dem zum Schluss mehr als 100 Menschen teilnahmen.

Oder er ruft Paketaktionen für Bulgarien ins Leben. Sein größter Wunsch: eine Stiftung für krebskranke Kinder zu gründen. "Ich dreh das kleine Rad", sagt er. "Aber es bringt mir viel Spaß und anderen Freude. Das ist jedes Mal ein wirklich schöner Moment."

Vielleicht hätte es auch eine Fußball-Karriere werden können. Udo Feindt ist überzeugt: "Dafür hat mein Talent nicht ganz gereicht" und hat sich dem Laufen verschrieben
Udo Feindt (vorne) startet mit Pascal van der Heijden (v.li.), Andreas Subei, Daniel Jahnke und Andreas Ewald bei der Apenser Gewerbeschau am 25. August in Apensen zum fünften Mal in den 24-Stunden-Spendenlauf

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