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Bohrkernuntersuchungen an Bahnbrücke

Montag, 6. Juli, zwischen 9 und 14 Uhr

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Katastrophenschutz
DLRG-Helfer aus der Nordheide erleben im Flutgebiet nie gekannte Zerstörungskraft

Foto: Sven Böttcher
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Polizeieinsatz in Buxtehude
Heidebad: Frau geht mit Baseballschläger auf Besucher los

Polizeieinsatz am Heidebad in Buxtehude: Am Freitagabend, 19. Juni, wurden die Einsatzkräfte gegen 18.40 Uhr zum Parkplatz des Freibads in der Estetalstraße gerufen. Dort soll eine Frau mit einem Baseballschläger auf mehrere Personen losgegangen sein und diese lautstark bedroht haben. Beim Eintreffen der Polizei zeigte sich die 40-jährige Buxtehuderin deutlich aufgebracht. Nach eigenen Angaben war es zuvor im Heidebad zu einem Streit gekommen, bei dem ihr Sohn betroffen gewesen sein soll....

Blaulicht

Polizei sucht Besitzer eines Fahrrads
Jugendlicher konnte Herkunft des sichergestellten Rades nicht plausibel erklären

Winsen. Die Polizei sucht die Eigentümer eines Fahrrades, das bereits am Freitag, 12. Juni, im Bereich des Naturbades sichergestellt wurde. Beamte hatten das Rad gegen 15.20 Uhr im Rahmen eines Einsatzes an der Hansestraße, Ecke Astrid-Lindgren-Straße, entdeckt. Der jugendliche Fahrer des blausilbernen Fahrrades der Marke Ikarus, Modell Siena, konnte nach Angaben der Polizei keine plausiblen Angaben zur Herkunft des Rades machen. Daher wurde das Fahrrad sichergestellt. Im Fahrradkorb befanden...

Blaulicht

Buchholz
Kabenhof: Polizist und Ärztin von Mann angegriffen

Am Freitagabend, 19. Juni, kam es im Bereich des Kabenhofes zu Streitigkeiten und einer Körperverletzung zwischen zwei Personengruppen. In diesem Zuge sprachen die Beamten Platzverweise aus. Da sich zwei Männer nicht daran halten wollten, wurden sie zur Durchsetzung in Gewahrsam genommen. Ein 41-Jähriger leistete hierbei massiv Widerstand und griff sowohl die Beamten als auch eine hinzugerufene Ärztin an. Hierbei wurde ein Beamter und die Ärztin leicht verletzt. Gegen den Mann wurden mehrere...

Blaulicht

Autobahn Fahrtrichtung Hamburg
Fahrzeuge blieben im Stau liegen / Medizinische Notfälle

Ab Samstagmittag, 20. Juni, bis zum Abend kam es auf der Autobahn A1in Fahrtrichtung Hamburg im Zusammenhang mit angekündigten Wochenendsperrungen zwischen den Anschlussstellen Harburg und Stillhorn zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Im Tagesverlauf blieben mehrere Fahrzeuge im Stau liegen und mussten abgeschleppt werden. Zudem gab es aufgrund der hohen Temperaturen mehrere medizinische Notfälle, sodass mindestens acht Erwachsene und ein Säugling durch Rettungskräfte in umliegende...

Blaulicht

Vorfall beim Stader Altstadtfest
Mann greift Sänger auf Festivalbühne an

Ein Zwischenfall während des Altstadtfests hat in der Nacht zu Sonntag, 21. Juni, einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde ein Musiker während seines Auftritts auf der Bühne am Pferdemarkt von einem Zuschauer attackiert und verletzt. Gegen 1.05 Uhr wurde die Polizei zum Veranstaltungsgelände gerufen. Nach Zeugenaussagen soll ein 43 Jahre alter Mann aus Stade während des Auftritts eines Sängers aus Hamburg plötzlich an die Bühne herangetreten sein. Demnach habe er den...

Blaulicht

Schwerer Verkehrsunfall in Hollenstedt
Frontalzusammenstoß auf der L 141- mehrere Menschen verletzt

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße Schützenholz (L 141) in Hollenstedt sind am Sonntag, 21. Juni, acht Menschen verletzt worden. Die Straße blieb für die Rettungs- und Aufräumarbeiten bis etwa 19 Uhr voll gesperrt. Nach Angaben der Polizei war ein 57-jähriger Mann gegen 15.30 Uhr mit seinem Hyundai Tucson in Richtung Moisburg unterwegs. Hinter der Einmündung Zum Klärwerk geriet der Wagen aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte das Fahrzeug mit dem...

