Maschen: Bürgermeisterinnen fordern Maßnahmen
Eigene Anschlusstelle für Stelle?
- Angelika Tumuschat-Bruhn (li.) und Emily Weede fordern eine eigene Autobahnausfahrt für Stelle
- Foto: Gemeinde Seevetal
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD), Ortsbürgermeisterin von Maschen/Horst/Hörsten, und Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede (CDU) haben ihre Forderung nach einer eigenen Autobahnabfahrt „Stelle“ erneuert. Über die Kreuzung in Maschen fahren derzeit viele Lkw von und nach Stelle, was spürbaren Folgen für Seevetal habe.
Seit 2023 Aldi-Lager in Stelle
Seit September 2023 nutzen Lastwagen auf dem Weg von der Autobahn zum Aldi-Zentrallager in Stelle die Maschener Kreuzung. Jetzt ist eine Erweiterung der Kühl- und Tiefkühllagerkapazitäten um rund 1.700 Quadratmeter geplant. Für Maschen bedeutet das zusätzlichen Lieferverkehr über einen ohnehin überlasteten Knotenpunkt. Eine Erweiterung des Gewerbegebietes eine neue Anschlussstelle der A39 "geht gar nicht", so Tumuschat-Bruhn. Es könne nicht sein, dass in Stelle immer mehr Gewerbe entstehe und der ganzen Verkehr in Maschen den Ort verstopfe.
Überlastung schon 2016 festgestellt
Das Problem ist seit Jahren bekannt. In einer Verkehrsuntersuchung von 2016 wurde basierend auf Verkehrszahlen aus dem Jahr 2014 festgestellt, dass die Anschlussstelle Maschen an der A39 „erhebliche Leistungsdefizite“ aufweise. Damals wurden Empfehlungen für einen Ausbau gegeben, die bis heute im Wesentlichen nicht umgesetzt sei. „Bereits damals war die Kreuzung dauerhaft überlastet und heute ist sie es mehr denn je. Selbst wenn die Kreuzung ausgebaut würde, wäre das nur eine Teillösung“, schätzt Tumuschat-Bruhn.
Nur Umstellung der Ampelphasen und längerer Abbieger
Mit dem Umzug des Zentrallagers nach Stelle hatten der Rat der Gemeinde Seevetal und der Ortsrat Maschen/Horst/Hörsten die Autobahn GmbH und den Landkreis Harburg in einer Resolution aufgefordert, den Ausbau und die Entzerrung der Anschlussstelle Maschen voranzutreiben. Dabei wurde auch auf Lösungen im Bereich der Gemeinde Stelle, also eine Autobahnausfahrt Stelle, hingewiesen. „Bis auf eine Umstellung der Ampelphasen und einer Verlängerung der Abbiegespur auf der K 10 aus Richtung Maschen zur A39, ist nichts passiert“, sagt Tumuschat-Bruhn.
Kritik an Steller Informationspolitik
„Das hat Auswirkungen auf unsere Planungen in Seevetal“, erklärt Bürgermeisterin Emily Weede. Seevetal sei in seiner Entwicklung eingeschränkt, weil der Gewerbeverkehr aus Stelle Autobahnabfahrt und Kreuzung belaste. Deutliche Kritik übt Bürgermeisterin Emily Weede an der Informationspolitik der Nachbarkommune: „Es ist ein Unding, das Seevetal aus der Presse erfährt, dass Stelle eine maßgebliche Erweiterung des Aldi Lagers plant und wir hinter den Unterlagen wirklich hinterher sitzen müssen." Das sei keine gute Nachbarschaft.
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