„Fahren ohne Plan“
Wie E-Scooter zum Verkehrsrisiko werden können

Für E-Scooter sollen bald dieselben Regelungen, wie für Fahrräder gelten | Foto: fottoo - stock.adobe.com
  • Für E-Scooter sollen bald dieselben Regelungen, wie für Fahrräder gelten
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Hier wird geblitzt
Die Blitzer-Standorte in dieser Woche im Landkreis Stade

Achtung, Blitzer: Im Landkreis Stade sind in der Kalenderwoche 17 (Montag, 20. April, bis Sonntag, 26. April) wieder überall die mobilen Messfahrzeuge im Einsatz. Tempokontrollen kann es jederzeit im Kreisgebiet geben. Das WOCHENBLATT gibt einen Überblick, wo in den kommenden Tagen wahrscheinlich geblitzt wird. Wichtig: Die drei semistationären Blitzer-Anhänger sind wie gewohnt nicht Teil der Übersicht. Der Rat der Redaktion: Lieber einen Gang zurückschalten, Fuß vom Gas nehmen – und sicher ans...

Blaulicht
Der Toyota lag durch den Aufprall auf der Seite | Foto: gi
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Zwei Verletzte bei Unfall
Feuerwehr befreite Person aus Unfallfahrzeug

Am Freitagvormittag gegen 9.50 Uhr kam es an der Pattensener Spitze - von der Einmündung der Pattensener Hauptstraße zur Einmündung zur Landesstraße 234 - auf der Kreuzung zu einem Verkehrsunfall, an dem zwei Fahrzeuge beteiligt waren. Durch den Aufprall der Fahrzeuge wurde ein VW Golf auf der linken Seite am Heck stark beschädigt. Der Toyota stürzte bei dem Unfall um und blieb auf der Beifahrerseite liegen. Da zunächst davon ausgegangen werden musste, dass eine Person in den Unfallfahrzeugen...

Blaulicht
 Mit einem DLRG Boot wurde der Verletzte an Land gebrach | Foto: Stefan Braun / Feuerwehr Landkreis Stade
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Havarie auf der Elbe
Frachtschiff kollidiert bei Stadersand mit Industriebrücke

Frachtschiff-Unfall auf der Elbe bei Stadersand: Kollision mit Industriebrücke, Schiffsführer verletzt, Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst. Ein Schiffsunfall gestern Nacht auf der Elbe vor Stadersand: Ein Binnenfrachtschiff kollidierte mit einer Industriebrücke. Dabei wurde der Schiffsführer verletzt, während der zweite Mann an Bord unverletzt blieb. Um 02.37 Uhr wurden der Zug I der Stader Feuerwehr, die DLRG, das Feuerwehrboot aus Dornbusch sowie der Rettungsdienst alarmiert....

Blaulicht

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort
Brand im Gartenweg in Winsen: Dachstuhl von Doppelhaus in Flammen

Ein Brand an einem Doppelhaus in Winsen hat am Mittwochmorgen, 15. April, einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen und ein Übergreifen einzudämmen. Gegen 6.34 Uhr war die Feuerwehr zunächst wegen brennenden Unrats in den Gartenweg alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt stellte sich jedoch heraus, dass sich das Feuer auf einer Terrasse entwickelt und inzwischen auf den Dachstuhl des Doppelhauses ausgebreitet hatte. Daraufhin...

Blaulicht

Buchholz: Körperverletzung und Widerstand
Schlägerei zwischen HSV-Fans und Fahrgästen

Am Samstagabend, 18. April, gegen 20.20 Uhr, kam es am Gleis 1 des Bahnhofs Buchholz zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Fußballanhängern des HSV, die sich auf dem Heimweg vom Derby befanden, und mindestens zwei weiteren Fahrgästen eines Metronom-Zuges. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde einem Geschädigten mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zuvor sollen die drei Männer bereits eine Bierdose geworfen haben, wodurch eine weitere Person am Kopf getroffen und leicht...

