Meckelfeld: Erste KWG-Wohnungen im Bau
14 mal bezahlbarer Wohnraum im Ortskern

Beim Baustelenfest griffen Angelika Tomuscht-Bruhn (v. li.), Peter Langenbeck, Emily Weede, Jan Groth von Groth Bau und Daniel Robionek synchron zum Spaten und beförderten den bereitgestellten Sand unter den Augen von rund 40 Besuchern in die Grube mit einer Zeitkapsel | Foto: pöp
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  • Beim Baustelenfest griffen Angelika Tomuscht-Bruhn (v. li.), Peter Langenbeck, Emily Weede, Jan Groth von Groth Bau und Daniel Robionek synchron zum Spaten und beförderten den bereitgestellten Sand unter den Augen von rund 40 Besuchern in die Grube mit einer Zeitkapsel
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"Meinetwegen hätte man bei der Anzahl auch noch eine 0 dranhängen können", fasste Meckelfelds Ortsbürgermeister Peter Langenbeck zusammen. In Meckelfeld entstehen in einer Baulücke auf dem ehemaligen Sparkassengrundstück direkt im Ortskern, An den Höfen, gerade die ersten 14 Wohnungen der kreiseigenen Kommunalen Wohnungsbau Gesellschaft KWG in Seevetal.

Langenbeck hatte den Finger in die Wunde gelegt: Preisgünstiger Wohnraum, den sich auch Familien, Alleinerziehende und Rentner leisten können, ist inzwischen auch am Hamburger Stadtrand knapp. Deshalb baut der Landkreis auf dem gut 800 Quadratmeter großen Grundstück im Meckelfelder Ortskern selbst, statt Investoren anzulocken, die nur bauen, wenn sich das am Ende durch höhere Mieten möglichst ordentlich rentiert.

An den Höfen 20 entstehen 35 bis 84 Quadratmeter große zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. 8,40 Euro pro Quadratmeter sollen die energetisch und auch sonst topmodernen, barrierefreien und zentral gelegenen Wohneinheiten mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Balkon oder Terrasse, Aufzug und Parkplätzen kosten. Eine ist sogar rollstuhlgeeignet. Mieten kann sie allerdings nur, wer mit Wohnberechttigungsschein nachweist, dass er ein entsprechend niedriges Einkommen hat. Die Bauzeit ist mit 15 Monaten veranschlagt, so dass die Wohnungen im Sommer 2027 fertig werden.

Der Bedarf an günstigem Wohnraum ist auch im Landkreis inzwischen groß. Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede verhandelt deshalb mit KWG-Geschäftsführer Robionek auch schon über ein mögliches zweites Seevetaler KWG-Projekt im geplanten Hittfelder Baugebiet Am Göhlenbach, berichtete sie. Dort könnten in drei Wohnblocks möglicherweise 50 bis 60 bezahlbare Wohnungen entstehen.

Robionek bedankte sich beim Baustellenfest ausdrücklich bei den Meckelfelder Nachbarn für ihr Entgegenkommen: Die Eigentümer der Nachbargrundstücke hatten zugestimmt, dass ein Teil ihres Grundstückes von Baufahrzeugen benutzt werden darf, "sonst wäre die Baustelle auf dem kleinen Grundstück noch komplizierter geworden".

Früher hatte hier das Haus der Sparkasse gestanden: Der Tresor stand immer noch im Keller, war beim Abriss nicht so leicht zu entfernen gewesen, berichteten Vertreter der Baufirmen. Zuletzt hatte der Seniorentreffpunkt das alte und feuchte Haus genutzt, war aber schon vor Jahren ins Helbach-Haus umgezogen. Die Maschener Bürgermeisterin Angelika Tomuscht-Bruhn - sie ist auch Mitglied des AWO-Bundespräsidiums - erinnert sich: "Das war wirklich feucht und muffig und konnte nur eine Zwischenlösung für die Senioren sein."

Wer auf Wohnungssuche ist und eine Berechtigung hat: Für eine Bewerbung um die Wohnungen An den Höfen ist es noch zu früh. "Das machen wir erst etwa drei Monate vor Fertigstellung", erklärt Projektleiterin Anja Schleyer, also frühestens im Frühling 2027. Alles andere sei nicht zielführend, denn Ansprüche und vorlieben änderten sich in einem Jahr bei vielen Bewerbern noch.

Beim Baustelenfest griffen Angelika Tomuscht-Bruhn (v. li.), Peter Langenbeck, Emily Weede, Jan Groth von Groth Bau und Daniel Robionek synchron zum Spaten und beförderten den bereitgestellten Sand unter den Augen von rund 40 Besuchern in die Grube mit einer Zeitkapsel | Foto: pöp
KWG-Mitarbeiterin Anja Schleyer versenkte die Zeitkapsel in der Erde | Foto: pöp
So wird das Haus einmal aussehen. Es steht allerdings nicht so frei, sondern ist von Gebäuden umrahmt | Foto: KWG
Dieses ehemalige Sparkassengebäude hatte zeitweilig vor Jahren auch den Seniorentreffpunkt beherbergt. Nun musste es weichen | Foto: Archivbild KWG/pöp
Aushänge auf der Baustelle geben Auskunft über den Zuschnitt der Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen und zeigen Bilder vom Abriss | Foto: pöp
Redakteur:

Gabriele Poepleu aus Seevetal

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