H2.N.O.N-Wasserstoffnetzwerk in der Burg Seevetal
Schülerinnen, Schüler und Unternehmen diskutieren die Energie von morgen

40 Schülerinnen und Schüler der Chemie-Leistungskurse des Gymnasiums Hittfeld nahmen am H2.N.O.N-Wasserstofftag teil und wurden von „Sendung mit der Maus“-Moderator Johannes Büchs, Rainer Rempe und Karin Beckmann begrüßt.  | Foto: Martin Meiners
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  • 40 Schülerinnen und Schüler der Chemie-Leistungskurse des Gymnasiums Hittfeld nahmen am H2.N.O.N-Wasserstofftag teil und wurden von „Sendung mit der Maus“-Moderator Johannes Büchs, Rainer Rempe und Karin Beckmann begrüßt.
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Das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N) hat jetzt in der Burg Seevetal den Wasserstoffhochlauf in der Region diskutiert. Rund 100 Fachteilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie rund 40 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hittfeld nahmen an der Veranstaltung teil.

Auf der Bühne stellten regionale Wasserstoffprojekte wie Hanseatic Hydrogen in Stade, die Friedrich Vorwerk Group und das H2-Speicherprojekt SaltHy von Storengy in Harsefeld ihre aktuellen Entwicklungen vor. Sie verdeutlichten die Potenziale Nordostniedersachsens, insbesondere durch die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, bestehende Salzkavernen und die Ansiedlung von Chemie- und Energieunternehmen.

Schülerinnen und Schüler der Chemieleistungskurse des Gymnasiums Hittfeld tauschen sich mit Experten und Unternehmen zu Wasserstofftechnologie aus. | Foto: Martin Meiners
  • Schülerinnen und Schüler der Chemieleistungskurse des Gymnasiums Hittfeld tauschen sich mit Experten und Unternehmen zu Wasserstofftechnologie aus.
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Regionale Projekte präsentieren Fortschritte

Der bereits siebte H2.N.O.N-Wasserstofftag, moderiert von Johannes Büchs, widmete sich auch der Frage, welche Lehren die Region aus internationalen Erfahrungen für den eigenen Wasserstoffhochlauf ziehen kann. Dazu berichteten Timo Bollerhey von der Wasserstoffauktionsplattform H2Global, Alexander Malchus von der EWE und Andreas Wenzel von der Außenhandelskammer Dänemark. Die Referierenden betonten, dass neben einem Abbau bürokratischer Hürden weiterhin gemeinsame Anstrengungen notwendig seien, um den Markt zu entwickeln. Der Wasserstoffhochlauf sei nicht nur eine technische und finanzielle, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe für eine nachhaltige Zukunft in der Region.

„Das Engagement der Unternehmen, trotz großer Herausforderungen weiter an einer klimafreundlichen Zukunft mit Wasserstoff in der Region zu arbeiten und sich gleichzeitig auch international zu vernetzen, beeindruckt mich“, sagte die H2.N.O.N-Vorstandsvorsitzende und Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Karin Beckmann. „Die Motivation der Schülerinnen und Schüler, sich mit der nachhaltigen Energieversorgung ihrer Heimat zu beschäftigen, ist ein starkes Zeichen für die Zukunft Nordostniedersachsens.“

Die Schülerinnen und Schüler der Chemieleistungskurse führten unter Anleitung ihrer Lehrerin Dr. Andrea Schroedter Experimente mit Wasserstoff durch. In den Keynotes und Vorträgen erhielten sie vielfältige Informationen zu aktuellen Themen rund um Wasserstoff und knüpften Kontakte zu regionalen Unternehmen der Energiewende, um sich über berufliche Perspektiven auszutauschen.

Beim Begrüßungstalk (v. li.): Hanna Schrage von der Niedersächsischen Staatskanzlei, Stabsstelle Transformation der Wirtschaft, Landrat Rainer Rempe, Moderator Johannes Büchs und Karin Beckmann, H2.N.O.N-Vorstandsvorsitzende und Landesbeauftragte für regionale Entwicklung | Foto: sra
  • Beim Begrüßungstalk (v. li.): Hanna Schrage von der Niedersächsischen Staatskanzlei, Stabsstelle Transformation der Wirtschaft, Landrat Rainer Rempe, Moderator Johannes Büchs und Karin Beckmann, H2.N.O.N-Vorstandsvorsitzende und Landesbeauftragte für regionale Entwicklung
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Lernen von internationalen Beispielen

„Im Bezug auf internationale Beispiele: Was können wir lernen?“, fragte der Moderator.
Karin Beckmann verwies auf Dänemark: „Dort herrscht ein Denken, das auf Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Staat basiert. Beispielhaft sind Innovationsbanken, Hochschuleinrichtungen, Unternehmen und Verwaltungen, die gemeinsam an Lösungen arbeiten. Es gibt mehr Zuschüsse, und das gemeinsame Handeln steht im Vordergrund. Hierzulande überlegen oft die einen etwas, und die Verwaltung entscheidet anschließend, ob es förderfähig ist. In Dänemark wird der Prozess dagegen von Beginn an gemeinsam gestaltet.“

Der Landrat des Landkreises Harburg, Rainer Rempe, ergänzte: „Wir müssen dringend daran arbeiten, die Bürokratie abzubauen – und das nicht nur fordern, sondern auch tatsächlich umsetzen.“ Er hob hervor: „Wasserstoff ist kein Trendthema, sondern Teil der nachhaltigen Energieinfrastruktur von morgen. Wenn wir jetzt pausieren, verlieren wir Anschluss an Innovationskraft, Arbeitsplätze und Wertschöpfung.“

Das Wasserstoffnetzwerk H2.N.O.N wird von den elf Landkreisen im Amtsbezirk Lüneburg getragen. Mehr als 160 Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen arbeiten gemeinsam daran, ein regionales Wasserstoff-Ökosystem aufzubauen. Ziel ist es, insbesondere den Mittelstand zu unterstützen und die regionalen Potenziale für eine klimafreundliche Zukunft optimal zu nutzen.

Redakteur:

Sven Rathert aus Seevetal

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