Hinter diesem Findling liegt eine weite Reise

Geologin Renate Bönig-Müller (li.) und Angelika Tumuschat-Bruhn mit dem "alten Schweden"
  • Geologin Renate Bönig-Müller (li.) und Angelika Tumuschat-Bruhn mit dem "alten Schweden"
  • Foto: Tumuschat-Bruhn
  • hochgeladen von Katja Bendig

kb. Maschen. 4,8 Tonnen schwer, zwei Kubikmeter groß und 500.000 Jahre alt: Das sind die Eckdaten des stattlichen Findlings, der unlängst bei Kanalbauarbeiten an der Fritz-Reuter-Str. in Maschen gefunden wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Der "Kaventsmann" hat nach einem Aufruf von Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn jetzt nicht nur ein neues Zuhause auf einer Grünfläche an der Ecke Wilder Kamp/Johannes-Vogel-Straße gefunden - es wurde auch geklärt, woher er stammt.
Geologin Renate Bönig-Müller aus Lüneburg hat den Findling ganz genau unter die Lupe genommen. Ihre Expertise beweist: Der Granit stammt aus Schweden, genauer gesagt dem Norwesten Smålands - hier wurden vergleichbare Steine gefunden. Bis nach Maschen legte der Granit ungefähr 750 Kilometer zurück, behilflich waren ihm dabei Gletscher. "Ich gehe allerdings davon aus, dass für die Reise bei einem so großen und schweren Brocken mehrere Eiszeiten nötig waren", so die Expertin. Die Originalfarbe des Steins ist eigentlich etwas heller als die Oberfläche. Deren gelbbräunliche Färbung ist auf leicht eisenhaltiges Grundwasser zurückzuführen.
Renate Bönig-Müller hofft nun, dass der geschichtsträchtige Stein künftig gebührend Beachtung findet. "Es ist doch toll, dass der Zufall diesen Findling an die Oberfläche befördert hat."

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