Blaulicht
Wer hat die Katze und den Kater in dieser Box ausgesetzt? Hinweise werden erbeten | Foto: Tierheim Buchholz
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Polizei sucht dringend Zeugen
Ausgesetzte Katzen in Transportbox entdeckt – Kater schwer verletzt

Buchholz. Bereits am späten Abend des 12. April wurden Einsatzkräfte der Polizei Buchholz über zwei ausgesetzte Katzen informiert. Die Tiere waren in einer deutlich zu kleinen Transportbox in der Bremer Straße aufgefunden worden. Die Beamten kümmerten sich umgehend um die Sicherung der Tiere. Am folgenden Tag, 13. April, wurden Katze und  Kater in die Obhut des Tierheims Buchholz übergeben. Kater mit schwerer Verletzung Besonders besorgniserregend ist der Zustand des Katers: Das Tier weist eine...

Blaulicht
Die Einsatzkräfte bereiten die Suche vor | Foto: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Abgebrochener Notruf löst Großeinsatz aus
Feuerwehr sucht im Waldgebiet bei Schierhorn nach vermisster Person

Ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hat am gestrigen Donnerstagnachmittag in Schierhorn für Aufsehen gesorgt. Anlass war eine unklare Notlage nach einem abgebrochenen Notruf. Gegen 16.24 Uhr wurden die Freiwillige Feuerwehr Schierhorn sowie der Rettungsdienst zunächst zum Heinbuschberg alarmiert. Eine junge Frau hatte den Notruf gewählt, jedoch brach die Verbindung aufgrund einer schlechten Mobilfunkverbindung ab, bevor nähere Angaben zum Notfall oder zum genauen...

Blaulicht

Polizei ermittelt in Buchholz
Einbruch in Fahrradgeschäft in Holm-Seppensen: Täter flüchten mit Transporter

Einbruch in Fahrradgeschäft in Holm-Seppensen: Täter flüchten mit Kleintransporter Unbekannte Täter sind am frühen Sonntagmorgen, 12. April, in ein Fahrradgeschäft an der Buchholzer Landstraße eingebrochen. Gegen 05 Uhr meldeten Anwohner der Polizei eine offen stehende Eingangstür. Vor Ort stellten die eingesetzten Beamten zahlreiche Hebelmarken sowie ein durchwühltes Ladengeschäft fest. Nach ersten Erkenntnissen entwendeten die Täter mehrere Fahrräder sowie Zubehör aus dem Verkaufsraum....

Blaulicht
Beim Brand im Keller des Hotels musste die Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung bekämpfen | Foto: Pressestelle Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Ursache ist noch ungeklärt
+++Update: Kellerbrand im Asendorfer Hotel "Zur Heidschnucke"

Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei kam es am späten Mittwochabend in Asendorf, als dort im Keller des Hotels "Zur Heidschnucke" in der Straße "Zum Auetal“ ein Brand ausbrach.  Kurz vor 23 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Asendorf, Dierkshausen und Hanstedt alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Lage aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Gefährdung von Menschenleben so kritisch, dass die Feuerwehren Brackel, Marxen...

Sie sind praktisch, schnell verfügbar und inzwischen fester Bestandteil des Stadtbildes: E-Scooter. Vor allem bei jungen Menschen erfreuen sich die elektrischen Tretroller großer Beliebtheit. Doch mit dem Boom kommen auch die Probleme. Immer häufiger sind auf den Straßen Fahrerinnen und Fahrer unterwegs, die sich offenbar nicht an die Regeln halten – oder sie gar nicht kennen. Besonders besorgniserregend: Viele nutzen die Roller auf Gehwegen und in Fußgängerzonen – dort, wo es ausdrücklich verboten ist. Häufig werden auch Kinder angetroffen, die das Mindestalter von 14 Jahren noch gar nicht erreicht haben.

Seit der Zulassung von E-Scootern im Jahr 2019 haben sich die kleinen Flitzer als alternatives Verkehrsmittel etabliert. Sie sollen Städte entlasten, den Individualverkehr umweltfreundlicher machen und eine Lücke im öffentlichen Nahverkehr schließen. Doch was als moderne Mobilitätslösung gedacht war, sorgt inzwischen häufig für Diskussionen – nicht nur wegen falsch abgestellter Roller, sondern auch wegen gefährlicher Fahrweisen.

Polizeioberkommissar Dirk Poppinga, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Harburg, weiß: „Verkehrsverstöße mit E-Scootern sind längst keine Ausnahme mehr. Nebeneinanderfahren auf engen Wegen, riskante Überholmanöver, Alkohol am Lenker – all das gehört mittlerweile zum Alltag in unserem Landkreis.“

Kleine Räder, großes Risiko

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern im Landkreis ist zwar – gemessen an der Gesamtzahl der Unfälle – mit 44 im Jahr 2024 noch relativ gering. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl jedoch mehr als verdoppelt. Eine deutliche Tendenz ist also zu erkennen. Bei 25 dieser Unfälle waren die Fahrerinnen und Fahrer der E-Scooter selbst die Verursacher. 17 von ihnen wurden leicht verletzt.

