Ressourcenschonender Wahlkampf
Aus Plakaten werden Taschen: CDU-Rosengarten setzt auf Upcycling statt Plakateflut
- Bürgermeisterkandidat Friedemann Blaffert (li.) zu Besuch in der Produktion Made auf Veddel mit Zübeyde Bildir (re.) und Ahmad Deeb
- Foto: Jochen Ambacher
- hochgeladen von Julia Paepcke
Weniger Wahlplakate, mehr Nachhaltigkeit: Mit diesem Ansatz geht der CDU-Rosengarten mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Friedemann Blaffert in die Kommunalwahlen in Rosengarten. Anstatt wie üblich zahlreiche Laternenplakate im gesamten Gemeindegebiet aufzuhängen, setzt die CDU-Rosengarten bewusst auf eine deutlich reduzierte Zahl großformatiger Bauzaunplakate.
„Wir machen in diesem Wahlkampf keine Hohlkammerplakateschlacht“, betont Blaffert. Hintergrund sei, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger zunehmend von der Vielzahl der Wahlplakate an Straßen und Laternen gestört fühlten. Deshalb sollen in jeder Ortschaft lediglich drei bis vier Bauzaunplakate an gut sichtbaren Standorten aufgestellt werden.
Besonderes Augenmerk legt die CDU dabei auf die Weiterverwendung der Materialien. Die großformatigen Plakate bestehen aus robuster Lkw-Plane und werden nach der Wahl nicht entsorgt, sondern weiterverarbeitet. Aus den Bannern entstehen Taschen und Rucksäcke, die anschließend verkauft werden.
Für die Umsetzung arbeitet die CDU-Rosengarten mit dem Hamburger Sozialunternehmen „Made auf Veddel“ zusammen. Friedemann Blaffert besuchte die Textilproduktion vor Ort, um sich ein Bild von der Arbeit des Betriebs zu machen und wertvolle Kontakte für vielleicht zukünftige Projekte in Rosengarten zu knüpfen. Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit sei nicht nur das nachhaltige Upcycling-Konzept gewesen, sondern vor allem das soziale Engagement des Unternehmens - ein Aspekt, der bei vielen nachhaltigen Unternehmen der Textilbranche häufig zu kurz kommt.
„Made auf Veddel“ beschäftigt überwiegend Frauen mit Migrationsgeschichte und eröffnet ihnen berufliche Perspektiven, auch wenn im Ausland erworbene Qualifikationen in Deutschland häufig nicht vollständig anerkannt werden. Neben der Herstellung hochwertiger Produkte setzt das Unternehmen auf Qualifizierung und Integration – unter anderem durch Deutschkurse während der Arbeitszeit sowie ein starkes Ausbildungsangebot.
Der Erlös aus dem Verkauf der Taschen und Rucksäcke soll vollständig an den gemeinnützigen Verein hinter „Made auf Veddel“ gespendet werden. Nach Angaben der CDU verbindet das Projekt damit Nachhaltigkeit, soziales Engagement und einen bewussten Umgang mit Ressourcen – auch über den Wahlkampf hinaus.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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