Wiederbelebung des Ortskerns
Studentinnen und Studenten legen Entwürfe vor

Die Beteiligten der Prämierungsveranstaltung. | Foto: ig
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Nach 16 erfolgreichen Jahren Betrieb des Edeka-Marktes in der Ortsmitte von Oldendorf wurde bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass der Markt aufgrund seiner Größe von 1.200 Quadratmetern nicht mehr zeitgemäß erscheint. In den Gängen ist es sehr eng geworden. Das war der Anlass für den Investor Hermann Bischoff, das Betreiber-Ehepaar Michael und Martina Tiedemann, die Gemeinde Oldendorf und die Kirchengemeinde St. Martin, über eine Erweiterung des Marktes auf 1.800 Quadratmeter nachzudenken.

Der erste Entwurf des Büros Frenzel aus Buxtehude sah eine Erweiterung in Richtung Kirche zulasten des Dorfplatzes vor. Erweiterungsoptionen in Richtung Westen und Osten wurden aus betriebswirtschaftlichen Gründen verworfen.

Nach Bekanntwerden der Planung erfolgten zum Teil kritische Stellungnahmen. So entstand die Idee, die Entwicklungsmöglichkeiten Oldendorfs im Ortskern, einschließlich Edeka und Kirche, durch die Buxtehuder Hochschule 21 mit Professor Karsten Ley und seinen Studentinnen und Studenten prüfen zu lassen.

13 Entwürfe wurden kürzlich nach vielen Ortsterminen dem Gemeinderat, dem Kirchenvorstand und interessierten Besucherinnen und Besuchern im Bürgerhaus vorgestellt.

„Die Studentinnen und Studenten haben sich dabei durch viele Hinweise inspirieren lassen. Sie haben sehr kreativ und konstruktiv sowie mit dem erforderlichen Weitblick den Auftrag im Blick gehabt und dabei ihre Ideen zu Papier gebracht“, lobt Bürgermeister Johann Schlichtmann.

Für die drei besten Entwürfe gab die Gemeinde Oldendorf Preise aus. Eine Jury unter der Leitung von Prof. Ley, Bürgermeister Schlichtmann und Vertretern des Kirchenvorstandes wählte die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Schlichtmann:„Wahrlich keine leichte Aufgabe, waren doch auch die anderen acht Entwürfe richtig gut.“

Platz eins belegten Finja Augustin und Mirja Lüdtke. Sie überzeugten die Jury mit der Erweiterung des Gemeindehauses, Wohnungen im Pfarrhaus, einem Dorfgemeinschaftshaus mit Außennutzung, einem erhaltenen Kirchhof sowie großen Flächen vor und hinter der Kirche. Auch der Abstand der Parkplätze zur Kirche und der Fachwerkstil der Häuser beeindruckten.

Es folgten Eric Nagaev und Malte Trapp mit einem Ruhepol vor der Kirche. Das Pfarrgrundstück wird dabei aufgewertet und besser genutzt. Ein Anbau an den Edeka-Markt erfolgt an der westlichen Seite und viele Bereiche werden von Bäumen gesäumt.

Moritz Horn und Cedric Knüppel mit erhielten den dritten Preis. „Hier überzeugten der multifunktionale Kirchhof, die Aufwertung des Pfarrgrundstückes und eine verkehrsberuhigte Zone auf der Hauptstraße“, so Schlichtmann.

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Ausgelobt wurde auch ein Preis für eine besondere Einzelarbeit. Die Auszeichnung ging an Mareile Weber mit der Idee, einen großen abgeschirmten Kirchhof zu erstellen, der einen neuen Dorfplatz mit vielfältiger Nutzung und einer Aufwertung des Pfarrhauses einbezieht.

Bürgermeister sprach nach der Veranstaltung allen am bisherigen Projekt Beteiligten großen Dank aus. Und sicherte zu, dass es schon in absehbarer Zeit zu einem Treffen der an der Wiedergewinnung des Ortskerns beteiligten Personen kommen werde. „Hier werden dann sicherlich auch die Entwürfe der Studentinnen und Studenten der Hochschule 21 mit in die Prüfung einbezogen.“ Die Entscheidung, wer die Nase vorn hat, soll noch in diesem Monat fallen. „Dürfte spannend werden“, so Schlichtmann.

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Die Beteiligten der Prämierungsveranstaltung. | Foto: ig
Redakteur:

Dirk Ludewig aus Stade

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