Entwicklungskonzept für Elbmarsch
Entwicklung der Elbmarsch scheidet Geister

Planer Stefan Röhr-Kramer erörtert das Konzept

ce. Marschacht. Für die städtebauliche Entwicklung der Samtgemeinde Elbmarsch wurden während der jüngsten Sitzung des Rates in Marschacht die Weichen gestellt. Die Gremiums-Mehrheit von CDU und SPD votierte für das von der Firma WRS Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit der Kommunalpolitik und bei Bürgerversammlungen erarbeitete Konzept. Die Gruppe Grüne/Piraten und die Freien Wähler stimmten dagegen.
Einen Schwerpunkt des Konzeptes bildet der Bereich "Siedlungsstruktur und Wohnen". Die Stadtplaner sprachen sich für einen moderaten Anstieg der Bevölkerungszahlen von 20 Prozent in den nächsten zwei Jahrzehnten in der Elbmarsch aus. Das würde für die derzeit rund 12.900 Einwohner starke Kommune einen Zuwachs von insgesamt etwa 1.220 Einwohnern bedeuten. "Entsprechendes Bauland muss geschaffen werden - auch für junge Familien, damit Schulen und Kindergärten weiterhin ausgelastet sind", betonte Stefan Röhr-Kramer von der WRS. "Vom Deichland sollte sich die Siedlung aber nicht weiter in die Landschaft fressen", warnte er gleichzeitig vor einer überzogenen Bebauung der Region.
In puncto Mobilität - einem weiteren Konzeptschwerpunkt - empfahl Röhr-Kramer dringend den Ausbau der B404 von zwei auf vier Spuren, auch um die Verkehrsteilnehmer seit Langem nervenden Rückstaus an der Elbbrücke bei Rönne endlich in den Griff zu bekommen.
Ratsherr Claus Eckermann (SPD) lobte das Entwicklungskonzept als "gut und intensiv durchdacht". Er befürwortete den B404-Ausbau, von der ebenfalls diskutierten Alternative eines Autobahnbaus riet Eckermann jedoch ab.
Der Gruppe Grüne/Piraten und den Freien Wählern ging die Ausbaudebatte in ihrer Konkretheit bereits zu weit. So forderte die Grüne Dörte Land, den Aspekt der Bevölkerungsentwicklung hintanzustellen und stattdessen die Lösung der Verkehrsproblematik voranzutreiben. "Dies könnte etwa durch den Bau einer neuen Schienenverbindung von Lüneburg über die Elbmarsch bis nach Hamburg geschehen", war Land überzeugt.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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