Hittfeld: Jahreshauptübung mit langer Tradition
Feuerwehr übt Menschenrettung
- Antreten zur Kranzniederlegung: die Feuerwehr Hittfeld
- Foto: FF Hittfeld/Feldtmann
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Eine Feuerspritze für Hittfeld gab 1780 den Anstoß für eine Tradition, die bis heute fortbesteht: Ein königlicher Erlass verpflichtete damals die Männer des Dorfes, die Spritze einmal im Jahr zu erproben. Dafür setzte sich der erste Sonntag im Oktober durch. 246 Jahre später hält die Feuerwehr Hittfeld weiterhin an diesem Termin fest.
Die diesjährige Jahreshauptübung begann mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die gefallenen Feuerwehrkameraden der beiden Weltkriege. Anschließend rückte die Einsatzabteilung unter Leitung von Kevin Hauschild zu einem angenommenen Gebäudebrand mit sechs vermissten Personen aus.
Drei von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr dargestellte Bewohner hatten sich auf einen Balkon gerettet und wurden über eine Leiter ins Freie gebracht. Drei weitere Personen wurden durch bis zu 70 Kilogramm schwere Übungspuppen dargestellt und mussten aus dem verrauchten Gebäude gerettet werden. Zwei Atemschutztrupps mit jeweils zwei Einsatzkräften durchsuchten die Räume und fanden die Vermissten. Anschließend wurden sie zu einer eingerichteten Patientenablage gebracht.
Auch die Jugendfeuerwehr war mit 24 Jugendlichen beteiligt. Sie baute eine sogenannte Riegelstellung auf, um ein Übergreifen der angenommenen Flammen auf Nachbargebäude zu verhindern. Außerdem stellte sie über eine Leiter einen zweiten Rettungsweg her und übernahm die Betreuung an der Patientenablage. Die Übung dauerte knapp eine Stunde.
Nach der Übung wurden drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung verabschiedet. Fünf weitere Jugendliche sollen in den kommenden Monaten folgen. Alexandra Fiege erhielt für ihre zwölfjährige Tätigkeit als Betreuerin aus der Hand von Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Lars Becker die Auszeichnung „Helfende Hand“ der Jugendfeuerwehr. Außerdem wurden fünf Einsatzkräfte nach absolvierten Lehrgängen und Vereidigung zu Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen ernannt.
Eine besondere Ehrung erhielt Klaus Hering: Er gehört der Feuerwehr Hittfeld seit 1956 an und wurde für 70 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet.
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