Blinkschuhe, Smartphones und E-Zigaretten
Lithium-Akkus im Restmüll lösen immer häufiger Brände aus

Immer wieder lösen Batterien und Akkus im Abfall Brände aus | Foto: Landkreis Harburg
  • Immer wieder lösen Batterien und Akkus im Abfall Brände aus
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Immer häufiger sorgen falsch entsorgte Batterien und Akkus für Brände auf Abfallanlagen im Landkreis Harburg. Die Abfallwirtschaft warnt deshalb eindringlich davor, Elektroschrott oder batteriebetriebene Geräte im Restmüll zu entsorgen. Besonders Lithium-Batterien gelten als gefährlich, da sie sich bei Beschädigungen oder Kurzschlüssen entzünden können.

Ein aktuelles Beispiel dafür sind blinkende Kinderschuhe mit eingebauten Batterien oder Akkus. Vielen Menschen sei laut der Abfallwirtschaft gar nicht bewusst, dass solche Produkte nicht in den Hausmüll gehören. „Das kann schnell brandgefährlich werden“, warnt Jörg Klenner von der Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg.

Die Zahl der Zwischenfälle habe deutlich zugenommen. „Wir haben mittlerweile beinahe wöchentlich Vorfälle mit falsch entsorgten Akkus oder Batterien“, berichtet Klenner. Erst kürzlich musste die Feuerwehr einen Brand in einem Container der Müllumschlaganlage löschen.
Zwar konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden, dennoch entstand erheblicher Schaden. Auch in Müllfahrzeugen und auf Umschlaganlagen seien bereits mehrfach Brände entstanden. Wie gravierend solche Vorfälle werden können, zeigt ein Großbrand auf einem Recyclinghof in Bardowick vor zwei Jahren, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstand.
Besonders problematisch sind beschädigte Lithium-Batterien. Werden sie im Müll zusammengedrückt oder beschädigt, können sie sich entzünden. Deshalb appelliert die Abfallwirtschaft dringend an Verbraucherinnen und Verbraucher, Batterien, Akkus und Elektrogeräte getrennt zu entsorgen.

Kostenlos abgegeben werden können Elektroschrott sowie kleine Lithium-Batterien und Akkus bis 500 Gramm auf allen Entsorgungsanlagen des Landkreises und bei der kreiseigenen Firma Re-El GmbH in Buchholz-Vaensen. Dort werden die Batterien sicher gesammelt und anschließend recycelt. Wichtig sei dabei, die offen liegenden Pole insbesondere bei kleineren Lithium-Batterien abzukleben, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Die Zahl der Geräte mit Akkus wächst stetig. Neben Smartphones und Notebooks zählen inzwischen auch E-Zigaretten, kabellose Werkzeuge, Staubsauger, Rasenmäher oder sogar beheizbare Kleidung dazu. Viele dieser Geräte würden dennoch weiterhin falsch entsorgt.

Was viele ebenfalls nicht wissen: Kleine Elektrogeräte bis maximal 25 Zentimeter Kantenlänge können auch kostenlos in großen Supermärkten und Discountern abgegeben werden, sofern dort Elektroartikel verkauft werden. Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung gibt es online unter e-schrott-entsorgen.org.

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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