Sozialverband erinnert an Equal Care Day
Altersarmut ist weiblich

Frauen sind im Alter eher von Armut betroffen | Foto: cottonbro studio / pexels
  • Frauen sind im Alter eher von Armut betroffen
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Zum Equal Care Day am Donnerstag, 29. Februar, weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) auf die Ungleichheit von Männern und Frauen hin.
Nach wie vor übernehmen Frauen in unserer Gesellschaft deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer, sei es rund um den Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder der Betreuung von Angehörigen. „Da Frauen auch im Rentenalter häusliche Pflege übernehmen müssen“, sagt die Ortsverbandsvorsitzende Hannelore Buls, „kommen für sie noch weitere gesundheitliche Belastungen hinzu. Dafür fehlen die Entlastungs-Angebote.“ Der SoVD ist häufig beratend involviert, wenn Frauen, die lange gepflegt haben, dann selbst Kassen-Leistungen brauchen und wenn die Rente zu klein ist und Grundsicherung beantragt werden muss.
Der Grundstein für Altersarmut bei Frauen wird aber im jüngeren Alter gelegt. Die unterschiedliche Verteilung der Sorgearbeit zu Hause findet auch bei Paaren statt, bei denen beide erwerbstätig sind. Dafür wird der Begriff „Gender Care Gap“ angewendet. Er bezeichnet die „geschlechtsspezifische Sorge-Lücke“ in der Familienarbeit. Die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen ist der Zwilling zum Gender Pay Gap, also dem Umstand, dass Männer bei gleichwertiger Arbeit durchschnittlich ein besseres Erwerbseinkommen haben als Frauen.

Einkommenslücke nicht aufzuholen

Insbesondere im Alter zwischen 30 und 40 geht die Schere durch Familienarbeit deutlich auseinander. Und mit der damit oft verbundenen Erwerbspause sowie anschließender Teilzeitarbeit vergrößert sich der Einkommensabstand zwischen Frauen und Männern nochmals.
„Dramatisch ist“, ergänzt Buls, „dass, während sich später der Abstand bei der Care-Arbeit etwas verringert, die Einkommenslücke im weiteren Lebensverlauf Bestand behält.“ Es gelingt Frauen nicht mehr, beim Gehalt aufzuholen, mit der Folge, dass Altersarmut weiblich ist.

Redakteur:

Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf

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