Autobahn A7 und Brückenneubau
Feierliche Verkehrsfreigabe der achtspurigen A7
- bei der Eröffnung (v. li.):Andreas Irngartinger, technischer Geschäftsführer DEGES, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister, Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Freie und Hansestadt Hamburg.
- Foto: Meyerfoto/ Iwo Hoffmann
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Mit einem traditionellen Banddurchschnitt wurde am Samstag, 26. September, die Fertigstellung der achtstreifigen Erweiterung der A 7 im Hamburger Hafen gefeiert.
Zu diesem Anlass vor Ort waren Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes und Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES, die gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen den Abschluss der gut sechsjährigen Bauarbeiten an dem rund 3,8 Kilometer langen Abschnitt der A 7, auch bekannt als K20 oder Hochstraße Elbmarsch, feierten.
Die Lebensader von Hamburg wird gestärkt
Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister: „Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Hochstraße Elbmarsch geben wir nicht einfach nur ein weiteres Stück Autobahn frei, sondern wir stärken die Lebensader des Hamburger Hafens. Denn eine leistungsfähige A7 bedeutet: Güter kommen schneller und verlässlicher ans Ziel, Lieferketten werden robuster und Hamburg sichert seine Rolle als Tor zur Welt. Rund 605 Millionen Euro, davon 142 Millionen aus dem Sondervermögen, werden wir in dieses imposante Projekt investieren. Mit unseren konsequenten Investitionen in die Infrastruktur sorgen wir für mehr Wachstum, sichern Beschäftigung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.“
Wichtig für Wirtschaftsverkehr und Pendler
Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die A 7 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Hamburgs – für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und insbesondere für die Anbindung unseres Hafens. Mit der Fertigstellung der K 20 verbessern wir den Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, südlich des Elbtunnels ist die A7 jetzt frei befahrbar. Das Projekt zeigt auch, wie wichtig es ist, unsere bestehende Infrastruktur konsequent in Schuss zu halten und vorausschauend weiterzuentwickeln. Diese Baumaßnahme hat ohne zusätzliche Eingriffe in das Hafenumfeld funktioniert, mehrere Klärbecken reinigen künftig das Abwasser bevor es in die Elbe gelangt und der Lärmschutz ist verbessert. Das zeigt deutlich, dass leistungsfähige Infrastruktur und Umweltschutz gemeinsam gedacht und umgesetzt werden können.“
Eine besondere Herausforderung
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Die Erweiterung und Instandsetzung der K20 war eine besondere Herausforderung. Denn es galt zu jeder Zeit, den Zugang zu Deutschlands größtem Überseehafen zu gewährleisten. Dies ging nur mit höchster Präzision in Planung, Logistik und Bauausführung. Mit dem achtstreifigen Ausbau ist die A7 jetzt bestens vorbereitet für den Anschluss der A26 über das Kreuz Hamburg Hafen. Mein Dank und Glückwunsch gilt allen Projektpartnern für diese herausragende Leistung.“
Ein langfristige Anbindung
Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES: „Wir freuen uns, dass wir heute einen weiteren ausgebauten Abschnitt der A 7 in Hamburg dem Verkehr übergeben können. Die Erweiterung der K 20 von sechs auf acht Fahrstreifen sichert langfristig die Anbindung des Hamburger Hafens und ist ein bedeutender Meilenstein für die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Deutschlands. Durch gute Kommunikation und Koordination des Projekts haben wir es trotz großer Herausforderungen geschafft, die Arbeiten über ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin zu beenden. Ich danke allen Projektbeteiligten für ihren Einsatz und wünsche allen Verkehrsteilnehmenden eine gute und sichere Fahrt.“
Inbetriebnahme am frühen Montag
Die Inbetriebnahme der erweiterten K20 ist für die frühen Morgenstunden des 28. Septembers geplant, pünktlich zum Start des Berufsverkehrs. Zuvor ist die A 7 ab dem 25. September zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen noch einmal voll gesperrt. Während dieser Sperrung werden die letzten notwendigen Arbeiten und Abnahmen für die Freigabe ausgeführt. Dazu zählen unter anderem der Rückbau der Mittelleitwand, sowie Begehungen und Prüfungen.
Hintergrund
Die A 7 ist für den Nord-Süd-Verkehr im Norden Deutschlands die wichtigste Verkehrsachse und unverzichtbar für die Abwicklung des Transitverkehrs sowie die regionalen, aber auch städtischen Verkehrsströme in Hamburg. Der sechsstreifige Autobahnquerschnitt südlich des Elbtunnels gewährleistete keinen flüssigen Verkehrsablauf mehr für die rund 120.000 Fahrzeuge täglich – davon rund 20 Prozent Schwerverkehr. Zur Anpassung der Leistungsfähigkeit an den Bedarf wurde die Hochstraße Elbmarsch (K20) bis zum im Bau befindlichen Autobahnkreuz mit der A26 auf acht Streifen erweitert.
Die K20 beginnt südlich des Elbtunnels und endet auf Höhe Hamburg-Altenwerder. Mit rund 3,8 Kilometern ist sie die längste Autobahnbrücke Deutschlands. Beim Bau der A 7 in den 1970er Jahren wurde im Bereich der K20 zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen bereits Platz für eine zweite Ausbaustufe gelassen, der jetzt für die Verbreiterung genutzt wurde. Das Bauwerk konnte somit um je einen Fahrstreifen pro Richtung nach innen verbreitert werden, ohne dass in das umliegende Hafengebiet eingegriffen werden musste.
Instandsetzung
Zusätzlich zur Erweiterung auf acht Fahrtstreifen wurde das komplette Bestandsbauwerk instandgesetzt und dabei mehrere Querträger komplett erneuert. Alle Fahrbahnübergänge und Verkehrszeichenbrücken wurden ausgetauscht, sowie Abdichtung, Asphalt, Kappen und Schutzeinrichtungen erneuert. Fünf neue Klärbecken reinigen jetzt das von der Autobahn kommende Wasser bevor es in die Elbe gelangt.
Der Ausbau war sowohl technisch als auch in verkehrlicher Hinsicht eine Herausforderung: Für eine reibungslose Zufahrt zu Hafen und Elbtunnel waren während der gesamten Bauzeit grundsätzlich drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung nutzbar. Auch die Anschlussstelle Waltershof blieb geöff
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