Sextortion-Masche
Erpressung mit Nacktbildern: 49-Jähriger verliert 200 Euro an Internetbetrüger
- Warnung Internetbetrug (Symbolbild)
- Foto: KI
- hochgeladen von Julia Paepcke
Ein 49-jähriger Mann aus dem Landkreis Rotenburg ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Nach dem Austausch intimer Bilder wurde er mit deren Veröffentlichung bedroht und um 200 Euro erpresst. Die Polizei warnt vor der sogenannten Sextortion-Masche.
Betrüger täuscht Liebesbeziehung vor und fordert Geld
Eine vermeintliche Liebesbeziehung im Internet ist einem 49-jährigen Mann am Dienstag zum Verhängnis geworden. Eine bislang unbekannte Person hatte über das Internet eine romantische Beziehung vorgetäuscht und den Mann dazu gebracht, Nacktaufnahmen von sich zu verschicken.
Anschließend erhielt der 49-Jährige eine Nachricht über eine Telefonnummer mit nigerianischer Landesvorwahl. Darin wurde ihm gedroht, seine intimen Aufnahmen zu veröffentlichen, sollte er kein Geld zahlen. Aus Angst vor einer Verbreitung der Bilder überwies der Mann schließlich 200 Euro über einen Bezahldienst mit Pay-Karten.
Bei dieser Betrugsmasche handelt es sich um sogenannte „Sextortion“, eine Form der sexuellen Erpressung, bei der Täter intime Bilder oder Videos als Druckmittel einsetzen.
Polizei warnt vor Sextortion und gibt Verhaltenstipps
Die Polizei warnt eindringlich vor der Betrugsmasche und empfiehlt, bei Online-Bekanntschaften besonders vorsichtig zu sein. Insbesondere sollten keine intimen Fotos oder Videos an Personen verschickt werden, die man nur aus dem Internet kennt.
Auch bei Freundschaftsanfragen unbekannter Personen und Einladungen zu Videochats ist Vorsicht geboten. Persönliche Informationen wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber sollten nicht leichtfertig preisgegeben werden. Zudem empfiehlt die Polizei, regelmäßig die Privatsphäreeinstellungen sozialer Netzwerke zu überprüfen und Smartphones sowie Computer durch aktuelle Sicherheitssoftware zu schützen.
Was tun, wenn man bereits erpresst wird?
Wer bereits Opfer einer solchen Erpressung geworden ist, sollte keinesfalls Geld überweisen. Nach Angaben der Polizei hören die Forderungen häufig auch nach einer Zahlung nicht auf.
Betroffene sollten den Kontakt zu den Erpressern sofort abbrechen, nicht auf weitere Nachrichten reagieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. Außerdem können Betreiber sozialer Netzwerke kontaktiert werden, um die Löschung möglicherweise veröffentlichter Aufnahmen zu veranlassen.
Die Polizei empfiehlt darüber hinaus, sich mit der örtlichen Polizeidienststelle über die Sicherung möglicher Beweise abzustimmen. Dazu können beispielsweise Screenshots der Nachrichten oder gespeicherte Chatverläufe gehören.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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