Eltern in Klecken sagen: „Straße an der Grundschule ist lebensgefährlich“

Die besorgten Eltern (v.li.) Timo Rodewald, Sönke Ahlers, Inga Oestereich, René Schmidtke, Monique Jänsch, Chantal Nagorsnik, Philip Jänsch, Florian Hengelhaupt und Nils Oestereich am Zebrastreifen
  • Die besorgten Eltern (v.li.) Timo Rodewald, Sönke Ahlers, Inga Oestereich, René Schmidtke, Monique Jänsch, Chantal Nagorsnik, Philip Jänsch, Florian Hengelhaupt und Nils Oestereich am Zebrastreifen
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Eltern fordern an der Hittfelder Straße in Klecken mehr Sicherheit für ihre Kinder

ab. Klecken. Obwohl sie nur einen Katzensprung von zu Hause entfernt liegt, bringt Timo Rodewald seinen frisch eingeschulten Sohn jeden Morgen zur Grundschule. „Gerne würde ich ihn allein gehen lassen“, sagt der besorgte Vater, „aber die Straße ist gerade für Kinder schlichtweg lebensgefährlich.“

Rodewald spricht von der Hittfelder Straße in Klecken, die vor allem morgens zur Rushhour besonders stark befahren wird. Eigentlich gilt dort auf 350 Metern Länge von 7 bis 17 Uhr im Bereich der Schule Tempo 30, so verlangt es ein Schild. Doch während die kleinen Erst- bis Viertklässler zur Schule wandern, rasen laut Aussage besorgter Eltern besonders viele Pendler mit überhöhter Geschwindigkeit durch die schmale Kreisstraße. Ebenfalls riskant: der schmale Fußweg, auf dem zwei Kinder gerade eben nebeneinander gehen können.

„Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis an dieser Straße etwas passiert.“ Mit seinen Befürchtungen steht Rodewald nicht allein da. Monique und Philip Jänsch, Inga und Nils Oestereich, René Schmidtke, Chantal Nagorsnik, Florian Hengelhaupt und Sönke Ahlers teilen sie. Alle wohnen nahe der Schule, haben jeden Tag den gefährlichen Schulweg direkt vor Augen.

Am Zebrastreifen dauere es zu lange, bis jemand anhält, auch wenn die jüngsten Eleven dort warten. Dieser Zebrastreifen sei besonders gefährlich, meint Sönke Ahlers, denn er suggeriere den Kindern eine nicht vorhandene Sicherheit. „Es ist unbegreiflich, warum dort morgens kaum einer stoppt.“ Der Vater dreier Kinder vermutet, dass es u.a. an der nahe gelegenen Drückerampel liegt. „Wer aus Hittfeld kommt und an der Ampel warten musste, nimmt sich anschließend kaum die Zeit, am Zebrastreifen noch einmal zu halten.“

Um den Schulweg ihrer Kinder sicherer zu gestalten, wünschen sich die besorgten Eltern eine ordentliche Beschilderung, möglichst eine Warnleuchte am Zebrastreifen und dass vermehrt geblitzt wird. Sie hoffen, dass in der Hittfelder Straße bald etwas unternommen wird.

„Die Autofahrer, vor allem jene, die aus Hittfeld kommen, müssen heruntergebremst werden“, fordert auch Carsten Peters von der Gemeindeverwaltung in Rosengarten. Eine Sanierung der Straße sei in Planung. Die Verwaltung teile die Sorgen der Bürger und stehe im Dialog mit dem Landkreis Harburg. „Der Landkreis hat die Sanierung und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit in seine Prioritätenliste aufgenommen“, so Peters.

Landkreis-Sprecher Bernhard Frosdorfer gibt auf WOCHENBLATT-Nachfrage bekannt, dass die Sanierung der Straße für das Jahr 2019 vorgesehen sei. Dabei sollen auch pollerähnliche Fahrbahnteile aufgebracht werden, die automatisch zu
einer Geschwindigkeitsreduktion führten. Es gebe regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen auf dieser Strecke, sagt Frosdorfer.

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