Anlieger kommen kaum zu Häusern
Dauerbaustelle verärgert Fleestedter

"Diese Dauerbaustelle ist unzumutbar": Anwohnerin Helga Ute Schneider in der Straße "Hinterm Teich"
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ce. Fleestedt. Der Straßenzug Hinterm Teich/Pommernweg/Buchenweg in Fleestedt ist in diesen Tagen eine einzige Baustelle. Bei den Straßen- und Kanalsanierungsarbeiten wirbeln die Baumaschinen mächtig Staub auf, und auch viele der gut 30 Anwohner sind auf Zinne, weil sie ihre Grundstücke mit dem Pkw kaum noch oder gar nicht mehr erreichen können.
"Beim Beginn der Bauarbeiten Anfang April wurde uns gesagt, dass es tageweise mal zu Einschränkungen kommen kann. Aber dass sich die Sache nun schon bald zwei Monate hinzieht ist unzumutbar", macht Helga Ute Schneider (75), die in der Straße "Hinterm Teich" wohnt, gegenüber dem WOCHENBLATT ihrem wachsenden Unmut Luft. Tatsächlich heißt es in einem Schreiben des von der Gemeinde Seevetal beauftragten Bauunternehmens an die Anlieger, die noch bis 2021 andauernden Arbeiten würden "in verschiedenen Bauabschnitten erfolgen". Ihren Wagen muss Helga Ute Schneider derzeit im gut 200 Meter entfernten Buchenweg parken. "Ich habe manchmal kaum genug Luft, den langen Weg von dort nach Hause zu Fuß zu machen", klagt sie. Auch das Passieren des Baubereiches mit einem Rollator, den sie manchmal zu Hilfe nehme, gestalte sich stellenweise sehr schwierig.
Nachbarin Elke Schmoll (75) berichtet von einem schwer erkrankten Mann, der ein paar Häuser weiter wohnt. "Wenn der den Notarzt bräuchte, dürfte es für die Rettungssanitäter ein Glückspiel werden, dahin durchzukommen", befürchtet Schmoll.
Helga Ute Schneiders Sohn Thore Martin, der mit seiner Mutter auf dem gleichen Grundstück lebt, vermutet als eine Ursache der Dauerbaustelle die "unglücklich abgestimmten", weil zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindenden Kabelverlegungsarbeiten verschiedener Telekommunikationsanbieter. "So nett die Bauarbeiter auch sind und uns nach Kräften unterstützen, so schlecht sind hier manche Dinge von anderer Stelle zu unseren Lasten koordiniert worden", ärgert sich Martin.
• "Die Straße 'Hinterm Teich' wurde in Abschnitten von der Straße 'Am Försterland' bis zur Straße 'Westpreußenweg' aufgenommen. Der vorhandene einseitige Gehweg konnte in vielen Bereichen erhalten werden, sodass die Benutzung mit dem Rollator auf dem Gehweg weiter möglich sein sollte", erklärt Andreas Schmidt, Pressesprecher der Gemeinde Seevetal, nach Rücksprache mit der kommunalen Tiefbauabteilung auf WOCHENBLATT-Nachfrage.
Die Grundstückszufahrten würden nach Möglichkeit so hergerichtet, dass Rettungswagen zu Häusern "im nicht direkt betroffenen Baubereich" gelangen könnten. Der Bereich der Straße "Hinterm Teich" zwischen Buchenweg und "Am Försterland" werde aufgrund der noch anstehenden Erdmassentransporte per Lkw vorerst lediglich als Baustraße hergestellt.
Die gesamten, rund 3,5 Millionen Euro kostenden Maßnahmen sollen laut Andreas Schmidt bis zum Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein. Abgesehen von den "üblichen Behinderungen und Verzögerungen", seien die Arbeiten bislang "sehr gut verlaufen".

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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