Blaulicht
Der mit Milch beladene Lastzug war infolge eines Reifenplatzers im Bereich der Auffahrtsrampe zur A7 von der Fahrbahn abgekommen | Foto: FF Leversen-Sieversen
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Chaos nach Lkw-Unfall
Reifenplatzer führt zu schwerem Unfall – Milchlaster kippt auf A261 um

Ein schwerer Lastwagenunfall hat am Sonntagmorgen, 21. Juni,  im Dreieck Hamburg-Südwest für eine Vollsperrung der Autobahn 261 und stundenlange Verkehrsbehinderungen gesorgt. Gegen 9.33 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Leversen-Sieversen, Tötensen und Rade sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Rosengarten zu dem Einsatz alarmiert. Gemeldet worden war ein verunglücktes Lkw-Gespann mit einer eingeklemmten Person. Nach ersten Erkenntnissen war ein mit Milch beladener Lastzug...

Blaulicht
Gut 100 Meter hinter der Unfallstelle kam es zu einem Notfall, hierfür musste der Rettungshubschrauber auf der Autobahn landen | Foto: Feurwehr
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Maschen
Feuerwehr, Rettungsdienst und Hubschrauber auf der Autobahn A1 im Einsatz

Einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hubschrauber haben am Samstagabend, 20. Juni, ein Verkehrsunfall sowie eine Erkrankung auf der BAB A 1, Richtungsfahrbahn Hamburg zwischen dem Maschener Kreuz und der Anschlussstelle Harburg ausgelöst. Um 19.31 Uhr alarmierte die Winsener Rettungsleitstelle die Freiwillige Feuerwehr Maschen sowie einen Rettungswagen der Johanniter Unfall Hilfe (JUH) und einen weiteren Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Hamburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einen...

Blaulicht

Verkehrsunfall in Rosengarten
16-Jährige überschlägt sich mit Fiat nach Zusammenstoß in Klecken

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bendestorfer Straße sind am Dienstagmorgen, 23. Juni, drei Menschen verletzt worden. Gegen 7.30 Uhr wollte eine 16-Jährige mit einem Fiat Ellenator vom Lerchenweg auf die Bendestorfer Straße einbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem MAN-Transporter, den ein 24-Jähriger in Richtung Buchholz steuerte. Durch die Kollision überschlug sich der Fiat mehrfach und blieb anschließend auf der Seite liegen. Die 16-jährige Fahrerin und ihre gleichaltrige...

Blaulicht

44-Jähriger bei Streit im FKK-Bereich verletzt
Körperliche Auseinandersetzung am Maschener See – Polizei sucht Zeugen

Im Bereich des FKK-Geländes am Maschener See ist es am Sonntag, 21. Juni, gegen 16.30 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein 44-jähriger Mann verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei kam es im Umfeld einer größeren Personengruppe, die sich zum Grillen am See aufgehalten hatte, zunächst zu einem Streit zwischen dem Geschädigten und einem bislang unbekannten Mann. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann gezielt...

(ts). 55 ehrenamtliche Katastrophenschützer des Landeseinsatzzugs Nord der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Niedersachsen waren in Nordrhein-Westfalen, um im Hochwasser-Krisengebiet Hilfe zu leisten. Elf von ihnen kamen aus dem Landkreis Harburg. Sie erlebten erschreckende Eindrücke. DLRG-Gruppenführer Werner Weber (51) aus der Gemeinde Rosengarten berichtet im Gespräch mit WOCHENBLATT-Redakteur Thomas Sulzyc.

Bei keinem seiner Katastrophenschutzeinsätze zuvor sei es von der Alarmierung bis zur Abreise schneller gegangen, sagt Werner Weber. Der Sicherheitsingenieur fragt am Donnerstag, 15. Juli, seinen Arbeitsgeber um Erlaubnis. Aus dem Urlaub in Schweden gibt sein Chef das Okay. "Bring' deine Leute heil nach Hause", gibt er Werner Weber noch auf den Weg. Der DLRG-Retter packt seien Sachen - Verpflegung für zwölf Stunden gehört ins Gepäck: Mineralwasser, Brot, Mettwurst, Müsliriegel. Der OBI-Markt Buchholz stattet die Retter gratis mit zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen aus wie Stromaggregat, Tauchpumpen, Schaufeln und Besen.

