Nur wenig Platz für Solarfreiflächenanlagen

Dr. Mark-Oliver Otto | Foto: NEWDEV
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30 Interessierte nahmen kürzlich an einer von der Freien Wählergemeinschaft Landkreis Stade organisierten Informationsveranstaltung zum Thema Solar-Freiflächenanlagen teil. Dr. Mark-Oliver Otto und Tanja Mado aus Tostedt bzw. Heidenau referierten als Experten für erneuerbare Energien zur Thematik und dämpften viele vorhandene Erwartungen.

Standart-Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugen lediglich ein leises Summen und minimale Blendwirkung, wobei bei der Errichtung an Straßen und Schienen ein Gutachten erforderlich ist. Pro Hektar werden etwa 1,1 Megawatt Strom erzeugt, eine sinnvolle Anlagengröße sollte laut Otto und Mado 20 Megawatt übersteigen. Erforderlich ist ein Netzanschluss in der Nähe. In der Gemeinde Oldendorf würde eine 40-MW-Anlage unter Berücksichtigung der Sonnenscheindauer 38.889.280 Kilowattstunden erzeugen. Bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Haushalt könnten somit 9.722 Haushalte versorgen können. 

Voraussetzung für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage ist eine entsprechende Bauleitplanung mit der Aufstellung eines Flächennutzungs- und Bebauungsplans. Und da werde es kompliziert im Landkreis Stade, so die Referenten. Denn das derzeit gültige Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Stade hat nur sehr geringe Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen ausgewiesen. Vorrang haben eindeutig Landwirtschaft, Natur, Landschaft und Wohnen. Mit dem neuen Landesraumordnungsprogramm und einer Anpassung des RROP kann der Erzeugung erneuerbarer Energien aber mehr Platz eingeräumt werden – "Raum der unter Berücksichtigung des Klimawandels und der Energiekrise dringend benötigt wird", so die Referenten. 

Das Publikum stellte den Referenten viele Fragen, kam aber auch zu der Erkenntnis, dass eine Umsetzung von Projekten bei den jetzigen Rahmenbedingungen Zeit erfordert. "Unter Berücksichtigung der stetig steigenden Nachfrage nach Strom für E-Autos, E-Bikes, Wärmepumpen, Handys usw. kein erfreuliches Fazit", sagt Johann Schlichtmann von der FWG Landkreis Stade.

Dr. Mark-Oliver Otto | Foto: NEWDEV
Tanja Mado | Foto: NEWDEV
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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