Gerade durch die kleinen Räder und die häufig fehlende Federung besteht schon beim Überfahren kleiner Unebenheiten oder von Kopfsteinpflaster eine erhöhte Unfallgefahr.

Damit E-Scooter sicher und regelkonform genutzt werden können, gelten in Deutschland klare Vorschriften. Hier die wichtigsten im Überblick:

Mindestalter: 14 Jahre
E-Scooter dürfen erst ab 14 Jahren genutzt werden. Ein Führerschein ist nicht notwendig, aber wer jünger ist, darf nicht fahren – auch nicht „nur kurz“.

Nur mit Versicherung
Jeder E-Scooter muss haftpflichtversichert sein und ein entsprechendes Versicherungskennzeichen (kleiner Aufkleber) gut sichtbar tragen. Die Farbe des Kennzeichens wechselt jährlich zum 1. März. Wer ohne Versicherung fährt, macht sich strafbar.

Nur eine Person pro Roller
Das Mitnehmen einer zweiten Person – egal ob Kind oder Freund – ist verboten. Die Roller sind für eine Person konzipiert.

Kein Fahren auf Gehwegen
E-Scooter gehören auf den Radweg. Gibt es keinen, muss auf der Straße am rechten Fahrbahnrand gefahren werden. Gehwege, Fußgängerzonen oder Parks sind tabu, es sei denn, eine spezielle Freigabe für „Elektrokleinstfahrzeuge“ ist ausgeschildert.

Alkoholverbot wie beim Auto
Die Promillegrenzen gelten wie für Autofahrer: 0,5 Promille (Ordnungswidrigkeit), ab 1,1 Promille ist es eine Straftat. Für Fahranfänger in der Probezeit sowie unter 21 Jahren gilt: 0,0 Promille.

Handyverbot
Auch auf dem E-Scooter gilt: Hände an den Lenker! Wer während der Fahrt aufs Handy schaut oder telefoniert, riskiert ein Bußgeld und Punkte in Flensburg.

Vorgeschriebene Ausstattung
Nur E-Scooter mit Betriebserlaubnis dürfen im Straßenverkehr fahren. Sie müssen zwei Bremsen, Licht vorne und hinten sowie eine Klingel haben. Das Licht muss während der Fahrt eingeschaltet sein – auch tagsüber.

Was Eltern wissen sollten

Viele Jugendliche empfinden E-Scooter als spaßiges Fortbewegungsmittel – oft mit dem Charakter eines Spielzeugs. Doch Eltern sollten sich bewusst sein: Wer seinem Kind ein solches Kraftfahrzeug erlaubt, das nicht versichert ist oder unterhalb des Mindestalters gefahren wird, handelt fahrlässig und riskiert im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen.

Die zunehmende Zahl an Verstößen und Unfällen zeigt: Es besteht dringender Handlungsbedarf. Dazu Poppinga: „Wir, die Polizei, aber auch Städte, Gemeinden und Schulen sind gefragt, durch Aufklärung, klare Beschilderungen und Kontrollen für mehr Regelbewusstsein zu sorgen. Eine E-Scooter-Fahrt sollte kein Spiel sein, sondern eine bewusste Teilnahme am Straßenverkehr – mit allen Pflichten und der nötigen Rücksicht.“

E-Scooter sind eine sinnvolle Ergänzung zum Verkehrsangebot, wenn sie richtig genutzt werden. Doch sie dürfen kein rechtsfreier Raum sein. Wer sich auf einen E-Scooter stellt, trägt Verantwortung – für sich und andere. Gerade junge Menschen sollten frühzeitig über die Regeln und Risiken aufgeklärt werden. Denn Verkehrssicherheit geht uns alle an.

Für Rückfragen zum Thema ist Dirk Poppinga unter der Telefonnummer 04181-285-109 erreichbar.

Mehr Blaulicht: 

Mit Leitpfosten im Zug unterwegs
Redakteur:

Sven Rathert aus Seevetal

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