"Enkeltrick 2.0" erlebt
Klaus T. Lemberg (95) fiel nicht auf falschen Polizeianruf herein
- Klaus T. Lemberg
- Foto: Nikolaus Lemberg
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Den "Enkeltrick 2.0", nämlich einen dreisten Anruf eines falschen Polizisten, erlebte jetzt WOCHENBLATT-Leser Klaus T. Lemberg (95) aus Salzhausen. "Zum Glück bin ich nicht darauf reingefallen, weil ich über diese Masche schon informiert war. Die frappierenden Kenntnisse des Anrufers über meine Person haben mich aber doch erstaunt", so der Senior gegenüber dem WOCHENBLATT.
Der angebliche Polizist erklärte gegenüber Klaus T. Lemberg, man wolle ihn "informieren und zur Mitarbeit auffordern". Es sei eine Einbrecherbande unterwegs, von der man zwei Rumänen gefasst habe, ein weiterer Täter aber flüchtig sei. "Ich solle vorsichtig sein und Verdächtiges melden. Man habe eine Liste gefunden mit 17 Telefonnummern, Namen und Adressen. Da sei auch ich verzeichnet mit dem Hinweis, da sei etwas zu holen." Der "Polizist" habe wissen wollen, ob das zutreffe, und Lemberg ermahnt, dieser habe "wahrheitsgemäß der Polizei gegenüber zu antworten", damit sie ihn schützen könne. Schmuck, Geld und Gold solle er gegebenenfalls in Alufolie verpacken, damit es elektronisch nicht erfasst werden könne. Die Einbrecherbande sei mit entsprechenden Geräten unterwegs. Der Anrufer ließ Lemberg wissen, dass "Polizeikollegen" in Zivil seine Umgebung observierten. Wenn er etwas Verdächtiges beobachte, solle er die 110 wählen. Das tat er dann auch - um der Polizei den betrügerischen Anruf zu melden.
"Ich kann nur jedem raten, bei solchen Anrufen genau aufzupassen", rät Klaus T. Lemberg anderen WOCHENBLATT-Lesern. "Sobald man den geringsten Argwohn hegt, sollte man sofort auflegen!"
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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