Am Donnerstagabend gegen 20 Uhr starten die Helfer aus dem Landkreis Harburg mit dem Bus von der Sammelstelle an der Autobahn A1 bei Sittensen. Das Ziel: das Hochwassergebiet im Rhein-Sieg-Kreis im Südwesten von Nordrhein-Westfalen. Ankunft gegen vier Uhr morgens. Die gespenstische Finsternis fällt auf. "Wir sind durch Dörfer gefahren, die stockdunkel waren. Keine Straßenlaterne, keine Lampe an Häusern brannte. Der Strom war komplett abgestellt", erzählt Werner Weber. Drei Stunden Schlaf bleiben am Ende in der Unterkunft der Bundespolizei in Heimerzheim. Nicht schlimm, es sei ja bereits taghell gewesen. "Und man will ja auch loslegen."

Die Wasserretter aus Niedersachsen waren zur weiteren Unterstützung in das Krisengebiet gerufen worden. Wäre der Staudamm der Steinbachtalsperre gebrochen und eine Wasserwand über das Land gegangen, hätten die DLRG-Helfer Häuser evakuiert.

Der aus dem Fernsehen und Zeitungen bekannt gewordene Staudamm hält am Ende stand. Stattdessen hilft die DLRG aus Niedersachsen den Menschen in der Stadt Rheinbach und in den umliegenden Dörfern. Die Helfer pumpen Keller aus. "Wir waren nicht in den am schwersten betroffenen Orten. Aber auch in diesem Gebiet hatte die Flut gnadenlos zugeschlagen", sagt Werner Weber.

Überall von Wasser zerstörte Möbel und anderes Inventar. An zentralen Plätzen stapeln Bewohner und DLRG-Helfer die Gegenstände, am Ende auf bis zu vier Meter hohen Haufen. "Die Leute haben teilweise ihre Lebenserinnerungen auf den Müll geworfen. Schallplatten, Dia-Sammlungen, Bilder, die Kinder gemalt haben", sagt Werner Weber.

2.000 Quadratmeter Parkettboden erzählen eine Geschichte, die den Nenndorfer berührt. Vier Wochen zuvor hatte der Besitzer ein Fitnessstudio eröffnet. Endlich, nach der langen Corona-Zwangspause ohne Einnahmen. Jetzt liegt die Einrichtung auf dem Sperrmüll. "Das geht einem nahe", sagt Werner Weber.

Beeindruckt beobachtet er, wie Nachbarn sich helfen. Ein Bauer fährt mit dem Traktor im Zehn-Minuten-Takt Sperrmüll ab. "Schön zu sehen, wie Gemeinschaft funktioniert." Die von der Flut betroffenen Menschen zeigen den Helfern ihre Dankbarkeit. Sie kochen heißen Kaffee, jemand bringt einen Topf Spaghetti Bolognese. Wenn Autofahrer die DLRG-Helfer in ihrer typisch roten Kleidung erkennen, recken sie zur Anerkennung den Daumen hoch. Vier Tage lang dauert der Einsatz. Um 9 Uhr beginnt die Arbeit, gegen 22 Uhr kehren die Helfer in die Kaserne zurück.

Die bisher nie erlebte Zerstörungskraft des Wassers gibt Werner Weber zu denken. Ein schmaler Fluss, vergleichbar mit der Seeve im Landkreis Harburg, hat eine Kraft entwickelt, die Autos mehr als einen Kilometer weit auf ein Feld getrieben hat. Der Katastrophenschützer appelliert an die Menschen im Landkreis Harburg, Warnungen vor Starkregen ernst zu nehmen - ernster als bisher. "Ich werde mich in den nächsten zwei bis drei Wochen damit beschäftigen, wie ich in Zukunft reagiere", sagt Werner Weber. "Mit welchen Maßnahmen wir zum Beispiel unser Eigenheim und andere Gebäude in der Nachbarschaft vor Starkregen schützen können."

Einsatz in der Eifel
Spendenaktionen für die Opfer der Flutkatastrophe
Foto: Sven Böttcher
DLRG-Katastrophenschützer Werner Weber in Nenndorf, einen Tag nach seiner Rückkehr aus dem Krisengebiet | Foto: ts
DLRG-Gruppenführer Werner Weber steht im Rhein-Sieg-Kreis vor Schutt, den die Flut 
hinterlassen hat | Foto: DLRG Nordheide
Foto: Sven Böttcher
Foto: Sven Böttcher
Redakteur:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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