Mounted Games-Weltmeisterschaft in Luhmühlen
Tolle Leistung von Jana Pommer und Sohn Luuk (8) aus Estorf
- Familie Pommer mit Luuk und seinem Pony Olli, Vater Tommy, sowie Mutter Jana Karin mit Pony Bilbo
- Foto: Monique Lucht
- hochgeladen von Nicola Dultz
Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft als Familienerlebnis: Für Jana Karin Pommer (38) und ihren achtjährigen Sohn Luuk aus Estorf ist die Mounted-Games-WM in Luhmühlen ein ganz besonderes Kapitel ihrer gemeinsamen Reitsportgeschichte. Mutter und Sohn gingen beide mit ihren Ponys an den Start – und kehrten mit starken Platzierungen, viel Stolz und Erinnerungen zurück
Mounted Games sind schnelle, anspruchsvolle Reiterspiele voller Dynamik. Doch für die Pommers bedeutet der Sport vor allem gemeinsame Zeit. Training, Turniere, die Versorgung der Ponys und viele Wochenenden unterwegs gehören längst zum Familienalltag.
Luuk erlebt seine erste Weltmeisterschaft
Für Luuk war der Start in Luhmühlen etwas ganz Besonderes. Mit seinem Pony Olando, genannt „Olli“ (13), trat er in der Altersklasse U12 an. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft erreichte der Achtjährige Platz 22 unter 35 Teilnehmern.
Besonders stolz macht ihn, dass er Olli selbst für die Mounted Games ausgebildet hat. Für einen so jungen Reiter ist das eine bemerkenswerte Leistung – und zugleich ein schönes Beispiel dafür, wie eng das Zusammenspiel zwischen Kind und Pony sein kann.
Starkes Comeback nach schwerer Verletzung
Auch Jana Karin Pommer zeigte in Luhmühlen eine starke Leistung. Mit ihrem Pony Bilbo (12) gewann sie in der Open Class zwei von drei Qualifikationsrunden und belegte am Ende unter 63 Teilnehmern den zwölften Platz. Damit ist sie weltweit die viertbeste Frau.
Dass sie überhaupt bei der Weltmeisterschaft antreten konnte, war wenige Monate zuvor noch alles andere als sicher. Nach einem Kreuzbandriss im August 2025 musste sie sich Schritt für Schritt zurückkämpfen.
Ende Mai gelang schließlich das Comeback: Nur 294 Tage nach ihrer Verletzung gewann sie gemeinsam mit ihrer Partnerin den Deutschen Paarmeistertitel.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so stark zurückkehre", sagt Jana Karin Pommer. „Aber dank meiner sehr guten Mentaltrainerin und einer hervorragenden Physiotherapeutin hat es geklappt.“
Ein Familienprojekt mit Hufen
Zur Geschichte gehört auch Ehemann Tommy (42). Er begleitet seine Frau und seinen Sohn zu Trainings und Turnieren, kümmert sich mit um die Ponys und übernimmt viele Aufgaben rund um die Wettkämpfe.
„Mounted Games ist bei uns tatsächlich ein Familiensport – auch wenn nur zwei von uns auf den Ponys sitzen“, sagt Jana Karin Pommer.
Vor rund einem Jahr zog die Familie mit vier Ponys nach Estorf. Pferde gehören für Jana Karin Pommer schon seit ihrer Kindheit zum Leben. Bereits als Mädchen nahm sie am Mounted-Games-Training teil. Heute arbeitet sie als Schulbegleitung sowie als Pferdeosteopathin und -physiotherapeutin und betreibt eine kleine Reitschule.
Die Weltmeisterschaft in Luhmühlen war für die Familie deshalb nicht nur ein sportlicher Höhepunkt. Sie war vor allem ein gemeinsames Erlebnis – mit viel Einsatz, starken Platzierungen und dem Gefühl, etwas Besonderes miteinander geteilt zu haben.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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