Maschen: Weitere Angehörige mit Beschwerden
Cura-SeniorenCentrum reagiert auf Vorwürfe
- Mehrere Angehörige von Bewohnern der Cura-SeniorenResidenz Maschen hatten sich mit Beschwerden ans WOCHENBLATT gewandt
- Foto: pöp
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Nach den WOCHENBLATT-Berichten über Probleme mit Abrechnungen und Taschengeldkonten im Cura SeniorenCentrum Maschen haben sich weitere Angehörige gemeldet. Sie berichten ebenfalls von schwer nachvollziehbaren Abrechnungen, langen Bearbeitungszeiten und Problemen, Ansprechpartner zu erreichen. Nach Wochen der Funkstille nimmt Cura jetzt ausführlich Stellung.
Ausgangspunkt der Berichterstattung war der Fall von Ilona Klöpper. Nach dem Tod ihrer Mutter im Dezember 2025 wartete die Familie auf die Abrechnung eines Taschengeldkontos mit nach ihren Angaben rund 1.550 Euro Guthaben. Stattdessen erhielt sie Forderungen über mehrere Tausend Euro, deren Zusammensetzung für Klöpper nicht nachvollziehbar war. Auch ein weiterer Angehöriger hatte dem WOCHENBLATT anschließend von monatelangen Auseinandersetzungen um Abrechnungen und die Auszahlung eines Guthabens berichtet.
Cura widerspricht Darstellung im Fall Klöpper
Cura-Pressesprecherin Alina Nieland widerspricht allerdings der Darstellung, die Kosten für Klöppers Mutter seien während ihres gesamten Heimaufenthalts vollständig vom Sozialamt getragen worden. Nach Unterlagen des Unternehmens sei dies erst ab Juli 2025 der Fall gewesen. Für die Zeit davor habe ein Eigenanteil bestanden, der teilweise nicht oder nicht vollständig beglichen worden sei. Die offenen Forderungen bezögen sich laut Cura auf diesen früheren Zeitraum. Eine unzulässige Verrechnung des persönlichen Verfügungsbetrages mit Pflegeleistungen habe es nicht gegeben.
Ein weiterer aktueller Fall betrifft Familie Barck. Der Schwiegervater von Martina Barck starb am 5. Februar. Die Familie wartete nach eigenen Angaben noch Monate später auf 1.097,62 Euro aus der Abrechnung für Februar. Barck berichtet von zahlreichen Nachfragen in der Einrichtung und Schwierigkeiten, bei der Cura-Zentrale einen zuständigen Ansprechpartner zu erreichen.
Hier räumt Cura einen Fehler ein. Bei Sozialhilfeempfängern müsse nach einem Todesfall zunächst geklärt werden, ob der Sozialhilfeträger bereits gezahlte Beträge zurückfordere, erklärt Nieland. Die abschließende Abrechnung habe im Fall Barck Anfang Mai vorgelegen. Danach hätte das Guthaben jedoch zeitnah ausgezahlt werden müssen. „Dass dies nicht geschehen ist und die Familie anschließend länger als notwendig auf ihr Guthaben warten musste, bedauern wir ausdrücklich“, erklärt Nieland. Für diese Verzögerung übernehme Cura die Verantwortung.
Weitere Angehörige berichten von Problemen
Nach der WOCHENBLATT-Berichterstattung meldeten sich weitere Angehörige. Eine Familie berichtet, nach einem Todesfall sei ein Guthaben von etwa 100 Euro nicht automatisch erstattet worden. Eine andere Angehörige schildert seit Monaten Probleme mit Abrechnungen für ein weiterhin im Heim lebendes Familienmitglied. Rechnungen und Nachberechnungen seien für sie nicht nachvollziehbar, angeforderte monatliche Aufstellungen habe sie nicht erhalten. Auch eine nicht erklärte Veränderung von rund 1.600 Euro auf einem Taschengeldkonto habe sie trotz Nachfrage bislang nicht klären können.
Cura kündigt an, auch die Kritik an einer monatlichen Verwaltungsgebühr von 15 Euro für Taschengeldkonten zu prüfen. Kritik gibt es zudem an der Verpflegung. Cura bestätigt Rückmeldungen von Bewohnern zu Geschmack, Qualität und Portionsgrößen. Ein neu eingestellter Koch sowie monatliche Gesprächsrunden sollen Verbesserungen bringen. Bei einer Kontrolle von Küche und Speiseplänen durch die Heimaufsicht habe es laut Cura zuletzt keine Beanstandungen gegeben.
Auch zu früheren Aufzugproblemen äußert sich das Unternehmen. Wegen wiederholter Ausfälle sei schließlich ein vollständiger Austausch beschlossen worden. Für die Zwischenzeit sei ein Treppensteiger angeschafft worden.
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