"Eine Chance für den Ort"

So soll die Feriensiedlung aussehen. Geplant sind sechs eingeschossige Häuser
  • So soll die Feriensiedlung aussehen. Geplant sind sechs eingeschossige Häuser
  • Foto: Planungsbüro Patt / LGLN
  • hochgeladen von Mitja Schrader

mi. Emsen-Langenrehm. Es ist ein Projekt, dass „alte Zöpfe“ abschneidet und sicher nicht jedem auf Anhieb gefällt. Dennoch, was der Langenrehmer Steffen Lücking in seinem Wohnort plant, könnte das Dörflein aus seinem Dornröschenschlaf wecken. Auf einem Areal von rund 9.000 Quadratmetern will Lücking eine Ferien- und Wohnanlage bauen. Seine Pläne stellt er am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im Ortsrat Emsen/Langenrehm (Dorfgemeinschaftshaus) vor.
Der kleine Ort Langenrehm hat einiges zu bieten: Der deutschlandweit bekannte Heidschnuckenwanderweg führt mitten hindurch, am Ortsausgang findet sich mit der Welfenpyramide ein Denkmal mit interessanter Geschichte. Derzeit baut außerdem das Freilichtmuseum am Kiekeberg die historische Stellmacherei des Orts zu einem Museum aus. Dazu kommt ein Reiterhof. Steffen Lücking will nach eigenen Angaben dieses Potenzial besser genutzt sehen und in seinem Wohnort insgesamt 6,5 Millionen Euro investieren. Er spricht von einer „Chance für den Ort.“ Sein Projekt: Auf einer leerstehenden Hofstelle an der Langrehmer Dorfstraße Nr. 10 soll eine Wohn- und Feriensiedlung entstehen. Geplant sind jeweils 14 Ferien- und 14 Dauerwohnungen, die sich auf sechs neue, eingeschossige Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss verteilen. Derzeit befinden sich auf dem Gelände noch drei alte Hofgebäude. Ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1904 sowie zwei Wirtschaftsgebäude aus den 1950/60er Jahren. „Eine Sanierung der vorhandenen Bebauung ist wegen des langen Leerstands wirtschaftlich nicht umsetzbar“, so Lücking. Die neuen Häuser sollen sich aber an der alten Bebauung orientieren und harmonisch ins Ortsbild einfügen. Geplant seien Satteldächer und Ziegelmauerwerksfassaden. Komplettiert wird Lückings Projekt durch einen mit Bäumen eingefassten Gemeinschaftsplatz mit Spielmöglichkeiten, sowie eine „Grillstelle“. Prägende Bäume und die Gehölzstreifen zum angrenzenden Landschaftsschutzgebiet sollen laut Lücking genauso erhalten bleiben, wie die ortstypische Einfriedung des Areals.
Die Ferienwohnungen sollen Familien und Paaren als Unterkunft dienen, die ihre Reiterferien in Langenrehm verbringen wollen. Denkbar wäre auch, den Heidschnuckenwanderweg später einmal direkt durch die neue Wohnanlage zu führen.

Kommentar

Ein akzeptabler Preis

Steffen Lücking ist vor allem als Investor funktionaler Wohnklötze in Erscheinung getreten. Dieses Projekt klingt anders. Auch wenn es nicht ohne Eigennutz ist. Es ist kein Geheimnis, dass der Reiterhof, der von den Ferienwohnungen profitiert, Lückings Frau gehört. Dennoch: bekommt Steffen Lücking die Chance, das Projekt umzusetzen, erhält der Ort nicht nur neuen Wohnraum, sondern wird auch touristisch interessanter. Der Preis dafür ist der Abriss einer verfallenen Hofstelle. Bedenkt man, wie häufig ortsbildprägende Bebauung weitaus hässlicheren Neubauten weichen muss, ist dies ein akzeptables Opfer. Jetzt ist es Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen - und gleichzeitig dem Investor auf die Finger zu schauen...
Mitja Schrader

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